Die Anmeldung zur internationalen Konferenz „Between Memory and Stone“ am 19. Oktober 2026 in der Musikbrauerei Berlin ist ab sofort möglich!
Die Konferenz bringt Wissenschaftlerinnen, Kuratorinnen, Pädagoginnen, Kommunalpolitikerinnen, Juristinnen, Journalistinnen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Polen und der Ukraine zusammen, um der Frage nachzugehen, wie unsere Gesellschaften mit dem sowjetischen Erbe umgehen, das den öffentlichen Raum und das kollektive Gedächtnis bis heute prägt, und wie sie dieses Erbe hinterfragen, neu interpretieren und transformieren können.
Gemeinsam diskutieren wir, wie Public History und transnationale Zusammenarbeit dazu beitragen können, über nationale Grenzen hinweg pluralistische, wertebasierte Erinnerungskulturen zu fördern und historische Reflexion in zivilgesellschaftliches Handeln zu übersetzen.
Sollten wir die sowjetische Geschichte und Erinnerung als „unsere eigene“ begreifen – und wenn ja, wie? Können wir dabei zwischen dem Beitrag unserer Gesellschaften zu den kolonialen Machtstrukturen innerhalb des Systems sowjetischer Herrschaft und der vor allem von Moskau ausgehenden totalitären Zwangsherrschaft unterscheiden? Wie lassen sich nationale kulturelle Motive und Narrative erkennen und bewerten, die innerhalb des gemeinsamen sowjetischen Erbes Polens, der Ukraine und Deutschlands fortbestehen oder sich im Widerstand dagegen herausgebildet haben?
Gleichzeitig stellt sich die Frage, inwieweit das sowjetische Erbe als sicherheitspolitische Herausforderung verstanden werden muss, insbesondere angesichts der fortgesetzten Instrumentalisierung von Geschichte und Erinnerung durch russland als Instrumente hybrider Kriegsführung. Sollte Erinnerungspolitik innerhalb der EU daher auch als Dimension der Sicherheitspolitik betrachtet werden? Und sollte die Neukontextualisierung des sowjetischen Erbes als eine Frage des kollektiven Selbstschutzes verstanden werden?
19. Oktober 2026
10:00–20:00 Uhr
Musikbrauerei Berlin, Greifswalder Str. 23A, 10405 Berlin
Vollständiges Programm & Anmeldung:
https://betweenmemoryandstone.com/conference/#register
Organisiert von Vitsche e. V. gemeinsam mit dem Pilecki-Institut Berlin und Past / Future / Art. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert.
Wie beeinflussen Technologie, Medien und politische Kommunikation unsere Meinungen? Welche Rolle spielen Menschen mit Migrationsgeschichte im politischen Leben Berlins? Und wie können wir selbst demokratische Prozesse aktiv mitgestalten?
Antworten auf diese Fragen suchen wir nicht nur in der Theorie, sondern im gemeinsamen Austausch! Wir blicken bereits auf drei inspirierende Veranstaltungen zurück – wer nicht dabei sein konnte oder noch einmal reinschauen möchte, kann sich die Aufzeichnungen ab sofort auf unserem YouTube-Kanal ansehen.
Jetzt geht es direkt weiter, und wir laden euch herzlich dazu ein, offline vor Ort dabei zu sein!
„Demokratie gehört uns allen“ ist ein politisches Bildungs- und Beteiligungsprojekt von Vitsche e.V. Es stärkt gezielt Menschen mit Migrationsgeschichte in Berlin darin, am demokratischen Leben und insbesondere an Wahlen aktiv teilzunehmen.Das Projekt wird gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
👉 ANMELDEN https://forms.gle/UpTFtLaAunrGWEXT6
Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und den Austausch mit euch!
Wir von Vitsche e.V. freuen uns sehr, den Open Call für unsere 6-tägige Forumtheater-Residenz „Gäste aus der Fremde“ anzukündigen, die vom 12. bis 18. November 2026 in Gelsenkirchen stattfindet!
Unter der Kuratierung von Eva Yakubovska bringt diese Residenz 6 ausgewählte Teilnehmer:innen (interdisziplinäre Künstler:innen, Schauspieler:innen, Forscher:innen und Aktivist:innen) aus der Ukraine, Polen und Deutschland zusammen.
Auf der Grundlage von Archivquellen und persönlichen Briefen setzen wir uns mit den Erfahrungen ukrainischer und polnischer Zwangsarbeiter:innen während des Zweiten Weltkriegs auseinander und untersuchen, wie historische Erinnerung, Diskriminierung und Geschichtsverzerrungen unsere Gegenwart beeinflussen.
Gemeinsam mit Experten, Facilitator:innen und einem Joker entwickeln die Teilnehmer:innen kurze Performances nach der Methodik des Forumtheaters. Die Residenz mündet am 17. November 2026 in eine öffentliche Aufführung im Atelierhaus Gelsenkirchen!
💡 Projektkontext & Förderung Diese Residenz ist Teil unseres übergeordneten Projekts „Erinnerung an Zwangsarbeit: Ukraine und Polen im Nationalsozialismus“ Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Bildungsagenda NS-Unrecht umgesetzt, gefördert durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und realisiert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
🤝 Partnerorganisationen:
📌 Wichtige Infos zur Bewerbung:
👉 Möchtest du teilnehmen? Alle Infos und das Bewerbungsformular findest du hier: Klicke Hier
Werdet Teil dieses wichtigen Projekts zur Aufarbeitung unserer gemeinsamen Geschichte!
Am 24. August, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, lädt Vitsche zu einer öffentlichen Installation auf den Pariser Platz sowie zu einem anschließenden Protestmarsch ein. Ziel ist es, auf die Lebensrealität der Ukrainer*innen im russischen Angriffskrieg aufmerksam zu machen und den Zusammenhang zwischen dem Schutz der ukrainischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit Europas zu verdeutlichen.
Ab 10:00 Uhr wird auf dem Pariser Platz eine großflächige Schutznetz-Installation errichtet: Das Schutznetz greift ein vertrautes Bild aus vielen ukrainischen Frontstädten und von wichtigen Verkehrswegen auf. Dort werden Netze über Straßen und öffentliche Bereiche gespannt, um Zivilist*innen vor Drohnenangriffen zu schützen.
Unter dem Schutznetz informiert eine Ausstellung über die Erfahrungen von Zivilist*innen, die Opfer der sogenannten „Menschenjagd“ (Human Safari) wurden, einer gezielten Form russischer Drohnenangriffe.
„Jede abgefangene Rakete oder Drohne bedeutet ein gerettetes Leben. Wie eine Technologie wirkt, hängt davon ab, in wessen Händen sie sich befindet. russland setzt Drohnen ein, um Zivilist*innen durch eine ‚Menschen-Safari‘ zu terrorisieren. Die Ukraine jedoch nutzt Innovationen, um Leben zu schützen – von Abfangdrohnen, die Städte vor Luftangriffen schützen, bis hin zu Technologien, die bei der Evakuierung von Verwundeten helfen und Soldat*innen an der Front retten. Diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert für die Sicherheit ganz Europas“, so Kateryna Mykhalko, Geschäftsführerin von New Age Defence.
Mit dem Schutznetz macht die Installation den Unterschied zwischen Lebensrealitäten sichtbar: Während der Himmel in Deutschland meist mit Wetter und Alltag verbunden ist, steht er für die Menschen in der Ukraine für Gefahr. Das temporäre Schutznetz über dem Pariser Platz steht dabei nicht für eine dauerhafte Lösung. Es verdeutlicht, dass provisorische Schutzmaßnahmen in der Ukraine notwendig geworden sind, um Menschen vor Angriffen zu schützen. Wirklicher Schutz kann jedoch nur dort entstehen, wo Angriffe verhindert werden – durch funktionierende Luftverteidigung und Technologien, die die Zivilbevölkerung schützen können, bevor eine Bedrohung entsteht.
Was die Installation sichtbar macht, trägt der Protestmarsch als politische Forderung weiter: Die Ukraine braucht wirksamen Schutz für ihre Städte und ihre Bevölkerung. Von 18:30 bis 20:30 Uhr führt der Protestmarsch vom Potsdamer Platz zum Pariser Platz und macht deutlich, dass dieser Schutz ein zentraler Bestandteil europäischer Sicherheit ist. Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Souveränität, sondern auch Frieden und Stabilität in Europa.
Wer Schutz will, für sich selbst oder für andere, muss die Systeme entwickeln und bereitstellen, die diesen Schutz ermöglichen.
Im Europäischen Parlament haben wir über die Ukraine gesprochen – direkt dort, wo wichtige europäische Entscheidungen getroffen werden.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen, die für die Ukraine weiterhin entscheidend sind: Sicherheit, militärische und finanzielle Unterstützung, die Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder, die Freilassung unrechtmäßig inhaftierter Zivilpersonen sowie die Verantwortung für russische Verbrechen.
Unsere Botschaft war klar: Die Ukraine darf nicht nur auf der europäischen Agenda bleiben. Sie muss im Zentrum stehen.
Denn hinter jedem politischen Gespräch stehen Menschenleben, die nicht warten können.
Aus Brüssel haben wir neue Kontakte, Ideen und konkrete Ansätze für unsere weitere Arbeit mitgebracht. Die Gespräche gehen weiter – ebenso wie unser Einsatz dafür, die Ukraine im Zentrum der europäischen Aufmerksamkeit zu halten.
Das Vitsche-Team hat auf die Energiekrise reagiert, die Tausende Menschen in der Ukraine ohne verlässlichen Zugang zu Wärme und Strom zurückgelassen hat. Besonders ältere Menschen waren davon betroffen.
Gemeinsam mit einer internationalen Community hat Vitsche 40.000 Euro gesammelt und der Starenki Foundation anvertraut, damit sie dringend benötigte Hilfsgüter beschaffen kann. Zusammen konnten wir Unterstützung dorthin bringen, wo sie besonders gebraucht wurde.
300 Senior:innen in Sumy, Charkiw, Tschernihiw und Kyjiw erhielten:
Lebensmittelpakete für den täglichen BedarfWärmesets mit Thermoskannen, Powerbanks, Kerzen und weiteren wichtigen Dingen, die durch Kälte und Stromausfälle helfen
Gleichzeitig unterstützten unsere Partner:innen von Bravery mit Energiehilfen:
3 EcoFlow-Powerstations für Sozialzentren500 Laternen für Menschen ohne Zugang zu Strom
Insgesamt haben Vitsche und Bravery 53.000 Euro gesammelt. Dadurch konnte Starenki Hilfe genau dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wurde.
Zusammen mit den Hilfsgütern erhielten die Menschen Karten mit unterstützenden Worten: „Wir hoffen, dass unsere Unterstützung Ihren Alltag ein wenig leichter macht und dass Sie unsere Fürsorge spüren. Passen Sie gut auf sich auf.“
Von fürsorglichen Herzen im Ausland zu dankbaren Herzen in der Ukraine
Danke an Bravery und die gesamte Community für eure Unterstützung!
Am 12. April fanden in Ungarn richtungsweisende Wahlen statt, die die politische Landschaft des Landes grundlegend verändern könnten. Der deutliche Sieg der Tisza-Partei wirft zentrale Fragen auf: Welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine? Welche Rolle wird Ungarn künftig in Europa spielen?
In diesem Vitsche Talk analysieren wir die aktuellen Entwicklungen und diskutieren mögliche Szenarien für die Zukunft der ungarisch-ukrainischen Beziehungen.
Wann: 23. April 2026, 18:30 Uhr
Wo: Berlin (genauer Ort wird nach bestätigter Anmeldung per E-Mail mitgeteilt)
Sprache: DE
Eintritt: free donation
Anmeldung: https://forms.gle/2XHZK3HfxdNH8ser9
Speaker:
🎤 Péter Adamik ist politischer Aktivist und Teil der Freien Ungarischen Botschaft. Er gibt Einblicke in die innenpolitische Dynamik Ungarns, ordnet die Wahlergebnisse ein und beleuchtet, welche Konsequenzen sich daraus für die Ukraine und Europa ergeben könnten.
In Deutschland ist die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg bis heute stark von sowjetischen Narrativen geprägt. Die Perspektiven der Ukraine bleiben oft unsichtbar – obwohl Millionen Ukrainer:innen Opfer von Krieg, Besatzung und Gewalt wurden.
Das wollen wir ändern.
Seit 2022 machen wir auf eine einfache Realität aufmerksam: Berlin hat keinen anerkannten Gedenkort für die ukrainischen Opfer des Zweiten Weltkriegs.
Deshalb schaffen wir Formen des Erinnerns, welche diese Lücke sichtbar machen.
2022 haben wir eine temporäre Gedenkinstallation nahe der Sophiensæle umgesetzt – einem Ort, der mit Zwangsarbeit im Nationalsozialismus verbunden ist. Viele der dort ausgebeuteten Menschen kamen aus der Ukraine. Bis heute gibt es dort keine Gedenktafel.
Die Installation lud dazu ein, Blumen niederzulegen und damit die Abwesenheit von Erinnerung sichtbar zu machen.
2023 haben wir bewusst keine Aktionen an sowjetischen Denkmälern organisiert. Diese Orte vermitteln eine einseitige Geschichtserzählung und spiegeln nicht die Vielfältigkeit ukrainischer Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg wider.
Gleichzeitig gingen wir juristisch dagegen vor, dass das Tragen ukrainischer Flaggen dort untersagt wurde.
Denn: Auch wenn diese Denkmäler aus unserer Sicht problematisch sind – das Verbot ukrainischer Symbole negiert die Rolle und das Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer im Zweiten Weltkrieg.
2024 haben wir einen Gedenkmarsch organisiert – mit der Forderung nach einem offiziellen Erinnerungsort für die Ukraine in Deutschland.
2025 gingen wir wieder auf die Straße.
2026 folgt der nächste Schritt.
Im Mai startet die Ukrainische Erinnerungswoche in Berlin –
fünf Tage voller Diskussionen, Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen.
Gemeinsam mit Historiker:innen, Künstler:innen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen schaffen wir Raum für eine Perspektive, die oft fehlt: Die Betrachtung der ukrainischen Geschichte als eigene Geschichte.
Wir laden euch herzlich ein, mit euren Veranstaltungen Teil davon zu werden. Nehmt an unserem Open Call für das Event teil: https://forms.gle/2PNrv3EL7tM5DLH28
Erinnerung ist nicht nur Vergangenheit.
Sie schafft die Grundlage für Gerechtigkeit in der Gegenwart.
4.–8. Mai 2026 · Berlin
Das Programm folgt in Kürze.