Zusammen mit 38 Organisationen und über hundert Professor*innen, Expert*innen und Unterstützenden aus unterschiedlichen Ländern, darunter hochkarätige Stimmen wie Michael Beckerman, Franziska Davies, Moritz Eggert, Eugene Finkel, Oleksandra Matviichuk und Timothy Snyder, richten sich Vitsche e.V. und die Bürgerinitiative INFRA direkt an den Regierenden Bürgermeister Berlins Kai Wegner, an Senator Joe Chialo und vor allem an Matthias Schulz, den Intendanten der Staatsoper Berlin, mit der aufrichtigen Bitte die Auftritte von Anna Netrebko in der Staatsoper Berlin ab dem 15. September abzusagen und einer Unterstützerin des russischen Regimes keine Bühne zu bieten. Vitsche und INFRA planen zusätzlich eine Demonstration am Tag des Auftritts ab 18:30 Uhr vor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, sollten die Auftritte von Anna Netrebko in Berlin nicht abgesagt werden.
Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Kai Wegner,
Sehr geehrter Herr Senator Joe Chialo,
Sehr geehrter Herr Intendant Matthias Schulz,
Mit diesem Brief möchten wir, Vitsche e.V. und die Bürgerinitiative INFRA, sowie alle Unterzeichner*innen, unseren Protest gegen den geplanten Auftritt von Anna Netrebko in der Staatsoper Berlin am 15. September zum Ausdruck bringen.
Dies wird der erste Auftritt der Opernsängerin Anna Netrebko in Berlin seit dem vollständigen Einmarsch Russlands in die Ukraine sein.
Damit tritt eine Künstlerin in einem öffentlich finanzierten Theater in Berlin auf, die in der Vergangenheit mehrfach und explizit als Unterstützerin des diktatorischen und menschenverachtenden Regimes des derzeitigen Russlands aufgetreten ist und die sich – anders als es die Staatsoper Berlin darstellt – auch nach Februar 2022 weder von dieser Unterstützung distanziert noch dafür um Entschuldigung gebeten hat.
Es gibt zahlreiche Beispiele für ihre Unterstützung des russischen Regimes:
Die Zusammenarbeit der Staatsoper Berlin mit einer solchen Künstlerin ist nicht nur unsolidarisch gegenüber Ukrainer*innen, es stellt auch einen Affront gegenüber allen Menschen dar, die sich eine eindeutige Positionierung deutscher Kulturschaffender gegen Russlands imperialen Krieg gegen die Ukraine wünschen. Dieser Krieg geht uns alle an, er bedroht nicht nur die Ukraine, sondern die demokratische Welt und die europäische Friedensordnung.
In Situationen, in denen ein Staat, in diesem Fall Russland, eine bewaffnete Aggression, einen Krieg gegen einen anderen freien und souveränen Staat ausübt, und wenn diese Aggression nicht das einzige Beispiel für Russlands imperiale Pläne und Handlungen ist (denken Sie an die Annexion der Krim im Jahr 2014, den Krieg in Georgien im Jahr 2008 oder die Bombardierung der Zivilbevölkerung Syriens, um den Diktator Assad an der Macht zu halten), wird seine Kultur zwangsläufig in Verbindung mit seiner politischen Agenda gebracht. Kunst und Kultur sind niemals “unpolitisch” und dafür ist Anna Netrebko ein hervorragendes Beispiel.
Russland instrumentalisiert nicht nur seine eigene jahrhundertealte Kultur, sondern auch seine berühmten zeitgenössischen Persönlichkeiten für politische Zwecke im Kampf gegen den „Westen“. Mithilfe seiner sogenannten “Soft Power” verbreitet Russland seine Narrative und Positionen in anderen demokratischen Ländern. Obwohl europäische Länder bereits Methoden zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformation entwickelt haben, macht es sich die Kunstwelt allzu gern einfach und lässt sich mit floskelhaften Pseudo-Distanzierungen von dem derzeitigen russischen Regime abspeisen und feiert die Möglichkeiten des „Dialogs“ in der Kunst.
Ein solcher „Dialog“ ist aber mit Künstler*innen, die sich für das russische Regime und seine imperiale Mission einspannen lassen, nicht möglich und auch nicht wünschenswert. Dies ist kein Dialog, sondern ein Mangel an Solidarität mit all den Menschen und Ländern, die bereits Erfahrungen mit russischem Imperialismus gemacht haben. Solche Länder haben frühzeitig auf vergleichbar problematische Auftritte verzichtet. Wir erwarten eine ähnlich klare Haltung gegenüber russischer Propaganda auf den Bühnen demokratischer Staaten von unseren Partnern*innen in Berlin und von der Öffentlichkeit.
Anna Netrebkos Solidarität mit dem russischen Regime kann nicht ignoriert werden, wenn wir Werte wie Freiheit, Würde, Solidarität und Gerechtigkeit ernst nehmen. Anna Netrebko zur Teilnahme an öffentlichen Großveranstaltungen einzuladen, bedeutet, im öffentlichen Diskurs Menschen zu legitimieren, die der Führung des Landes, das seit Jahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, nahe stehen und sich selbst heute nicht davon distanziert haben.
Wir sind auch davon überzeugt, dass Künstler*innen sich ihres öffentlichen Einflusses bewusst sein und Verantwortung dafür übernehmen sollten. Es ist keine echte Solidarität der Staatsoper Berlin, wenn sie lediglich regelmäßig ihr Haus in blau-gelben Farben erleuchten lässt. Echte Solidarität wäre ein Verzicht auf eine Zusammenarbeit mit all jenen Künstler*innen, die sich als Teil der imperialen russischen Mission verstehen. Wir bitten Sie deswegen inständig darum, den Auftritt von Anna Netrebko abzusagen.
Mit hoffnungsvollen Grüßen,
Unterzeichner*innen
Khrystyna Ahner, Ukraine Art Aid Centre, Radebeul
Dr. Bodie A. Ashton, Universität Erfurt
Prof. Dr. Martin Aust, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Marina Baranovska, Journalistin, Bonn
Dr. Fabian Baumann, Universität Wien
Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG e.V.
Olaf Becker, Schauspieler, München
Prof. Michael Beckerman, New York University
Prof. Dr. Jan C. Behrends, Zentrum für Zeithistorische Forschungen, Potsdam/Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Dr. Boris Belge, Universität Basel
Jessica Berlin, Political Analyst, Berlin
Conrad Beyer, München
Prof. Dr. Manuela Boatča, Universität Freiburg
PD Dr. Kirsten Bönker, Universität zu Köln
Prof. em. Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Universität Bern
Marichka Buchelnikova, Ukraine Explainers co-founder
Dr. iur. Luca Cirigliano, Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, Bern
Viola von Cramon-Taubadel, MdEP, Brüssel und Göttingen
Dr. Catherine Davies, Universität Zürich
Dr. Franziska Davies, Ludwig-Maximilians-Universität München
Tatiana Dettmer, Historikerin, Köln
Christian von Dewitz, Schwielowsee
Stephan Dömpke, Vorsitzender World Heritage Watch, Berlin
Frank Ebert, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Prof. Dr. Rainer Eckert, Berlin
Moritz Eggert, Musiker und Präsident des Deutschen Komponist:innnenverbandes, Berlin
Thilo Engel, Osteuropaforum Bonn
Dr. Stefanie Eisenhuth, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschungen
Dr. Regina Elsner, Universität Münster
Maksym Eristavi, Journalist and co-founder of Ukrainian Spaces, Prag
Oksana Fedak, Berlin
Natalia Fiebrig, Journalistin
Prof. Eugene Finkel, John Hopkins University
Dr. Bernd Florath, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Robert Havemann-Gesellschaft, Berlin
PD Dr. Moritz Florin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Kseniya Fuchs, Schriftstellerin und Chefredakteurin des deutsch-ukrainischen Magazins Gelblau, Berlin
Ralf Fücks, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne, Berlin
Dr. Dinara Gagarina, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Andrea Gawrich
Ian Gaunt, Rechtsanwalt, London
Björn Geldhof, director of PinchukArtCentre
Prof. Dr. Klaus Gestwa, Eberhard Karls-Universität Tübingen
Dr. Jens Gillessen, Philipps-Universität Marburg
Dr. Heiner Grunert, Bern
Prof. Dr. François Guesnet, University College London
Yuriy Gurzhy, Autor und Musiker, Berlin
Dr. Anna Hájková, University of Warwick
Tine Hammer, Musikerin und Übersetzerin, Ukraine-Hilfe – Notunterkunft St. Adalbert, Berlin
Henning Harms, Cellist & Cellolehrer, Musikschule Paul Hindemith Berlin
Rebecca Harms, Berlin
Vivian Kanner, Sängerin, Berlin
Dr. Kilian Harrer, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz
Dr. Patrick Heinemann, Rechtsanwalt, Freiburg im Breisgau
Dr. Richard Herzinger, Publizist, Berlin
Nataliya Heydorn, Dipl-Betriebswirtin, Berlin
Dr. Bert Hoppe, Institut für Zeitgeschichte, Berlin
Dr. Oksana Huss, Universität Bologna/Nationale Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie
Anna Imhoff, Strategic Account Director, Berlin
Dr. Susanne Jaeger, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Thomas Jäger, Universität zu Köln
Hubertus Jahn, University of Cambridge
Prof. Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast, Europa-Universität Viadrina
Prof. Dr. Christoph Jobst
Katharina Kaden, Bibliotheksassistentin, Berlin
Vivian Kanner, Sängerin, Berlin
Dr. Botakoz Kassymbekova, Universität Basel
Martin Kindervater, Theaterregisseur, München
Nikolai Klimeniouk, Journalist, Berlin
Peter Koller, Reiseunternehmer, Reisebuchautor, Ukraine-Experte, Berlin
Anastasiia Kosodii, Autorin und Regisseurin, Berlin
Mark Kovnatskiy, Musiker, Lehrer für jiddischen Tanz, Komponist und Dozent, Hamburg
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Berlin
Moritz Kurzweil, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Justus Liebig, Universität Giessen
Ksenia Malykh, head of Research department PinchukArtCentre
Iryna Marciuk, London
Oksana Marciuk, Violinistin, Berlin
Oleksandra Matviichuk, Friedensnobelpreisträgerin, Centre for Civil Liberties
Inna Melnikovska, PhD
Prof. Christoph Mick, University of Warwick
Prof. Dr. Oksana Mikheieva, Historikerin und Soziologin
Stanislav Mishchenko, München
Valeriia Moiseieva, Event Koordinatorin, Berlin
Svetlana Müller, PANDA platforma e.V., Berlin
Dr. Johannes Nathan, Potsdam
Mattia Nelles, Ukraine-Experte, Düsseldorf
Prof. Dr. Julia Obertreis, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Christian Oertel, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Dr. Nikolai Okunew, Zentrum für Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Daria Onyshchenko Gold – deutsch-ukrainische Filmregisseurin
Susanne Orth, Europa-Universität Viadrina
Olesya Ostrovska-Luta – Director of Mystetskyi Arsenal, Kyiv
Wolfgang Pegenau, Dresden
PD Dr. Hans-Christian Petersen, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg
Dr. Tilman Plath, Universität Greifswald
Illia Podolskyi, Architekt, Berlin
Dr. Ksenia Poluektova-Krimer, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Dr. Sonja Priebus, Europa-Universität Viadrina
Dr. Andreas Püttmann, Politologe und Publizist, Bonn
Anne Rabe, Autorin, Berlin
Hanna Radziejowska, Pilecki-Institut Berlin
Iaroslav Raff, Musiker und Kneipenbesitzer, Berlin
Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Leiterin des Ukrainischen Instituts in Deutschland, Berlin
Prof. Dr. Stefan Rohdewald, Universität Leipzig
Rüdiger Rosenthal, Autor und Physiker, Berlin
Alexander Roth, Staatsanwalt
Prof. Dr. Simon Rothöhler, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Universität Bremen
Siegbert Schefke, Journalist, ehem. Bürgerrechtler in der DDR
Ingrid Schierle, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Stefanie Schiffer, Europäischer Austausch gGmbH
Winfried Schneider-Deters, freier Publizist
Dr. Jens Schöne, Stellvertreter des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Prof. Dr. Peter Schöttler, Berlin
Dr. Annette Schuhmann, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Dr. Philipp Schultheiß, Referent beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Boris Schumatsky, Autor, Berlin
Uwe Schwabe, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Olaf Schwarzbach, Berlin
Prof. Steven Seegel, The University of Texas at Austin
Dr. Oksana Seumenicht, Mitgründerin der Deutsch- Ukrainischen Akademischen Gesellschaft
Oksana Shchur, Projektkoordinatorin UA Nest Berlin
Dr. Olga Shparaga, Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien
Prof. Timothy Snyder, Yale University
Dr. Thomas Skowronek, Ruhr-Universität Bochum
Dr. Sergej Sumlenny, geschäftsf. Gesellschafter, European Resilience Initiative Center GmbH, Berlin
Dr. Gülsah Stapel, Kuratorin, Berlin
Alexander Strauch, Komponist, München
PD Dr. Kai Struve, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Dr. Oliver Sukrow, Technische Universität Darmstadt
Przemysław Świderek, Erzieher, Berlin
Sibylle von Tiedemann, München
PD Dr. Borbala Zsuzsanna Török, Universität Wien
Prof. i. R. Dr. Stefan Troebst, Universität Leipzig
Dr. Andreas Umland, Stockholmer Zentrum für Osteuropastudien
Prof. Dr. Sören Urbansky, Ruhr-Universität Bochum
Oles Volinchik, Musiker, Hamburg
Prof. Dr. Ricarda Vulpius, Universität Münster
Prof. Dr. Barbara Welzel, Technische Universität Dortmund
Prof. Dr. Martina Winkler, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Dr. Alexa von Winning, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Prof. Dr. Tristan Weddigen, Max-Planck Institut für Kunstgeschichte, Rom
Prof. Dr. Annette Werberger, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Prof. Dr. Alexander Wöll, Universität Potsdam, Vorsitzender der Deutschen Assoziation der Ukrainisten
Grit Wollenberg, Potsdam
Dr. Susann Worschech, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Daniil Zverkhanovskyi, Komponist und Produzent, Berlin
Mitzeichnende Organisationen
AG Ukraine-Chemnitz-Europa e.V.
Allianz Ukrainischer Organisationen e.V.
Berlin Info-Point Krim
Bund ukrainischer Studenten in Deutschland – BUSD e.V.
Bürgerinitiative INFRA
Bürgerinitiative “Ukraine-Demo in Stuttgart”
Bürgerinitiative Vilni_de_ua, Hamburg
CineMova. Ukrainian Film Community Berlin e.V.
Dachverband der Ukrainischen Organisationen in Deutschland e.V.
Deutch-französisch-ukrainische Gesellschaft (DFUG)
Deutsch-Ukrainischer Verein Aalen e.V.
European Idealist Movement
Fellas for Europe e.V., München
Gemeinsam Europa e.V.
Initiative für Wissensaustausch, Empowerment und Kultur e.V.
Kul’tura e.V.
Kwitne queer e.V.
Litauische Gemeinschaft in Deutschland e.V.
MAIDAN e.V. Baden-Baden
Open Platform e.V.
Osteuropaforum Bonn
Pilecki Institut Berlin
Plast Ukrainischer Pfadfinderbund in Berlin e.V.
PlusUkrDe e.V
Ridne Slowo e.V.
Save Ukraine e.V. (Weinheim)
Ukraine-Haus Chemnitz e.V.
Ukraine-Hilfe Berlin e.V.
Ukrainer in Aachen e.V.
Ukrainian Culture Network e.V.i.G, Düsseldorf
Ukrainian Film Festival Berlin
Ukrainian Security and Cooperation Center
Ukrainisch-Bayerischer Verein Hromada Regensburg e.V.
Ukrainische Frauen Union in Deutschland
Ukrainische Gemeinde Osnabrück e.V.
Ukrainische Sozialdemokratische Plattform
Ukrainische Orthodoxe Kirchengemeinde e.V.
Ukrainisches Atelier für Kultur & Sport e.V., Stuttgart
Ukrainische Schule Berlin e.V.
Ukrainisches Radio in Berlin e.V.i.G.
Ukrainischer Verein Augsburg e.V.
UkrDim e.V.
Vitsche e.V.
WE ARE EUROPE! e.V., Düsseldorf
Vitsche organisierte zusammen mit den Aktivist*innen von Chervona Kalyna Berlin eine Demonstration am 24.08.23, an der mehrere Tausende Menschen teilnahmen. Während mit einer Spiegel-Performance an die 503 von russland getöteten ukrainischen Kinder gedacht wurde, waren andere Fokuspunkte die Forderung von Taurus-Lieferungen und die Rückführung ukrainischer Kinder aus russland in die Ukraine.
Am 24.08.2023 ist der Unabhängigkeitstag nicht nur ein Feiertag. Er ist eine weitere Gelegenheit, sich an diejenigen zu erinnern, die ihr Leben für die Freiheit und die Menschenrechte in der Ukraine geopfert haben. Es ist auch ein Tag, an dem wir uns auf die Werte, die uns zu einer politischen Nation vereinen, besinnen. Es sind die Werte der Freiheit und der Würde.
Freiheit ist für uns der Ausgangspunkt für alle unsere Errungenschaften und Aktivitäten, und es ist die Freiheit, die unsere Verteidiger*innen an der Front verteidigen. Freiheit bedeutet für die Ukrainer*innen, das Recht und die Möglichkeit zu haben, sie selbst zu sein. Ukrainer*innen lebten in den freien Gemeinschaften des Kosakenstaates, bildeten im Mittelalter eine Vitsche, um gemeinsame gesellschaftspolitische Fragen zu lösen, und schlossen sich in der Neuzeit in Gemeinschaften von Künstler*innen und Schriftsteller*innen zusammen, um den freien Geist unserer Kultur zu pflegen. Weil die Idee der Ukraine durch die Jahrhunderte unserer Geschichte hindurch eng mit der Idee der Freiheit verbunden war, wurde immer wieder versucht, diese zu zerstören. Doch der ukrainische Freiheitsgedanke hat schon damals die ganze Welt inspiriert und diejenigen, denen er fremd war, verängstigt. Die Ukrainer*innen zogen und ziehen immer noch freie Menschen dieser Welt an und stellen daher immer noch eine Bedrohung für die Gegner der Freiheit dar.
Die bewaffnete Aggression russlands gegen die Ukraine ist in erster Linie ein Kampf zwischen Unterdrückung und Freiheit. Es ist ein Versuch, unseren freien Geist zu unterdrücken, den Menschen ihre Grundrechte zu nehmen. Die russische Welt ist die Finsternis der Menschheit, in der Individualität kein Recht auf Existenz hat, in der Einzigartigkeit verurteilt und die Vielfalt der Kulturen zu einer verzerrten Orthodoxie und einer Leidenschaft für den Krieg vereinheitlicht wird. Im Gegensatz dazu fördert die ukrainische Kultur das Individuum, sie ist eine Plattform, auf der freie Individuen ihre Ideen über die Welt teilen und sich auf diese Weise gegenseitig bereichern. In der ukrainischen Kultur geht es um die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen und ein menschenwürdiges Leben zu führen, das nicht aus Unterdrückung entsteht, sondern aus der Inspiration und Kommunikation von und mit freien Menschen.
Für die Ukrainer*innen bedeutet Würde, die Grenzen anderer anzuerkennen, das Recht anderer zu verstehen, sich selbst zu behaupten und auf eigene Art zu existieren. Auch hier ist der russische Staat mit seinem ganzen Wesen gegen die Würde. Das Vorgehen des russischen Militärs auf dem Territorium der Ukraine ist ein Beispiel für ein Verhalten, das mit dem Begriff der Würde und der Moral nicht vertraut ist. Sie zerstören das Leben anderer, rauben, vergewaltigen, foltern – sie verletzen die Menschenwürde, weil sie alles leugnen und zerstören wollen, was ihrer Welt und ihren Werten widerspricht. russland hält sich nicht an internationale Verträge, denn für russland gibt es nur einen Wert – Gewalt. Gewalt gegen die Schwachen, Gewalt gegen andere, Zerstörung und Finsternis.
Deshalb erinnern wir uns am Unabhängigkeitstag der Ukraine, oder besser gesagt am Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit, die einst durch die mangelnde Unterstützung unserer Partner und die fehlende Bereitschaft der übrigen Welt, sich gegen dieses Böse zu stellen, verloren ging, an unsere Werte und wollen die Welt davon überzeugen, dass es sich lohnt, sie zu verteidigen und dafür zu kämpfen.
Für viele Menschen wurden diese Werte, ein Leben in Freiheit und Würde, durch eine günstige geopolitische Lage, frühere Opfer ihrer Vorfahren oder eine glückliche Konstellation historischer Ereignisse ermöglicht. Die Ukrainer*innen haben im Laufe der Geschichte an vorderster Front dafür gekämpft, ihren Nachkommen ein Leben in diesen Werten zu ermöglichen. Wir setzen diesen Kampf fort, weil wir wissen, dass ein Leben ohne Freiheit und Würde kein Leben ist, sondern der Tod oder ein Leben in totalitärer Unterdrückung.
Und während unsere Geschwister, Eltern, Freunde und Kinder an der Front sind, um die Dunkelheit, die aus den russischen Förderation kommt, zurückzudrängen, demonstrieren wir in Berlin, um uns für eure anhaltende Untersützung zu bedanken und gleichzeitig für weitere lebensnotwendigen Beistand zu bitten. Damit diese Atmosphäre der Freiheit die Herzen und Köpfe der Menschen wieder zum Widerstand inspiriert, zum Kampf für eine bessere Zukunft für unsere gemeinsame Welt. Eine Welt ohne Ukraine ist eine Welt, in der sich die Dunkelheit weiter ausbreitet, in der es immer mehr Sklaven des Geistes gibt, die nur Gewalt und Macht schätzen, nicht aber die grundlegenden Menschenrechte.
Um zu verhindern, dass die russische Welt in Europa zur Realität wird, müssen sich Menschen weiter in Hilfe und Solidarität zusammenschließen. Wir wissen, dass die Verteidigung der Freiheit niemals einfach ist, sie erfordert Opfer, aber wir glauben, dass Sie, unsere Verbündeten, Partner und alle, die Freiheit und Würde schätzen, bis zum Ende Seite an Seite mit uns stehen werden, bis das Licht über die Dunkelheit, die Freiheit über die Unterdrückung siegt.
Was wir jetzt brauchen, um die russische Besatzung zu besiegen, ist das Folgende:
Unterstützen Sie weiterhin die Ukraine, machen Sie weiter, so wie es unsere Verteidiger*innen tun, und bald wird die Sonne der Freiheit am Horizont aufgehen, und wir werden Sie alle nach Hause einladen, um den lang erwarteten Feiertag zu feiern – dem Tag an dem das Gute wieder über das Böse siegen wird. Bildrechte: Chris Knickerbocker
Um zu verhindern, dass die russische Welt in Europa zur Realität wird, müssen sich Menschen weiter in Hilfe und Solidarität zusammenschließen. Wir wissen, dass die Verteidigung der Freiheit niemals einfach ist, sie erfordert Opfer, aber wir glauben, dass Sie, unsere Verbündeten, Partner und alle, die Freiheit und Würde schätzen, bis zum Ende Seite an Seite mit uns stehen werden, bis das Licht über die Dunkelheit, die Freiheit über die Unterdrückung siegt.
Was wir jetzt brauchen, um die russische Besatzung zu besiegen, ist das Folgende:
Unterstützen Sie weiterhin die Ukraine, machen Sie weiter, so wie es unsere Verteidiger*innen tun, und bald wird die Sonne der Freiheit am Horizont aufgehen, und wir werden Sie alle nach Hause einladen, um den lang erwarteten Feiertag zu feiern – dem Tag an dem das Gute wieder über das Böse siegen wird.
Am 07. August 2023 griff russland Georgien (Sakartvelo) an. Doch der russische Imperialismus hörte nicht nach dem als “5-Tage-Krieg” titulierten militärischen Angriff auf. Die russischen imperialistischen Krallen reichen heute bis in die georgische Regierung und versuchen, dem Land eine europäische Zukunft zu nehmen.
Nun geht es darum, sich zu verbünden, sich gemeinsam und entschieden dem Aggressor entgegenzustellen.
Diese Verbundenheit zwischen der Ukraine und Georgien (Sakartvelo) brachten Vlada Vorobiova und Krista-Marija Läbe in ihren Rede bei der von der GZA organisierten Demonstration anlässlich des 15. Jahrestages der russischen Okkupation in Georgien (Sakartvelo) zum Ausdruck.
Bildrechte: Roman Overko







Die Stadt Berlin wurde Zeuge einer inspirierenden Demonstration von Solidarität und Widerstandskraft, als ukrainische Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Ukraine in Deutschland einen kraftvollen ukrainischen Truck auf dem CSD Berlin unter dem Motto “Be Pride like Ukraine” präsentierten. Die von Vitsche und Kwitne Queer organisierte Veranstaltung war ein voller Erfolg und brachte LGBTQ+ Organisationen aus der Ukraine zusammen, um gemeinsam für Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu demonstrieren.
Der ukrainische Truck beim CSD Berlin wurde offiziell von der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev beehrte unseren Wagen mit einer ermutigenden Rede, in der er Diversität und Gleichheit in der ukrainischen Armee betonte, die die Freiheit aller verteidige: „Unsere ukrainische Flagge ist blau und gelb, aber die Ukrainer*innen verteidigen alle Farben und Flaggen des Regenbogens. Und das machen wir, bis wir diesen Krieg gewinnen, mit Ihrer Unterstützung.”
Auch Joe Chialo, der Kultursenator von Berlin, hielt begleitet von Kai Wegner, dem Bürgermeister von Berlin, eine Rede auf unserem Wagen : „Es ist uns wichtig, dass wir feiern für die Rechte derer, die entrechtet sind. Wir wollen hier und jetzt daran denken, dass nicht nur in Uganda, Ghana und vielen anderen Ländern Menschen um ihre queeren Rechte kämpfen, sondern eben auch in der Ukraine die Menschen für die Freiheit kämpfen.“
Die Prozession startete in der Leipziger Straße, wobei der ukrainische Truck an der Position 6a die Führung unter dem Motto “Be Pride like Ukraine” übernahm, als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Einigkeit in Zeiten des russischen Angriffskrieges.
Die Reden von Vlada Vorobiova von Vitsche e.V., Loki von Dorn von Kwitne Queer, Taya Herasymova von Insight und Diana Berg von der TU Mariupol fanden bei den Zuhörerinnen großen Anklang und brachten die wichtigsten Forderungen der Veranstaltung zum Ausdruck. Sie forderten Gerechtigkeit für die Ukraine und drängten die Welt, russland für seine abscheulichen Verbrechen gegen ihr Land zur Rechenschaft zu ziehen. Sie betonten die Dringlichkeit der Sicherstellung wichtiger Waffenlieferungen an die Ukraine und unterstrichen, dass sich das Land gegen die anhaltende Aggression verteidigen muss. Darüber hinaus wiesen die Rednerinnen darauf hin, wie wichtig es ist, lebenswichtige Informationen und humanitäre Hilfe bereitzustellen, um das Leiden des ukrainischen Volkes inmitten des Krieges zu lindern. Schließlich warben sie um Unterstützung für den Kampf um die rechtliche Anerkennung von Lebenspartnerschaften in der Ukraine und unterstrichen die Notwendigkeit, die Rechte von LGBTQ+ in dem Land voranzubringen.
Bildrechte: Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker







In the face of a full-scale invasion, Ukrainians have come to understand the true meaning of danger solely based on one’s identity. When your very existence is targeted for destruction, and this reality applies to all compatriots, the gravity of the situation becomes clear. russia’s aggressive onslaught against Ukraine has not only shattered the progress made in legislation and local community development, but has also plunged cities and towns under its influence into a bleak past devoid of even the most basic right to life, let alone freedom of speech and will.
This year, we, as representatives of Ukraine, march together towards the CSD in Berlin to declare a resounding message: “The war rages on, lives are lost; let us unite and combat this malevolence together.” Our rallying cry for this year is “Be Pride like Ukraine.” We wish for our European partners and all those who stand in solidarity with Ukraine’s struggle for freedom to intimately connect with the profound sense of survival, freedom, and equality that we are currently experiencing in real time. Our organizations, which were once dedicated to education and culture, are now compelled to seek arms, realizing that only through weaponry and the support of the international community can we halt the dark and insidious russian evil that surrounds us, obliterating everything beautiful in its path. While our loved ones bravely fight on the frontline, it is our duty to become their voices here, and strive for victory and life.
Our march serves as a living testament to the fact that Ukrainians are integral members of the European community, proudly defending the free world with the colors of freedom on their military insignias. During Pride Month and throughout our march, we will share the stories of LGBTQ+ military personnel in Ukraine, their experiences, and their aspirations. It is imperative that our European colleagues do not forget that russian propaganda crumbles in the face of reality. The reality in Ukraine is this: individuals from diverse religions, minorities, and particularly the LGBTQ+ community, stand together in the fight for their lives, freedom, and democratic values. This is the true defense of our rights that we are now compelled to undertake.
If the international community stands up and advocates for equal rights and freedom without discrimination and harassment, they must also stand by our side and aid us in our defense in face of russian aggression. Without your solidarity and assistance, we risk succumbing to darkness, being captured, and destroyed not solely because we are members of the LGBTQ+ community or its allies, but simply because we are Ukrainians who cherish freedom and truth.
Join us in our events during Pride Month and be a part of our Ukrainian column at Pride, organized by Vitsche Berlin in partnership with Kwitne Queer and Platform TU. By joining us you show solidarity and support to our appeals:
● Demanding international justice for Ukraine: holding Russia accountable for its crimes.
● Ensuring crucial weapon deliveries to Ukraine.
● Providing vital information and humanitarian aid for Ukraine.
● Empowering the fight for legal recognition of civil partnerships in Ukraine.
We, the undersigned, have endorsed the manifesto and will join the column:
● NGO Gender stream:
● NGO WA Sphere, Kharkiv
● Kharkiv Pride
● Platform Tu, Mariupol
● PUBLIC ORGANIZATION “Information and Education Center” For Equal Rights
● TransGeneration NGO ● Resistance IG
● “Ukrainian LGBT+ military for equal rights” NGO
● Insight Public Organization
Die Ukraine und das ukrainische Volk haben ihren Mut und ihre Entschlossenheit bewiesen, sich in einem Krieg gegen den russischen Imperialismus in Europa zu verteidigen, einen Imperialismus, der nicht an der ukrainischen Grenze Halt machen würde. Die Ukraine hat, ohne Mitglied der NATO zu sein, gezeigt, wie wir das Bündnis schützen können. Die Ukraine braucht die Einladung zur NATO-Mitgliedschaft, aber auch der Rest des Bündnisses würde davon profitieren. In unserem Video sprechen wir über die Hauptgründe, warum die Ukraine der NATO beitreten sollte:
Die Aufnahme der Ukraine in die NATO ist pragmatisch und entscheidend für die Sicherheit, Stabilität und Entwicklung Europas. Lassen Sie uns gemeinsam für eine sicherere Zukunft eintreten und jetzt mit einer Beitrittsperspektive den Grundstein dafür legen.
The aim of this press release is to provide you with a comprehensive overview of the unfolding events and shed light on russia’s nuclear blackmail and potential mining of the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant (ZNPP).
Please find the key points and essential details below:
Background:
The Zaporizhzhia Nuclear Power Plant is the largest nuclear power plant in Europe, and one of the largest in the world. It is located in Enerhodar near the city of Zaporizhzhia, about 600 kilometers southeast of Kyiv, the capital of Ukraine. The plant comprises six nuclear reactors and has been operational since the 1980s. Since March 2022, the NPP has been under russian occupation. russia has been continuously involving this nuclear power plant in the war in various ways, especially in the information space and through nuclear blackmail.
Current situation:
In the last couple of days, russian occupation forces and russian Rosatom employees have been gradually leaving ZNPP facilities and surrounding areas. Ukrainian staff that signed contracts with Rosatom was recommended to leave by the 5th of July. Intelligence reports and credible sources indicate a heightened risk concerning the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant. The Ukrainian defense intelligence (HUR) reported about “objects resembling explosives” on the outer roof of ZNPP Units 3 and 4, as well as about mines in the cooling system.
Most recent evaluation of the situation by the Ukrainian intelligence services said that the risk of a Russian terrorist attack on the occupied Zaporizhzhia Nuclear Power Plant is “slowly decreasing”, according to Kyrylo Budanov, Chief of Defence Intelligence of Ukraine.
Quote: “We are doing certain actions in this area, both public and not public, and I think that now the danger of an artificial technogenic catastrophe is quietly going down.”
However, the International Atomic Energy Agency (IAEA) has only received partial access to the isolation gate separating the cooling pond and did not detect any mines or explosives. However, they still have not recieve any access to the rooftops of reactor units 3 and 4, and can therefore neither deny nor confirm that explosives or mines have been placed in the NPP by russian troops. Currently, the IAEA has not found mines in the areas of the NPP that russia has given them access to, but “is aware of previous placement of mines outside the plant perimeter […], and also at particular places inside”.
Ukrainians’ fear of a nuclear terror act by russia has increased since russian troops blew up the Nova Kakhovka Dam, causing a humanitarian and environmental catastrophe, especially in the Kherson region. Due to the limited and slow international responses to this war crime, russia has been enbolded to intensify its nuclear threats and rhetoric, causing widespread concern among the local population and the international community about the next actions planned by the russian authorities without regard for lives and ecosystems.
There are indications that russia may attempt to orchestrate a false flag operation at the ZNPP and blame Ukraine to intimidate Ukraine’s allies ahead of the NATO summit and during Ukraine’s ongoing counteroffensive.
Vulnerabilities and risks:
The consequences of a major incident at the plant could be catastrophic, affecting both Ukraine and neighboring countries. The main vulnerability of the nuclear plant is the small cooling pond that in case of failure or sabotage would lead to a partial nuclear meltdown comparable to the Three Mile Island accident in the US. Such a scenario poses a high risk of releasing radioactive material into the environment.
Such a release of radiation would not cause the sort of destruction seen after the meltdown of the active Chernobyl plant in 1986; however, this would create a radiation-contaminated zone with a high chance of cancer development over the next 40 years. The level of radiation release of the potential incident is also dependent on its cause. In case of a technical issue at the plant, such as some facility being cut off from power for a couple of days, radioactive substances would be released at a smaller rate than in the case of deliberate sabotage from within the plant. In such a case, the severity of the situation would fall somewhere between the Chernobyl and the Fukushima disasters. In case of an explosion, an estimated 500,000 citizens would immediately need to be evacuated from the affected area within 200 kilometers from the facility.
Nuclear blackmail by russia:
russia utilizes its occupation of the ZNPP to exert political pressure and help achieve its strategic goals on the ground. russia’s blackmail involves implicit threats of a nuclear accident, release of radioactive material, or further destruction of the region as per its war strategy of “scorched earth”. Ukrainian authorities worry russia might blow up the plant in an attempt to halt the Ukrainian counter-offensive.
There have been multiple international efforts to establish a demilitarized zone around the nuclear plant and hand the control over to an independent third party. However, all of them are failing due to russia’s unwillingness to abandon the facility and lose its leverage of nuclear blackmail against Ukraine.
International response and mitigation efforts:
The IAEA has repeatedly highlighted the immediate need of cessation of artillery fire in the area to ensure the safety and security of operation staff and allow full restoration of power supply to the plant. Ukrainian authorities are working closely with the IAEA and other international partners to increase awareness of the dangerous situation, negotiate possible solutions, and prepare for an emergency scenario. The IAEA is publishing daily statements monitoring the situation at the plant, however this might not be enough to prevent russian occupation forces from causing a deliberate or unintended incident.
The IAEA requested additional access that is necessary to confirm the absence of mines or explosives at the site. Access to the rooftops of reactor units 3 and 4 is essential to monitor full compliance with the five basic principles for protecting Europe’s largest nuclear power plant during russia’s war of aggression.
What is needed?
There are several key takeaways from the above that are crucial for maintaining safety and security at the nuclear power plant. It is extremely important to spread awareness of russian disinformation and manipulation techniques. It is vital that individuals, organizations, and governments are able to recognize and effectively combat these tactics to not fall into the trap of false balancing russian claims that are usually untrue with Ukrainian reports. False balancing only benefits russian attempts to spread disinformation and manipulate public opinion, and it is crucial to remain vigilant against it.
The current situation highlights the importance of NATO membership as the main security guarantee and support of Ukraine and continuous weapon delivery to strengthen Ukrainian counter-offensive. The most effective way to guarantee nuclear safety and stability in Ukraine today is for russian troops to withdraw from the area (and from Ukraine) completely. As long as russian troops are present at and close to the ZNPP, a nuclear incident can happen due to negligence or deliberate sabotage at any time.
Finally, preparation for a possible incident is important. This includes not only the ability to provide support such as evacuation, housing for refugees, and humanitarian aid, but also the need for a coordinated public response across organizations and governments. By working together and anticipating potential challenges, we can help as many people as possible. A nuclear incident at ZNPP should be responded to by the international community in the same way as a russian attack with nuclear tactical weapons.
Please note that the information presented is based on current sources available. As the situation evolves, further updates will be provided. We urge all journalists to exercise caution while reporting on this matter and verify the information and the sources.
Picture: Alexander Ermochenko/Reuters