Wir, die in Berlin ansässige NGO Vitsche e. V., deren Mission es ist, sicher Propaganda entgegenzuwirken und ukrainische Stimmen in Europa zu stärken, möchten unsere große Sorge über die Rückkehr der Aufführungen „Museum of Uncounted Voices“ von Marina Davydova am HAU Hebbel am Ufer äußern, die für den 2.–11. November 2025 angekündigt sind.

Als Organisation von ukrainischen Verbündeten, die in den kulturellen und politischen Sphären Berlins leben und arbeiten, bekennen wir uns zur Unterstützung der Kunstfreiheit und des offenen Diskurses. In diesem Zusammenhang schätzen wir das HAU als progressives Theater, das Künstler*innen, die ihre Projekte in ihren Herkunftsländern aufgrund politischer oder ökonomischer Repression nicht realisieren können, Räume eröffnet – und dies mit der nötigen Achtsamkeit, um sicherzustellen, dass niemand retraumatisiert oder entwertet wird. Ein solcher Ansatz ist entscheidend in einer Zeit, in der autoritäre Kräfte – auch im deutschen öffentlichen Raum – wieder an Sichtbarkeit und Einfluss gewinnen.

Gleichzeitig sind wir der Auffassung, dass kulturelle Institutionen eine ethische Verantwortung für die Narrative und die einzelnen Kunstwerke tragen, denen sie eine Bühne bieten – insbesondere in Zeiten gewaltsamer Konflikte wie des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Marina Davydova, seit Langem eine Figur des russischen Theater-Establishments, inszeniert sich als liberale Exilantin, reproduziert jedoch die Logik, die russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine erst ermöglicht. Solchen Narrativen – zumal solchen, die aus den kulturellen Eliten russlands stammen – eine Bühne zu geben, reproduziert imperiale Deutungsmuster und verwässert die Unterscheidung zwischen Aggressor und Opfer, Kolonisator und Kolonisierten. Darüber hinaus bestärkt es sogar die absurde Rechtfertigung der russischen Invasion in die Ukraine.

In diesem Sinne sind wir der Meinung, dass das Stück „Museum of Uncounted Voices“ kein Akt einer „raffinierten Reassertion“ eines russischen Exzeptionalismus ist, der sich als Ironie und Selbstviktimisierung tarnt. Ohne angemessene Kontextualisierung wird eine solche Rahmung gefährlich, irreführend und unsensibel gegenüber den Bevölkerungsgruppen, die heute unmittelbar von der russischen Aggression betroffen sind.

Komplexität nicht zu behandeln, verstärkt Propaganda

Davydova gestaltet ihre Bühne als Pseudo-Museum der „russischen Größe“. Die eröffnende Episode verknüpft imperiale Ekstase mit gängigen Propagandabehauptungen aus russland; unter zahlreichen falsifizierten „Fakten“ wird etwa die Annexion ukrainischer Gebiete wie Cherson und Krim als „freiwilliger Anschluss“ bezeichnet. Solche Aussagen im öffentlichen Raum ignorieren heute, dass sie traumatisierend und triggernd wirken, wenn sie nicht sauber kontextualisiert sind. Davydova selbst bemerkte, dass Teile des Publikums auf solche Aussagen alarmiert reagierten und sie nicht als Satire, sondern als Bestätigung russischer Territorialansprüche verstanden: „Wenn der Schauspieler sagt: ‚Cherson, Sewastopol, das schöne Odessa – das sind unsere Städte‘, stand eine Frau – ich nehme an, sie ist Ukrainerin – auf und schrie, das sei furchtbar, so etwas dürfe man nicht sagen, und nahm es wörtlich.“ (Interview mit Radio Swoboda, 31. Mai 2023). Anstatt die dramaturgische Verantwortung für solche Fehllektüren anzuerkennen, weist Davydova diese Reaktionen als Missverständnis des Publikums zurück – mit der Implikation, Kritiker*innen fehle lediglich die Raffinesse, die Ironie zu begreifen. Diese Herablassung gegenüber dem Publikum – insbesondere gegenüber Menschen, deren Länder und Leben direkt betroffen sind – offenbart eine Hierarchie, in der Davydovas „riskante künstlerische Provokation“ als per se legitim gilt, während die gelebten Erfahrungen der direkt Betroffenen als irrational oder übermäßig emotional abgetan werden.

Aneignung kolonialisierter Stimmen

In den folgenden Szenen maßt sich die Regisseurin an, im Namen von fünf Nationen zu sprechen, die historisch unter russischer und sowjetischer Herrschaft litten – Ukraine, Belarus, Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Sie erfindet fiktive Dialoge zwischen diesen Nationen, in denen sie sich darüber streiten, „wer mehr gelitten habe“, als seien ihre Geschichten von Gewalt, Genozid und Kolonisierung austauschbar. Davydova unterstreicht dies mit einer „Kurzoper“, in der alle Figuren singen: „Wir sind die Opfer, wir sind die Hauptopfer“ – und reduziert damit die antikolonialen Kämpfe dieser Nationen zu einer Karikatur eines Wettbewerbs um Opferstatus.

Die Inszenierung zeigt keine Anzeichen ernsthafter Recherche, Konsultation oder Einbindung der Communities, deren Geschichte sie sich anmaßt zu erzählen. Es beunruhigt uns, dass in einer antikolonialen Institution ein derart koloniales Vorgehen eine Bühne findet. Stattdessen werden die Perspektiven dieser Communities ausschließlich durch Davydovas eigenen Interpretationsrahmen gebrochen – geprägt von einer russisch geprägten Weltsicht. In dieser Struktur werden Identitäten, die von imperialer Unterwerfung gezeichnet sind, zu Stereotypen eingeebnet; ihre Erfahrungen werden zum Material eines Theaterkonzepts, statt Gegenstand sinnvoller Repräsentation zu sein. Das Ergebnis ist die Reproduktion einer vertrauten Hierarchie: Eine russisch kodierte Perspektive bleibt zentral, während die Erfahrungen und Geschichten ehemals dominierter Nationen einer anderswo konstruierten Erzählung untergeordnet werden.

Im politischen und dokumentarischen Theater erfordern Repräsentationspraktiken Verantwortung: Marginalisierte Stimmen zu „zentrieren“, ohne Zusammenarbeit, ohne Einverständnis oder ohne kontextuelle Genauigkeit, ist keine Neutralität, sondern eine Fortsetzung genau jener verallgemeinernden und identitätsauslöschenden Strukturen, die das Kunstwerk zu hinterfragen behauptet – im Falle russlands nicht selten gefolgt von militärischer Gewalt.

Wir ersuchen das HAU Hebbel am Ufer, die Konsequenzen einer Aufführung ohne sorgfältige Kontextualisierung eingehend zu prüfen. Bitte verzichten Sie auf eine Präsentation in der aktuellen Form und entwickeln Sie stattdessen einen kuratorischen Rahmen, der imperiale Narrative klar benennt und nicht reproduziert, die Perspektiven der unmittelbar Betroffenen einbezieht und eine informierte, verantwortungsvolle Repräsentation gewährleistet.

Wir schreiben diesen Brief nicht, um zum Schweigen zu bringen, sondern um Verantwortung einzufordern – um daran zu erinnern, dass Neutralität in Zeiten wachsender autoritärer Bedrohungen und eines brutalen Krieges eine Form der Komplizenschaft ist. Wir stehen für einen künstlerischen Dialog, der ethisch fundiert und historisch bewusst ist – nicht für die Normalisierung imperialer Traumata-Narrative oder die Reproduktion schädlicher Machtstrukturen auf der Bühne.

Wir laden das HAU ein, in einen offenen Austausch mit Vertreter*innen der betroffenen Communities in Berlin zu treten, um sicherzustellen, dass die Bühne ein Ort der Gerechtigkeit bleibt – nicht der Verzerrung.

Open Letter to HAU from Vitsche e.V. Marina Davydova.docx

Mit schwerem Herzen geben wir den Tod von Dr. Richard Herzinger bekannt – einem brillanten Journalisten, scharfsinnigen politischen Essayisten und standhaften Freund der Ukraine.
Seine präzise, kompromisslose und furchtlose Stimme wird uns erhalten bleiben. Wir hoffen, dass seine Worte und Überzeugungen noch lange nachhallen werden.

Von seinen Frankfurter Wurzeln bis zu seiner Berliner Wirkungsstätte baute Richard sich einen Ruf auf – nicht nur als Kommentator, sondern als moralisches Gewissen der deutschen Gesellschaft.
Er stellte sich gegen den Zeitgeist, prangerte die Selbstzufriedenheit mancher Teile der Linken an, die „das russische Narrativ“ übernahmen, und beharrte darauf, dass „Europas Schicksal mit der Souveränität der Ukraine steht und fällt“.
Er war ein scharfer Kritiker rechter wie linker Populisten; er entlarvte oberflächliche Friedensillusionen, verurteilte Verrat, der sich als Diplomatie tarnt, und erinnerte uns daran, dass Freiheit und Wahrheit Mut erfordern.

Er schrieb unter anderem für Die Zeit, Die Welt, Tagesspiegel, NZZ, Zeitschrift Internationale Politik, Perlentaucher Kulturmagazin, das ukrainische Magazin Tyzhden und viele weitere Publikationen.

Richard suchte keine Popularität durch beschwichtigende Worte. Er suchte den Konflikt, die intellektuelle Schärfe und die moralische Klarheit.
Seine Essays konfrontierten die deutschen und europäischen politischen Kreise mit Wahrheiten, die viele lieber nicht hören wollten – und als der modische Konsens in Deutschland gegenüber der Ukraine abkühlte oder gleichgültig wurde, blieb er standhaft.
Er verstand immer, was Russland ist – 2008, 2014 – immer dieselbe Realität, auch wenn er in Deutschland oft allein damit stand.
Er warnte vor dem Projekt Nord Stream 2, als es noch als selbstverständlicher Fortschritt gefeiert wurde. Für diesen Mut wurde er häufig aus dem Mainstream ausgeschlossen und in einer Kultur marginalisiert, die an Einigkeit mangelte.

Er stand für die Ukraine, für eine starke osteuropäische Region – als wesentlichen Teil eines starken europäischen Erbes.

Für uns bei Vitsche war es eine große Ehre, mit Richard zusammenzuarbeiten und Ideen sowie Projekte mit ihm zu teilen.
Mit einem so scharfsinnigen Geist und großzügigen Menschen Seite an Seite zu arbeiten, war ein Privileg sondergleichen.
Wir sind zutiefst dankbar für die Möglichkeit, mit Dr. Herzinger zusammengewirkt zu haben, um Wahrheit zu verstärken und neue Zuhörerschaften zu erreichen.
Es war uns eine Ehre, dass Richard seit Beginn von Russlands großangelegter Invasion in der Ukraine an all unseren Demonstrationen teilnahm.
Er war ein engagierter Teilnehmer und Mitgestalter fast all unserer öffentlichen Veranstaltungen und zeigte so seine feste Verbundenheit mit der Ukraine.

Wir laden alle ein, die freies Denken schätzen, die die Ukraine lieben und denen ein starkes und gerechtes Europa am Herzen liegt – lest seine Texte, setzt euch mit seinen Argumenten auseinander, diskutiert und führt sein Werk fort.
Das Archiv, das diese Wahrheiten bewahrt, ist mehr als ein Denkmal – es ist ein Feuer, das weiter brennen soll.
Wir sind überzeugt, dass Dr. Herzingers Analysen und Warnungen noch viele Jahre relevant bleiben werden.

In jedem seiner Essays, Artikel, Anklagen und Bekenntnisse lebt Richard Herzingers Stimme weiter – sie ruft uns zu größerer Treue gegenüber der Wahrheit, zu Mut in der Politik und zu Solidarität mit jenen, die für die Freiheit kämpfen.

„Flucht“ ist eine Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen in Berlin. Sie zeigt Geflüchtete, die nach russlands Angriff auf die Ukraine ihre Heimat verlassen mussten. Es werden Ukrainer*innen und Russ*innen gezeigt. Das klingt zunächst empathisch –  ist aber nicht wertneutral.

 

„Es geht um ukrainische Kriegsflüchtlinge und russische Emigrant*innen.
Beide konnten nicht mehr in ihrer Heimat bleiben.“ „Wir wollten ihr Trauma mit Empathie zeigen und ihre Würde bewahren.“

 

Warum ist dieses Framing problematisch?
Ukrainer*innen und russ*innen als gleichermaßen Vertriebene darzustellen,
schafft eine falsche moralische Gleichsetzung zwischen realen Kriegsopfer und Menschen, die aus dem Land stammen, welches den Angriff gestartet hat. Es ersetzt Wahrheit durch Bequemlichkeit – und Gerechtigkeit durch Ästhetik.

 

Wovor Ukrainer*innen fliehen – und wovor russ*innen fliehen
Ein solches Framing verzerrt die Machtverhältnisse dieses Krieges.
Es suggeriert, all diese Menschen seien vor vergleichbaren Gefahren geflohen – doch das stimmt nicht.

Ukrainer*innen fliehen vor Invasion, Besatzung, Massenmorden und der Zerstörung des zivilen Lebens. russ*innen fliehen vor Einberufung, Sanktionen oder dem Unbehagen mit ihrem eigenen Regime.

 

„Empathie“ ohne Verantwortung ist Vermeidung
Wie eine Kuratorin sagte: „Es geht darum, das Trauma mit Empathie zu zeigen.“
Doch Empathie, die Verantwortung ausblendet, ist keine Empathie – sie ist Verdrängung.

Wenn Kunst Opfer und Bürger*innen des Aggressorstaat gleich behandelt, 
entpolitisiert sie Gewalt und fördert die Ästhetik des Unrechts.

 

„Russlands Opferdiskurs ist Teil des Verbrechens.“— Timothy Snyder
Viele russische „Geflüchtete“ haben den Krieg nie öffentlich verurteilt, um sich stets eine Rückkehr, auch in das Regime, offenzuhalten. Manche wiederholen außerdem weiter imperiale Narrative über die Nachbarstaaten. Sie als unschuldige Opfer darzustellen, verschleiert Mitverantwortung, nicht Widerstand. So wird russlands Rolle als Aggressor abgeschwächt – und ukrainische Forderungen nach Aufklärung und Gerechtigkeit untergraben.

 

Wenn „gemeinsames Leid“ Gerechtigkeit zum Schweigen bringt
Solche Projekte verwischen das ukrainische Leid.
Sie verwandeln eine brutale Invasion in eine vermeintlich gemeinsame humanitäre Tragödie.

„Alle Geflüchteten leiden“ klingt mitfühlend – doch in diesem Krieg ist es eine Form moralischer Blindheit. Es verwischt Verantwortung, setzt Schuld gleich und lässt die Grenze zwischen Täter und Opfer verschwimmen.

 

Wessen Geschichten stehen im Mittelpunkt?
russische Stimmen bleiben im Zentrum, ukrainische am Rand. Die alten Hierarchien bestehen fort – das ist keine Dekolonisierung.

 

Kunst ist niemals neutral
Schon gar nicht im Krieg. Die Entscheidung, Opfer und Täter zusammen darzustellen, ist kein Zeichen des Friedens – sondern ein Akt der Entpolitisierung. Sie stellt Bequemlichkeit über Gerechtigkeit, Versöhnung über Widerstand, und Schweigen über Wahrheit.

 

Echte Empathie beginnt mit Wahrheit

Wir rufen kulturelle Institutionen und Kurator*innen dazu auf:

— Ukrainische Stimmen und Handlungsmacht zu priorisieren

— russische Verantwortung zu benennen

— Das Framing einer „geteilten Tragödie“ zu vermeiden

— Die Asymmetrie – militärisch, politisch und moralisch – sichtbar zu machen

Denn Kunst hat Macht.
Und Macht bedeutet Verantwortung.

📅 24.08.2025

🕓 16:00–18:00 Uhr

📍 Blaue Kirche (Breitscheidplatz) → Brandenburger Tor

 

Auch in diesem Jahr gehen wir wieder auf die Straßen Berlins – nicht nur, um zu feiern, sondern auch, um uns zu erinnern.

 

Um uns daran zu erinnern, dass die Unabhängigkeit kein Geschenk war – wir haben sie wiederhergestellt. Und seit 1991 mussten wir sie immer wieder verteidigen – durch Revolutionen, Widerstand und Krieg.

Die diesjährige Demonstration steht unter dem Motto „Die Zukunft braucht Erinnerung“ – denn wir wissen:

❗️ Erinnerung hilft, die Wiederholung vergangener Fehler zu verhindern.

❗️ Erinnerung widersteht kolonialer Auslöschung und Propaganda.

❗️ Erinnerung ist Teil unserer nationalen Identität

❗️ Ohne Erinnerung an den Weg, den wir gegangen sind, kann es keine freie Zukunft geben

 

Unser Marsch wird dringende Forderungen stellen:

Die Rückkehr von über 200.000 ukrainischen Zivilisten – darunter Tausende von Kindern –, die illegal nach Russland deportiert wurden.

Die Freilassung der ukrainischen Kriegsgefangenen, die noch immer in russischer Gefangenschaft sind.

Die Fortsetzung der internationalen Partner- und Verteidigungsunterstützung zur Wahrung der Souveränität der Ukraine

Die Anerkennung, dass der Kampf der Ukraine ein europäischer Kampf ist – für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Die Ehrung derer, die ihr Leben geopfert haben, Angehörige verloren haben und unter dem russischen Angriffskrieg gelitten haben.

Ihre Anwesenheit wird zeigen, dass die Verteidiger der Demokratie weltweit vereint sind, um die Souveränität der Ukraine und das Recht ihres Volkes auf ein Leben in Frieden zu unterstützen.

📌 Wenn Sie eine Organisation vertreten und mit einer eigenen Kolonne an der Demonstration teilnehmen möchten, füllen Sie bitte das Formular aus: https://forms.gle/UB3fXEHhp1xb5upN8

Am 22. Juli 2025 hat das ukrainische Parlament das Gesetz Nr. 12414 verabschiedet, das die wichtigsten Antikorruptionsbehörden der Kontrolle des Generalstaatsanwaltes unterstellt.

Einfach erklärt:
Das NABU (Nationales Antikorruptionsbüro der Ukraine) und die SAPO (Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft) waren bisher unabhängig — sie untersuchten Korruption in der Regierung, auch im Umfeld des Präsidenten.

Künftig wird ihre Arbeit von einer Struktur kontrolliert, die dem Generalstaatsanwalt unterstellt ist — und dieser wird vom Präsidenten ernannt. Das heißt: Die Ermittler müssen jetzt jenen Rechenschaft ablegen, die sie eigentlich untersuchen sollen.

Das untergräbt die unabhängige Aufsicht, die seit der Revolution der Würde 2014 aufgebaut wurde, und verstößt gegen die EU-Beitrittskriterien.

Wie reagieren die Ukrainer:innen?

Diese Entscheidung hat die größten Proteste seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 ausgelöst. Bürger:innen, Veteranengruppen, Aktivist:innen, Journalist:innen und Jurist:innen gingen in Kyjiw, Lwiw, Dnipro und Odesa auf die Straße.

Die Menschen forderten den Präsidenten auf, das Gesetz nicht zu unterzeichnen, um die Unabhängigkeit der Antikorruptionskontrolle zu bewahren. Sie demonstrieren für ihr Land – um den demokratischen Weg und das internationale Vertrauen zu schützen.

Am Abend des 22. Juli unterzeichnete Präsident Selenskyj dennoch das Gesetz Nr. 12414 – trotz des öffentlichen Drucks durch die Proteste.

Wie könnte russland das ausnutzen?

Innere politische Krisen sind idealer Treibstoff für russische Propaganda.

Durch Desinformation, Fake-Narrative und gezielte Manipulation versucht der Kreml, die westliche Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

Doch das trifft nicht die Regierung, sondern die Fähigkeit der Ukraine, sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen.

Was können wir tun?

    1. Bleibt wachsam gegenüber russischer Desinformation – sie werden versuchen, solche Situationen für ihre eigenen Interessen auszunutzen. Vertraut deshalb unabhängigen ukrainischen Medien.
  • Erinnert Politiker:innen und Gesellschaften in der EU daran:

Ukrainer:innen sind enttäuscht von diesem Gesetz, gehen auf die Straße und leisten Widerstand. Gerade jetzt geht es darum, die Ukraine zu unterstützen. Denn weniger  Unterstützung trifft nicht “die da oben”, sondern die Menschen, die jeden Tag kämpfen — an der Front, in Kliniken, in zerstörten Städten. Stellt euch  an die Seite der Ukraine — aus Loyalität gegenüber denen, die mutig für Demokratie und Freiheit einstehen.

  • Unterstützt die ukrainischen Verteidigungskräfte

Die Ukraine braucht uns – und sie braucht uns jetzt. Vor allem die Verteidigungskräfte stehen vor enormen Herausforderungen, um das Land und seine Menschen zu schützen.

Unterstützt verlässliche Hilfsfonds oder Einheiten direkt – damit lebenswichtige Ausrüstung ankommt, wo sie gebraucht wird.

Was jetzt notwendig ist:

  • Druck der Institutionen wie des IWF und der EU auf die Machtstrukturen der Ukraine.
  • Aufhebung der Visafreiheit für diejenigen, die für das Gesetz Nr. 12414 gestimmt haben.
  • Sanktionen gegen Amtsträger:innen, die für dieses Gesetz gestimmt oder es vorangetrieben haben

Gemeinsam mit GZA Europe organisieren wir erneut eine Demonstration gegen den Auftritt von Anna Netrebko beim Classic Open Air Festival in Berlin.

📅 21. Juli, 18:00–21:00 Uhr
📍 Gendarmenmarkt, Berlin

Dieses Mal bereiten wir etwas Besonderes vor.

Wir wollen allen zeigen, die zu diesem Konzert kommen: Es ist beschämend, einer Unterstützerin Putins eine Bühne zu bieten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die gesamte Zeit sichtbar bleiben.

 Was ist da los?

  • Am 21. Juli 2025 wird Anna Netrebko beim Classic Open Air Festival auf dem Gendarmenmarkt Berlin auftreten.
  • Auf der teilweise mit öffentlichen Mitteln des Berliner Senats finanzierten Plattform VisitBerlin.de wird Netrebko’s Auftritt als „Top-Veranstaltung“ beworben.

Warum Netrebko auf keiner Bühne stehen sollte?

2010: Auftritt im Kleid mit der Aufschrift „Nach Berlin!“ und dem St.-Georgs-Band – heute Symbole russischer Kriegspropaganda.

2012: Im Jahr 2012 sprach sie sich für die „Wahl“ Wladimir Putins zum russischen Präsidenten aus. 

2014: Spende von 1 Mio. Rubel an Separatisten in Donezk. Posierte mit der Flagge von „Noworossija“ – Symbol der russischen Besatzung.

2021: Geburtstag im Kreml, persönliche Grüße von Putin.

Seit 2007 ist Netrebko Patin eines SOS-Kinderdorfs in Tomilino bei Moskau.

2022 wurden genau dorthin ukrainische Kinder deportiert – Kinder, die gewaltsam aus ihrem Land verschleppt und für russische Propaganda genutzt wurden.

Netrebko hat sich dazu nie geäußert und ihre Patenschaft bis heute nicht beendet – obwohl die Verschleppung von Kindern laut Genozid-Konvention (1948) als  klarer Tatbestand des Völkermords gilt.

Bis heute: Keine klare Distanzierung. Kein Wort zum Aggressor. Stattdessen Klagen über „Russophobie“.

 Was haben wir getan?

Wir haben erneut einen offenen Brief an die Berliner Verantwortlichen geschickt – adressiert an das Rote Rathaus, das Classic Open Air Festival am Gendarmenmarkt, die DEAG Classics AG sowie die Plattform VisitBerlin.de. Eine Antwort steht bislang aus. 

Bereits 2023 hatten wir anlässlich von Anna Netrebkos erstem Auftritt in Berlin nach Beginn der russischen Vollinvasion einen offenen Brief verfasst. 

Der Brief wurde von zahlreichen Organisationen und renommierten Persönlichkeiten unterzeichnet – darunter Timothy Snyder, Oleksandra Matviichuk und viele mehr.

📄 Den vollständigen Text des aktuellen offenen Briefs findet ihr im angehängten Dokument.

OFFENER BRIEF 3_ Keine Bühne für Anna Netrebko!

Was kannst du tun?

  •  Komm zur Demo:
    📍 Gendarmenmarkt, Berlin
    🗓 21. Juli 2025, 18:00 Uhr
  •  📩 Schreib den Verantwortlichen:
    info@deag.de | tickets@classicopenair.de
    *Wir bitten Sie, sich an die Regeln des deutschen Rechts auf Meinungsfreiheit 
zu halten.
  • Teile diesen Aufruf – Kunst darf keine Propaganda legitimieren.

🙏 Danke an alle, die unsere Arbeit unterstützen – eure Solidarität trägt unsere Proteste, Recherchen und Aktionen. Wenn ihr könnt, helft uns mit einer Spende, damit wir weiter laut und sichtbar bleiben können: https://vitsche.org/donate/

Vitsche fordert nochmals mit Nachdruck die sofortige Schließung des weiterhin betriebenen „russischen Hauses“ in der Berliner Friedrichstraße. Es ist inakzeptabel, dass diese Einrichtung als direkter Arm des vom Kreml gesteuerten Propagandanetzwerks weiterhin ungehindert im Zentrum der deutschen Hauptstadt operieren kann. Während russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt, dient dieses Gebäude als ideologische, politische und logistische Plattform für die subversiven Ziele des Kremls.

Keine öffentliche Finanzierung für Kreml-Softpower

Obwohl Rossotrudnichestvo – die russische Staatsagentur, die das russische Haus betreibt – seit 2022 auf der EU-Sanktionsliste steht, wird die Einrichtung in Deutschland weiterhin indirekt finanziert. Die Bundesregierung zahlt weiter jährlich Grundsteuer für das Gebäude – zuletzt 70.000 Euro aus öffentlichen Mitteln. Währenddessen fliegen russische Raketen auf ukrainische Städte und Dörfer und zerstören das Land. Das ist die russische Kultur, welche die Ukraine jeden Tag erfährt. Sie zu tolerieren gefährdet auch die deutsche und europäische Sicherheit.

Ein Zentrum der Propaganda, nicht der Kultur

Die EU hat Rossotrudnichestvo als Netzwerk von Einflussagenten identifiziert. Das russische Haus „vermittelt“ keine Kultur – es verharmlost Kriegsverbrechen, legitimiert imperiale Narrative und fördert rechte und pro-russische Aktivisten in Deutschland. Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft, der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung und zahlreicher Journalist:innen zeigen ein Netzwerk aus sanktionierten Akteuren, Extremisten und russischen Geheimdienstler:innen, das von diesem Gebäude aus operiert.

Das russische Haus hat wiederholt gegen Sanktionen verstoßen, indem es Einnahmen aus Sprachkursen, Workshops, Filmvorführungen und Gastronomie erzielt hat. Diese Vorgänge sind keine Einzelfälle – sie sind andauernde, eklatante Verstöße gegen EU-Recht. Besucher:innen können einfach hereinkommen, bar bezahlen und an einem vollen Veranstaltungsprogramm teilnehmen – während Berliner Behörden tatenlos zusehen.

Deutschlands stillschweigende Rückkehr zur kulturellen Diplomatie mit russland

Während in Deutschland die neue Regierung noch über die Verhängung und Durchsetzung weiterer Sanktionen debattiert wird, nimmt das Goethe-Institut mit Zustimmung des Auswärtige Amts wieder kulturelle Programme in russland auf. Nachdem 2022 viele Aktivitäten eingefroren wurden, werden nun wieder Mobilitätsstipendien, Ausstellungen und Künstler:innen-Austausche angeboten – finanziert von deutschen Steuerzahler:innen.

Ein aktueller Open Call des Goethe-Instituts, in Anlehnung an Caspar David Friedrich, spricht vage von „bewaffneten Konflikten“ und „Migrationsbewegungen“, ohne russland als Aggressor zu benennen. Diese Sprache spiegelt Kreml-Desinformation wider, die die Verantwortung auf eine diffuse „globale Instabilität“ schiebt – und den russischen Angriffskrieg entpolitisiert.

In der Arbuzz Gallery in Moskau werden öffentlich finanzierte Ausstellungen gezeigt, in denen sowjetische Symbole, rote Sterne und militaristische Bilder als vermeintlich harmloses „Erbe“ inszeniert werden – während das russische Militär ukrainische Städte zerstört. Dieses ästhetische Reinwaschen imperialer Gewalt ist ethisch nicht vertretbar.

Wir fordern die Bundesregierung auf, alle rechtlichen Mittel zur Schließung des russischen Hauses zu nutzen

Wir fordern die Bundesregierung, das Auswärtige Amt, den Berliner Senat und das Bundesfinanzministerium auf, sämtliche verfügbaren rechtlichen Instrumente nach zu nutzen, um das russische Haus zu schließen. Zudem möchten wir unsere öffentliche Einladung an die Vertreterin bzw. den Vertreter des Auswärtigen Amtes für ein öffentliches Interview während unserer Demonstration am 25. Juni aussprechen. Es ist Zeit zu reden.

Wir brauchen einen rechtlichen Präzedenzfall: Die Durchsetzung von Sanktionen umfasst das Verbot der Einnahmenerzielung und der kommerziellen Nutzung eingefrorener Vermögenswerte. Das Gebäude ist kein neutraler Ort – es ist der Berliner Hauptsitz einer sanktionierten staatlichen Agentur unter direkter Kontrolle des russischen Außenministeriums. Damit erfüllt es die Voraussetzungen für eine Vermögenssperre und Betriebsschließung nach geltendem EU-Recht.

Unsere Forderungen:

  • Sofortige Schließung des russischen Hauses und kompromisslose Durchsetzung der EU-Sanktionen
  • Anwendung von Sanktionen und Immobilienrecht zur vollständigen Stilllegung aller kommerziellen Aktivitäten vor Ort
  • Beendigung jeglicher öffentlicher Finanzierung sanktionierter Einrichtungen – direkt oder indirekt
  • Untersuchung aller finanziellen Transaktionen und organisatorischen Partnerschaften im Zusammenhang mit dem russischen Haus
  • Aussetzung des Kulturaustausches des Auswärtigen Amts und des Goethe-Instituts mit russischen Institutionen und Einzelpersonen, bis politische und juristische Rechenschaftsmechanismen für russische Verbrechen etabliert sind
  • Überprüfungen russischer Staatsangehöriger, die Kunst- und Kulturförderung aus deutschen Steuergeldern erhalten
  • Keine Doppelstandards: Die deutsche Unterstützung für die Ukraine wird untergraben, wenn gleichzeitig russischer Einfluss geduldet wird

Keine Kultur-Diplomatie, während Kriegsverbrechen begangen werden
Keine Euphemismen mehr. Keine Neutralität, die sich als Friedensarbeit tarnt. Deutschland darf keine russische Propaganda finanzieren, auch nicht indirekt – weder in Berlin, noch in Moskau oder anderswo.

Vom 12. Juni bis zum 31. Juli laden wir jeden Donnerstag zu einer Reihe intimer Vorträge und Gespräche ein. Es geht um die Ukraine — durch die Linse von Erinnerung, Musik, Identität und Geopolitik.

Diese Donnerstagabende laden ein zum Nachdenken, zum Dialog und zur Begegnung — bei einem Glas Wein und offenem Mindset im gemütlichen Berliner Stadtteil Wedding.

Unsere Gäste — Wissenschaftlerinnen, Intellektuelle, Musikerinnen und Autor*innen — sprechen über das, was die Ukraine heute prägt und Europa verändert.

Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Berlin, Wedding
Die genaue Adresse erhalten Sie nach der Anmeldung: Link für die Anmeldung

Eintritt gegen Spende (ab 7 € – ein Glas Wein inklusive)
Begrenzte Plätze – Anmeldung erforderlich
Sprache der Abende: Deutsch und Englisch

Das Programm:

Juni 12 | 18:30

Prof. Dr. Yulia Shtaltovna 

Professorin für internationales und interkulturelles Management und Studiendekanin des IBM-Studiengangs an der Hochschule Fresenius in Berlin.

Was die Welt von der Ukraine lernen kann

In diesem Vortrag reflektiert Prof. Dr. Yulia Shtaltovna darüber, wie die ukrainische Gesellschaft angesichts des umfassenden Krieges eine bemerkenswerte Resilienz, Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit gezeigt hat – Qualitäten, die wichtige Lektionen für den Rest der Welt bereithalten.

Auf Grundlage ihres kürzlich gemeinsam mit Valerii Pekar verfassten Artikels für New Eastern Europe zeigt sie auf, wie Ukrainerinnen und Ukrainer Krisen in Chancen für Einheit, Wachstum und zivilgesellschaftliche Stärke verwandeln – und wie diese Strategien auch andere Gesellschaften in Zeiten des Umbruchs inspirieren könnten.

Der Abend findet in englischer Sprache statt.

Juni 26 | 18:30

Nikolai Klimeniouk

Journalist

Jenseits der Propaganda: Wie russische Influencer und Regimekritiker dem Kreml in die Hände spielen

Während die russische Propaganda und ihre Verbündeten in westlicher Politik und Medien behaupten, der Krieg russlands gegen die Ukraine sei vor allem die Schuld des Westens und präsentieren russland als sicherheitsbedacht und friedenswillig, bestärken selbst Regimekritiker das Narrativ, indem sie es als allmächtig, stabil, aber unberechenbar und kompromisslos darstellen.

Die Vorstellung, dass putins Regime in erster Linie auf Machterhalt und finanziellen Gewinn ausgerichtet ist und nicht auf breite gesellschaftliche Unterstützung zählt, entspricht zwar nicht der offiziellen Kreml-Erzählung – ist jedoch nützlich, da sie zu Verhandlungen und Kompromissen anregt.

Der Abend findet in englischer Sprache statt.

Juli 03 | 18:30

Prof. Andrii Portnov

Professor für Verwickelte Geschichte der Ukraine an der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder)

Deutschland und die Ukraine – Gibt es Chancen für mehr Verständnis und echte Partnerschaft?

In diesem aufschlussreichen Vortrag beleuchtet der Historiker und Intellektuelle Prof. Andrii Portnov die komplexen Beziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland – in Vergangenheit und Gegenwart. Warum halten gegenseitige Missverständnisse trotz gemeinsamer Interessen an? Welche historischen und politischen blinden Flecken stehen einem gleichberechtigten und offenen Dialog im Weg? Und welche Schritte sind notwendig, um im Kontext von Krieg, europäischer Integration und Erinnerungspolitik eine echte Partnerschaft aufzubauen?

Prof. Andrii Portnov teilt dabei seine Erfahrungen aus zehn Jahren akademischer und zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Deutschland.

Der Abend findet in englischer Sprache statt.

Juli 10 | 18:30

Yuriy Gurzhy

Musiker, Komponist, DJ und Autor

An aquarium full of keys. Kharkiv and the pictures of my father

Im Herbst 2025 erscheint bei der Edition Frölich sein zweites Buch: „Ein Aquarium voller Schlüssel. Charkiw und die Bilder meines Vaters“ – eine Sammlung von Kurzgeschichten über seine jüngsten Reisen in die Heimat, begleitet von Fotografien aus dem Archiv seines Vaters, Alexander Gurzhy.

An diesem Abend liest Gurzhy aus dem entstehenden Werk, zeigt ausgewählte Bilder – und wird möglicherweise auch musikalische Akzente setzen.

Der Abend findet in deutscher Sprache statt.

Juli 17 | 18:30

Dr. Stefanie Eisenhuth

Postdoktorandin und Professorin an der Universität Greifswald sowie Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung.

Deutsche „Aufarbeitung“: Mythen, Herausforderungen und ihre politische Wirkung

An diesem Abend geht es um den komplexen Prozess der Aufarbeitung – Deutschlands Auseinandersetzung mit seiner NS-Vergangenheit – in Ost- und Westdeutschland nach 1945. Ein einführender Vortrag skizziert, wie beide deutsche Staaten sich dieser Geschichte stellten – oder ihr auswichen.

Im zweiten Teil liegt der Fokus auf blinden Flecken der deutschen Erinnerungskultur: Warum und wie wurden die Erfahrungen Ost- und Mitteleuropas marginalisiert?

Vor dem Hintergrund von russlands Krieg gegen die Ukraine wird diskutiert, wie diese Erinnerungslücken öffentliche Haltungen und politische Reaktionen auf die aktuelle Aggression prägen.

Der Abend findet in englischer Sprache statt.

Juli 24

Ostap Sereda

Wird noch bestätigt

Juli 31

Viktoria Sereda

Wird noch bestätigt


Link für die Anmeldung