Wir freuen uns, die ausgewählten Teilnehmer*innen der interdisziplinären Laborwerkstatt “A Journey from the Dangerous to (Un)Safe” bekannt zu geben:

  • Katarzyna Łukasiewicz,
  • Anna Ivchenko & Kyrylo Shum,
  • Yun Xuan Yang,
  • Vasylysa Shchogoleva.

Ab nächster Woche werden die Teilnehmer*innen an einer einwöchigen kuratierten Laborwerkstatt teilnehmen. Das Programm erforscht das Stadtleben, Migration, Ängste und Grenzen durch immersive Workshops und Vorträge, geleitet von den Tutor*innen Stefanie Eisenhuth, Ksenia Malykh, Zuzanna Mielczarek, Kate Tarabukina, Eva Yakubovska und Max Smogol.

Die Residenz endet mit der Schaffung einer gemeinsamen Klanglandschaft für die Buslinie 100 in Berlin.

Bleibt dran!

Die interdisziplinäre Laborwerkstatt “A Journey from the Dangerous to (Un)Safe” ist Teil des internationalen Projekts “Netzwerke der Unterstützung”, organisiert vom Nationalen Institut für Architektur und Städtebau (NIAiU) mit Partnern aus der Ukraine (Lwiw Zentrum für Stadtgeschichte), Polen (Zeitschrift “Autoportret”), Tschechien (VI PER Gallery) und Deutschland (Vitsche).

Organisatoren:
• Vitsche e.V.
• Narodowy Instytut Architektury i Urbanistyki (NIAiU), Warschau

Partner:
• Pilecki-Institut Berlin

Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe Polens im Rahmen des Programms “Inspiring Culture” finanziert.

Neben all dem menschlichen Leid und der massiven Zerstörung von Siedlungsgebieten und Infrastruktur hat der russische Krieg gegen die Ukraine auch zu kolossalen Schäden an der Umwelt im Lande geführt. Das Ausmaß lässt sich bisher kaum abschätzen. Die Zerstörung des Kachowka-Staudamms am 6. Juni 2023 war das sichtbarste Umweltkriegsverbrechen mit weitreichenden Folgen nicht nur für die irreversibel geschädigten Ökosysteme flussaufwärts und flussabwärts, sondern auch für die gesamte Region und ihre Wirtschaft. Landwirtschaftliche Flächen können nicht mehr bewässert werden. Es mangelt an Trinkwasser, das zuvor ebenfalls aus dem Stausee bereitgestellt wurde. Der Verlust der elektrischen Kapazität des Wasserkraftwerks destabilisiert die Versorgung in der gesamten Südukraine. Der niedrige Wasserstand des verbliebenen Sees gefährdet die zuverlässige Kühlung des Kernkraftwerks Saporischschja.

Die in den USA ansässige gemeinnützige Organisation „Project Expedite Justice“ und die ukrainische Nichtregierungsorganisation „Truth Hounds“ haben den Bericht „Submerged“ über die Zerstörung des Kakhovka-Staudamms und seine Auswirkungen auf die Anwohner, das Ökosystem und die Landwirtschaft sowie die Folgen für die internationale Justiz veröffentlicht. Beteiligte Expert*innen und Autoren*innen der Studie präsentieren die wichtigsten Ergebnisse und diskutieren weitere Perspektiven für die Region.

Gleichzeitig bildet die Veranstaltung den Auftakt zur Kampagne „Ukrainer*innen für Ökologie“ der Berliner NGO „Vitsche e.V.“. Ziel ist es, mehr Aufmerksamkeit auf die Umweltauswirkungen des Krieges zu lenken und Fakten und Analysen für die gesellschaftliche Debatte zu Folgen und Handlungsoptionen bereitzustellen.

Mit

  • Kateryna Demerza, Kuratorin des Projekts Ukrainer für Ökologie, Vitsche
  • Pascal Turlan, Rechts – und Programmdirektor bei Project Expedite Justice, außerordentlicher Professor an der ScPo
  • Shaun Burnie, leitender Nuklearspezialist bei Greenpeace Deutschland
  • Myroslava Markova, Junior Investigator und Dokumentarin bei Project Expedite Justice, ist die Autorin des Kapitels des Berichts, das die wirtschaftlichen Auswirkungen der Zerstörung des Kakhovka-Damms beschreibt
  • Andriy Bilenkyi (online), Landwirtschaftsexperte bei Project Expedite Justice
  • Roman Koval, Leiter der Forschungsabteilung von Truth Hounds
  • Andrii Latsyba, Jurist bei Truth HoundsMaria Sahaidak, Zentrum für strategische Kommunikation und Informationssicherheit

Moderation:

  • Robert Sperfeld, Heinrich-Böll-Stiftung

Sprache: Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Weitere Lektüre: SUBMERGED – Study of the Destruction of the Kakhovka Dam and Its Impacts on Ecosystems, Agrarians, Other Civilians, and International Justice

Kontakt:

Heinrich-Böll-Stiftung
Anna Antonina Łysiak
lysiak@boell.de

Vitsche e.V.
Ernest Dmitriev
e.dmitriev@vitsche.org 

Ihre Teilnahme an der Veranstaltung:

» Teilnahme vor Ort
im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Bitte melden Sie sich an. Die Anzahl der Plätze ist leider begrenzt. Sollte die Raumkapazität erschöpft sein, übertragen wir die Konferenz per Video in andere Räume. Wir weisen darauf hin, dass kein Anspruch auf einen Platz im Saal besteht.

» Livestream
Alternativ können Sie der Veranstaltung auch ohne Anmeldung im Livestream folgen.

Wir freuen uns, die Liste der ausgewählten Künstler*innen für das künstlerische Stipendium des Projekts „Truth to Justice“ bekannt zu geben:

  • Olesia Saienko und Anna Potyomkina
  • fantasticlittlesplash (Lera Malchenko und Oleksandr Hants)
  • Valeria Barbas
  • Catenation (Sylvia Hinz und Jeanne Artemis)

Ab September werden diese Künstler*innen ein zweimonatiges Online-Kurierte-Stipendium absolvieren. Im Dezember werden sie ihre Projekte auf unserer Plattform präsentieren und an der Konferenz „Truth to Justice“ über Desinformation teilnehmen.

Kuratorin: Kseniia Malykh

Projekt in Zusammenarbeit mit Arta Azi

Gefördert von @Auswärtiges Amt

Bleiben Sie dran!

#CivilSocietyCooperation

Am 24. August, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, haben wir gemeinsam ein kraftvolles Zeichen der Solidarität gesetzt.  Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die an unserer Aktion am Brandenburger Tor teilgenommen haben und trotz der Sabotage-Aktion weiter standhaft blieben.

Von 16:00 bis 21:00 Uhr knüpften wir gemeinsam ein Tarnnetz für ukrainische Freiwillig

e, die in den Frontgebieten tätig sind. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich an dieser wichtigen Aufgabe beteiligten und damit ihre Unterstützung für die Ukraine ausdrückten. 

Gegen 16:45 passierte jedoch etwas Unvorhersehbares. Ein Mann ging zur Bühne, an der unsere Moderatorinnen gerade sprachen. Es schien, als würde er sie angreifen wollen. Er wurde jedoch weggeschubst und während die Polizei gerufen wurde, fing er an, sich mit einem Messer selbst zu verletzen. Die Polizei reagierte schnell, entwaffnete den Mann und nahm ihn mit. Nach einer kurzen Pause ging unsere Demonstration weiter. Trotz des Schockes haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Eine klassische Sabotage-Aktion, die darauf ausgelegt war, uns von unserer Demo abzuhalten und sie vorzeitig zu beenden. Weitere Infos folgen.

Zwischen 18:35 und 19:35 Uhr fand die Demonstration statt, bei der unsere Redner*innen eindrucksvolle Worte sprachen. Sie forderten umfassende Militärhilfe, einen Stopp der russischen Öl- und Gasimporte und die Freilassung ukrainischer Zivil- und Kriegsgefangener. Angesichts der bedrohlichen Entwicklungen in Deutschland, wie dem Einfrieren der Militärhilfe und der Verbreitung russischer Propaganda, war es wichtiger denn je, ein starkes Signal an die Politik zu senden.

Hier einige Zitate unserer Redner*innen, die die Stimmung und Entschlossenheit der Teilnehmer*innen perfekt einfangen: 

Die ganze Welt ist in den letzten zweieinhalb Jahren Zeuge dieser Entwicklung in der Ukraine geworden. Aber russland versucht schon seit Jahrhunderten, die Ukraine zu unterdrücken und zu „russifizieren“, und die Krim ist sein Lieblingsteil.

Seit Jahrhunderten versucht russland, die indigenen Völker der Krim loszuwerden, nicht nur die Krimtataren, sondern auch die Karaiten (oder Karaims) und Krimtschaken.

Im Jahr 2014 wurde die ganze Welt Zeuge, wie russland meine Heimat Krim annektierte, und die internationale Gemeinschaft unternahm nicht viel, um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Heute haben wir mit den Folgen dieses Schweigens zu kämpfen.”Elnara Nuriieva-Letova

“In diesen Tagen versucht die Ukraine Raum zu gewinnen, versucht zu überzeugen, dass sie mehr Unterstützung braucht und das auch in einem Land, das seine Freiheit internationaler Unterstützung verdankt. […] Und heute steht die Bundesrepublik Deutschland schweigend da und sagt: „Ein ausgeglichener Haushalt ist wichtiger als äußere Sicherheit; die Lieferung von Taurus ist eine unnötige Eskalation; das eingefrorene russische Vermögen darf rechtlich nicht angegriffen werden; und wir müssen eine Einigung über die Zinsen finden.”

Ja, für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts oder wenig tun. Jeder mehr ausgegebene Euro, jeder mehr produzierte Waffe, jede bessere Erklärung warum wir Deutsche an der Seite der Ukraine stehen müssen ist gut investiert.“ – Roderich Kiesewetter

“Es ist schön euch heute in Vyshyvankas und der ukrainischen Flagge zu sehen… aber ich habe eine Bitte: Tragt es jeden Tag. Macht Ukraine sichtbar. Auf Social Media und im Alltag. Macht klar, dass der Krieg noch nicht vorbei ist.” – Frank Peter Wilde

Noch einmal ein großes Dankeschön an alle, die mit ihrer Anwesenheit und ihrem Engagement diese Veranstaltung zu einem Erfolg gemacht haben. Ihre Solidarität mit der Ukraine bedeutet uns sehr viel!

 

Liebe Unterstützer*innen der Freiheit und Demokratie, 

Liebe Freund*innen der Ukraine,

Am 24.8., dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, organisieren wir Demo, um nicht nur die Freiheit und Souveränität der Ukraine zu feiern, sondern auch um unsere tiefe Besorgnis über die aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland zum Ausdruck zu bringen. Während in der Ukraine Menschen ihr Leben für die Unabhängigkeit und den Schutz demokratischer Werte riskieren, erleben wir hier in Deutschland Entwicklungen, die nicht nur bedenklich, sondern auch gefährlich sind.

Die jüngsten Vorschläge aus dem Bundesfinanzministerium und dem Kanzleramt, die dringend benötigte Militärhilfe für die Ukraine einzufrieren und stattdessen auf russische Vermögenswerte zurückzugreifen, senden ein fatales Signal. Diese Gelder sind weder verfügbar noch steht fest, wann und in welchem Umfang sie genutzt werden könnten. Statt die Ukraine aktiv zu unterstützen, vermittelt diese Entscheidung Unentschlossenheit und Naivität. Für russland ist dies ein Zeichen, dass Deutschland nicht bereit ist, entschlossen gegen die russische Aggression vorzugehen. Solche Signale verschärfen die Situation und lassen uns in den Augen des Aggressors schwach erscheinen.

Ebenso beunruhigend ist die wachsende Verbreitung von Falschinformationen und russischer Propaganda durch Parteien wie BSW und die AfD, die zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Diese Parteien nutzen Desinformation, um die Gesellschaft zu spalten und den Widerstand gegen russland zu schwächen. Wir sehen auch, dass rechtsextreme Gruppen in Deutschland immer sichtbarer werden und mit Gewalt zuschlagen, während russische Agenten ungestört ihr Unwesen treiben, weil sie nicht ernst genug genommen werden. Diese Entwicklungen stellen eine ernsthafte Bedrohung für unsere Demokratie und unsere gemeinsame Sicherheit dar.

Es ist offensichtlich, dass die eigene Verantwortung nicht ausreichend wahrgenommen und die Bedrohung durch russland und seine Handlanger falsch eingeschätzt wird. Wir können nicht länger davor weglaufen und so tun, als wäre es anders. Beschwichtigung ist nicht die Zeitenwende, die wir brauchen. Wir können nicht erneut behaupten, wir hätten nicht gewusst, was passiert – so wie es während des Zweiten Weltkrieges der Fall war. Diesmal wissen wir genau, was auf dem Spiel steht, und es ist unsere Pflicht, Verantwortung zu übernehmen.

Ob bewusst oder unbewusst – durch passives Verhalten sabotieren wir die internationale Solidarität und ermöglichen es russland, seine Aggression fortzusetzen. Wir müssen jetzt handeln, um das zu verhindern.

Unsere Forderungen sind daher klar:

  1. Umfassende Militärhilfe, bis die Ukraine gewinnt: 

Deutschland muss die Ukraine weiterhin und nachhaltig mit allen notwendigen Mitteln unterstützen. Dazu zählt die Lieferung moderner Waffensysteme wie Raketenabwehrsysteme und Taurus-Marschflugkörper, die entscheidend für die Verteidigung der ukrainischen Unabhängigkeit sind. Darüber hinaus fordern wir, dass der Ukraine das Recht eingeräumt wird, russland so weit anzugreifen, wie es für die Verteidigung und den Sieg notwendig ist. Es darf keine künstlichen Beschränkungen geben, die die Effektivität der ukrainischen Streitkräfte einschränken. 

  • Beendigung der Exporte von Öl und Gas aus russland: 

russlands „Schattenflotte“ aus alten und nicht versicherten Öltankern stellt nicht nur ein enormes Umweltrisiko dar, sondern ermöglicht es russland auch, seine Ölexporte trotz Preisobergrenzen fortzusetzen. Trotz der Sanktionen importiert die EU weiterhin russisches Gas, einschließlich LNG. Diese Importe müssen sofort gestoppt werden.

  • Unterbindung der Finanzierung des russischen Krieges durch ausländische Unternehmen: 

Über 1.000 Unternehmen mit Sitz in G7-Staaten betreiben weiterhin Geschäfte in russland und zahlen Steuern an den Kreml. Diese Unternehmen dürfen sich nicht länger mit fadenscheinigen Ausreden ihrer Verantwortung entziehen. Ihre Gelder finanzieren russische Kriegsmaschinerie und müssen gestoppt werden.

  • Stoppen des Imports von Hochprioritätsgütern: 

russland importiert weiterhin sanktionierte Dual-Use-Güter und fortschrittliche Technologien, die auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eingesetzt oder für russlands Militär als kritisch erachtet werden. Diese Importe müssen effektiv unterbunden werden.

  • Rückführung der deportierten Kinder: 

Tausende ukrainische Kinder wurden zwangsweise nach russland deportiert. Wir fordern ihre sofortige Rückkehr. Dies ist ein klarer Verstoß gegen internationales Recht und eine unerträgliche Verletzung der Menschenrechte.

  • Freilassung ukrainischer Zivil- und Kriegsgefangener: 

Deutschland muss mehr Ressourcen bereitstellen, um die Freilassung ukrainischer Zivilist*innen und Kriegsgefangener aus russischer Gefangenschaft zu erreichen, und den Druck auf seine Verbündeten verstärken.

Am Unabhängigkeitstag wollen wir ein klares Zeichen zu setzen: Wir werden nicht schweigen. Wir werden nicht zusehen, wie die Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine gefährdet werden. Wir fordern entschlossenes Handeln – hier und jetzt. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt und dass Freiheit und Demokratie triumphieren.

Slawa Ukraini!

Am 24.8., den Unabhängigkeitstag der Ukraine, wir laden alle ein, gemeinsam ein Tarnnetz zu knüpfen und an der Demonstration am Brandenburger Tor teilzunehmen. 

Von 16:00 bis 21:00 Uhr werden wir gemeinsam ein Tarnnetz knüpfen, ukrainische DJs hören und lautstark für die Unterstützung der Ukraine sein.

Mit dieser Demonstration wollen wir zeigen, dass wir alle den Preis von Freiheit und Unabhängigkeit kennen und dass Handeln wichtiger ist als Worte. Lasst uns den Ukrainer*innen, die Europa gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen, zeigen, dass wir sie würdig unterstützen und ihnen zur Seite stehen.

Dieses Tarnnetz wird für ukrainische Freiwillige gemacht, die in den Frontgebieten arbeiten und ständig von russischen Angriffen bedroht sind. Es ist entscheidend, sie zu schützen und zu tarnen.

Klicke hier: Um bei Tarnnetz knüpfen mitzumachen

Seid dabei und zeigt eure Solidarität mit der Ukraine!

24.08

16:00-21:00
Brandenburger Tor, Platz des 18.März

Bewerbungsschluss: 31.08.2024

Projektzeitraum:
23.-29.09. Labor,
30.09.-23.10. Projektumsetzung,
24.10. Projektpräsentation

Ort: Pilecki Institut, Berlin.

Wer kann sich bewerben: Berliner Schriftsteller:innen, Drehbuchautoren:innen, Dichter:innen, Journalist:innen, Publizist:innen, Regisseur:innen, Forschende und Künstler:innen, die in polnischen, deutschen oder ukrainischen Kontexten tätig sind.

Sprache des Labors: Englisch

Das Konzept des Projekts „Eine Reise von Gefährlich zu (Un)Sicher“ umfasst ein Labor-Residenzprogramm in Berlin mit einer einwöchigen körperlichen Praxis, gefolgt von drei Wochen gemeinsamer künstlerischer Arbeit an der Projektumsetzung.

Labor-Residenz: Für drei visionäre Künstler:innen aus Berlin, die aus der Ukraine, Polen und Deutschland stammen, bietet dieses Labor eine dynamische Mischung aus Workshops und Vorträgen. Diese sind auf die Erkundung der vielschichtigen Ebenen des urbanen Lebens, der Geschichte der Stadt und der kritischen Infrastruktur ausgerichtet, die soziale Ängste, Integration und das Bemühen um einen Platz in der neuen Stadt ansprechen. In der Woche werden die Teilnehmer:innen an fünf Workshops und Vorträgen von bedeutenden Akteuren der Kulturszene teilnehmen, die Hintergründe aus Deutschland, der Ukraine und Polen haben.

Hintergrund: Dieses Projekt entsteht aus der Erkundung der materiellen Infrastruktur und des sozialen Netzwerks, das durch den anhaltenden russischen imperialen Krieg gegen die Ukraine transformiert wurde. Die Migration aus der Ukraine führt zu einer Neubewertung der bestehenden Netzwerke und gibt Anlass zu einer neuen Infrastruktur, die oft spontan entsteht. Seit dem 24. Februar haben über 15 Millionen Schutzsuchende aus der Ukraine die polnische Grenze überschritten, wobei mehr als eine Million nun in Deutschland lebt. Die Koexistenz von Ukrainer:innen mit Menschen mit anderen Nationalitäten hat neue formale und informelle Unterstützungsnetzwerke entstehen lassen.

Laborprogramm: Während des einwöchigen Labors nehmen die ausgewählten Teilnehmer*innen an einer Reihe von Vorlesungen und Workshops teil, die von renommierten Tutor*innen aus der Ukraine, Polen und Deutschland geleitet werden. Die Themen umfassen Identität, Migration, Desintegration, Stadtorientierung, Urbanismus, Stadt als Szenografie, Gemeinschaften, Vernetzungen, Erinnerung, Erinnerungstopografie und mehr.

Endergebnis: Nach dem Labor werden die Künstler:innen eine Klanglandschaft schaffen, die ihre gemeinsamen Erfahrungen und kreativen Erkundungen zum Thema Zusammenleben und Koexistenz in Berlin zusammenfasst.

Auswahl der Teilnehmenden:

Teilnehmende werden in einem offenen Bewerbungsverfahren ausgewählt. Die Jury wird aus Kuratoren des Projekts (Vitsche e.V. und NIAiU) sowie externen Expert:innen bestehen.

Unser Angebot: 

  • Teilnahme am Berliner Labor „Eine Reise von Gefährlich zu (Un)Sicher“
  • Honorar für Teilnahme und Erstellung des Gruppenprojekts – 1.300 Euro
  • Zugang zum Tonstudio

Unser Angebot beinhaltet nicht:
Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Nebenkosten in Berlin

Vollständige Bewerbung:
CV im PDF-Format (max. zwei Seiten) und Portfolio (max. 70 MB);
Beschreibung Ihrer künstlerischen/akademischen/beruflichen Interessen im Zusammenhang mit dem Hauptthema, die Sie mit einem Motivationsschreiben kombinieren können (bis zu 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen);

Bitte senden Sie die vollständige Bewerbung an: support.networks@vitsche.org

Bewerbungsschluss: 31.08.2024

Die Organisatoren behalten sich das Recht vor, die ausgewählten Kandidat:innen für zusätzliche Online-Interviews zu kontaktieren.

Zusätzliche Informationen:Bewerbungsunterlagen werden nur auf Englisch akzeptiert;
Kurse, Vorträge und Workshops finden in Englisch statt;

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte kateryna.tarabukina@vitsche.org

Die Ergebnisse des Auswahlverfahrens werden bis zum 05.09.2024 bekannt gegeben. Die Liste der ausgewählten Teilnehmer:innen wird veröffentlicht auf: 

– der Website von VITSCHE e.V: https://vitsche.org/ und  National Institute of Architecture and Urban Planning: https://niaiu.pl/

– auf den sozialen Medien von Vitsche: https://x.com/VitscheBerlin und https://www.instagram.com/vitsche_berlin

– auf den sozialen Medien von NIAiU: www.instagram.com/niaiupl und www.facebook.com/niaiupl
Die Organisator:innen sind nicht verpflichtet, die Entscheidungen der Jury zu begründen. Ein Beschwerdeverfahren für die ausgewählten Teilnehmer:innen ist nicht vorgesehen; das vorliegende Dokument bildet einen Anhang zum Vertrag, der mit den ausgewählten Kandidat:innen abgeschlossen wird.

Organisatoren:
Vitsche e. V.
Narodowy Instytut Architektury i Urbanistyki (NIAiU), Warschau, Polen.

Mit Unterstützung von:
Ministerium für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen

Offene Ausschreibung für Forschende aus der Ukraine, Moldau und Deutschland

Bewerben Sie sich bis 19. August unter dem Link: 

https://forms.gle/wnBqhGUykMtqzdA79

Projektübersicht: Die „Truth to Justice Platform“ ist eine internationale Initiative, die darauf abzielt, der allgegenwärtigen Bedrohung durch russische Desinformation durch ein kooperatives Netzwerk von Medien-, Kunst- und Fachleuten aus der Wissenschaft entgegenzuwirken.  

Dieses Projekt zielt darauf ab, das Bewusstsein zu schärfen und aktiv Akteur*innen in die Bekämpfung von Desinformation einzubeziehen, insbesondere im Hinblick auf die durch russische hybride Kriegsführung eingeführten Komplexitäten. Die alarmierende Verflechtung russischer Propaganda in Deutschland, insbesondere bei Personen, die etablierten Medien misstrauen, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Initiative. Der russische Einmarsch in die Ukraine hat die Situation durch systematische Desinformationskampagnen verschärft und das tägliche Leben von Millionen Menschen beeinträchtigt. Das Engagement der deutschen Regierung auf der Münchener Sicherheitskonferenz verdeutlicht die Schwere dieser Bedrohung. Die langjährigen Erfahrungen der Ukraine und Moldawiens im Kampf gegen russische Propaganda bilden eine wichtige Grundlage für dieses Projekt.  

Angesichts der Wahlen 2024 weltweit und der wachsenden Bedrohung der Meinungsfreiheit durch radikale Bewegungen und Desinformationskampagnen in sozialen Medien besteht ein dringender Bedarf an einem verstärkten internationalen Austausch von Erfahrungen und Wissen, um dieser ernsthaften Bedrohung effektiv zu begegnen.

Der Auswahlprozess für das Forschungsstipendium im Rahmen des Projekts „Truth to Justice Platform“ wird mehrstufig sein, um die Beteiligung hochqualifizierter Nachwuchsforschender aus der Ukraine, Moldawien und Deutschland zu gewährleisten.

Die Auswahl erfolgt in mehreren Stufen:

  1. Einreichung der Bewerbungen (bis 19. August, 23:59 Uhr)

Bewerbende müssen ein vollständiges Bewerbungspaket in einem einzigen PDF einreichen, das einen Lebenslauf (CV), ein Anschreiben und eine kurze Beschreibung ihres zukünftigen Projekts enthält: https://forms.gle/wnBqhGUykMtqzdA79  

NB: Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine Bestätigung erhalten, dass Ihre Bewerbung eingegangen ist!

  1. Erstprüfung (bis einschließlich 21. August)

Eine Vorauswahl wird auf Grundlage der eingereichten Bewerbungen getroffen, bei der das Komitee die Übereinstimmung der Bewerbenden mit den festgelegten Anforderungen bewertet. Nur die ausgewählten Kandidat*innen werden kontaktiert (spätestens bis zum 6. August).

  1. Interviews (21. bis 26. August)

Ausgewählte Kandidat*innen werden zu einem Online-Interview eingeladen, bei dem sie ihre Projekte ausführlicher vorstellen und die Fragen des Komitees beantworten können. Nach den Interviews wird das Komitee die endgültigen Programmteilnehmenden festlegen. Die Ergebnisse werden öffentlich bekannt gegeben.

Teilnahmeberechtigung

  1. Teilnehmende müssen Nachwuchsforschende aus der Ukraine, Deutschland oder Moldau sein:
    • Personen, die ihre Promotion nicht früher als 2021 abgeschlossen haben und mit einer akademischen Einrichtung verbunden sind,
    • Personen, die derzeit in Promotionsprogrammen studieren,
    • oder Personen, die planen, Promotionsprogramme zu beginnen,
    • oder Kommunikationspraktiker*innen, die in Bereichen arbeiten, die mit der Bekämpfung von Desinformation, Medienanalytik oder hybrider Kriegsführung in NGOs, staatlichen (zwischenstaatlichen) Institutionen oder ähnlichen Organisationen zusammenhängen.
  1. Teilnehmende müssen fließend Englisch sprechen.
  2. Teilnehmende müssen bereit sein, zu einer internationalen Plattform beizutragen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen.
  3. Akademische, politische oder mediale Veröffentlichungen sind ein zusätzlicher Vorteil.

Erwartete Forschungsergebnisse

  1. Für Promovierte und derzeitige Promotionsstudierende sowie für Kommunikationspraktiker*innen: Policy Paper

    ◦ Ein klarer Satz praktischer politischer Empfehlungen in der Informationspolitik, die auf die Kontexte der Ukraine, Moldauens oder Deutschlands oder Europas als Region zugeschnitten sind.

    ◦ Identifikation bewährter Praktiken, die unter diesen Ländern geteilt und angepasst werden können, und Schaffung eines Modells für internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Informationsstörungen.

    ◦ Das endgültige Policy Paper, etwa 9000 Wörter lang, wird bis zum 29. November geliefert. Es wird eine Zusammenfassung, eine detaillierte Analyse und umsetzbare Empfehlungen enthalten.

  1. Für angehende Promotionsbewerbende: Forschungsvorschlag

    ◦ Umfassender Forschungsvorschlag, der einen klaren Plan für eine vergleichende Studie, potenzielle Finanzierungsmöglichkeiten und Kooperationsmöglichkeiten skizziert.

    ◦ Der endgültige Forschungsvorschlag, etwa 7000 Wörter lang, wird bis zum 29. November geliefert. Er wird eine klare Forschungsfrage, einen detaillierten Forschungsplan, Methodologie und erwartete Auswirkungen enthalten.

Unser Angebot umfasst:

  • Ein dreimonatiges Online-Stipendium, betreut und unterstützt von unserem externen Experten, Dr. Dmytro Iarovyi, außerordentlicher Professor am Graduiertenbereich Sozial- und Geisteswissenschaften an der Kyiv School of Economics.
  • Entwicklung eines Policy Papers
  • Ein Stipendienprogramm, das monatlich 1.200,00 Euro gewährt
  • Teilnahme an einer Podiumsdiskussion während der Konferenz in Berlin im Dezember
  • Transport und Unterkunft in Berlin während der Konferenz
  • Veröffentlichung auf der Plattform „Truth to Justice“ und gemeinsames Policy Paper mit der KSE

Regeln des Auswahlverfahrens

  1. AI-Tools sind nur für grundlegende Bearbeitung und Formatierung von Dokumenten erlaubt. Alle wesentlichen Inhalte müssen von den Bewerbenden original und eigenständig erstellt werden.
  2. Plagiat, einschließlich der Verwendung unautorisierter AI-generierter Inhalte, ist strengstens verboten. Jeglicher Nachweis von Plagiat führt zur sofortigen Disqualifikation vom Auswahlprozess.
  3. Wir akzeptieren keine Bewerbenden, die nach einer Open-Source-Prüfung irgendeine Verbindung zu den politischen Regimen Russlands, Belarus, Iran, der Demokratischen Volksrepublik Korea oder der Syrischen Arabischen Republik haben, da diese Länder im Kontext dieses Projekts als Aggressorstaaten gelten. Die Verbindung umfasst:
  4. Aktuelle oder frühere Beschäftigung bei Regierungsinstitutionen, staatlichen Unternehmen oder Organisationen, die eng mit der Regierung dieser Länder verbunden sind.
  5. Mitgliedschaft oder aktive Teilnahme an politischen Parteien, Bewegungen oder Gruppen, die mit diesen Regimen verbunden sind.
  6. Erhalt von Stipendien, Zuschüssen oder jeglicher finanzieller Unterstützung von diesen Regierungen oder regierungsnahen Stellen.
  7. Öffentliche Unterstützung oder Förderung der politischen Agenden oder Politiken dieser Regime, sei es durch Veröffentlichungen, Medienauftritte oder Aktivitäten in sozialen Medien.
  8. Jegliche andere Verbindungen, die Bedenken hinsichtlich potenzieller Interessenkonflikte oder Vorurteile im Einklang mit den politischen Interessen dieser Länder aufwerfen könnten.
  9. Die Interviews werden von einem Auswahlkomitee geführt, das aus mindestens drei Personen besteht, die Forschende im Bereich der Sozialwissenschaften oder Praktiker*innen in den Bereichen Information und Kommunikation, nationale Sicherheit, Medien oder Journalismus sind. Die Liste der Komiteemitglieder wird nach der Auswahl veröffentlicht.
  10. Die Interviews werden über Zoom geführt und aufgezeichnet. Der Zugang zu den Interviews wird ausschließlich den Mitgliedern des Auswahlkomitees gewährt. Die Aufzeichnungen der Interviews werden am 1. September gelöscht.
  11. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: diarovyi@kse.org.ua, Dr. Dmytro Iarovyi.