Wenige Tage nach Beginn der vollständigen russischen Invasion hatte die HUGO BOSS AG angekündigt, sich aus dem Geschäft mit russland zurückzuziehen. Doch vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die HUGO BOSS AG entgegen der Ankündigungen ihre Geschäfte mit russland seit der vollständigen Invasion im Februar 2022 nicht nur aufrechterhalten, sondern den Wert ihrer Lieferungen nach russland in den zwölf Monaten nach dem Einmarsch in die Ukraine sogar noch erhöht hat.

Um gegen diese Aufrechterhaltung der Geschäfte und die indirekte Finanzierung des Krieges zu demonstrieren, riefen Vitsche und Ukraine Solidarity Project heute vor dem Hugo Boss Store am Kurfürstendamm zu einer Protestaktion auf. Zahlreiche Unterstützer*innen schlossen sich dieser Protestaktion an und nahmen an der adaptierten Modenschau “Hugo Boss: Skandalös” teil. Gemeinsam forderten sie die HUGO BOSS AG auf, sich umgehend aus russland zurückzuziehen.

“Hugo Boss hat versprochen, seine Aktivitäten in russland vorübergehend einzustellen. Doch während unsere Freund*innen und Familien vor russischen Bomben Schutz suchen, erfahren wir, dass Hugo Boss seine Exporte in die russische Föderation wieder aufgenommen hat.

Wir sind hier, um eine Botschaft an den CEO von Hugo Boss, Daniel Greider, und den Vorstand zu senden, dass es an der Zeit ist, sich voll und ganz mit der Ukraine zu solidarisieren, indem sie ihre Aktivitäten und Geschäfte in einem russischen Staat vollständig einstellen, der das Geld der Steuerzahler für die Produktion von Raketen verwendet, die dann die zivile Infrastruktur treffen und ukrainische Menschen ermorden.

“An die Mitarbeiter*innen von Hugo Boss, die nicht wollen, dass das Unternehmen russische Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in der Ukraine finanziert und ermöglicht: Bitte äußern Sie sich innerhalb Ihres Unternehmens und zeigen Sie Ihre Unterstützung für die Ukraine.” – Pavlo Melnyk, Vorstandsmitglied von Vitsche

Für mehr Informationen zum Geschäft Hugo Boss’ in russland: This is Money, Investor Verlag.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die am 10. Juni an der performativen Protestaktion am Schlachtensee teilgenommen haben. Ziel dieser Veranstaltung war es, auf die katastrophalen Folgen des russischen Militärverbrechens vom 6. Juni aufmerksam zu machen, als der Staudamm des Wasserkraftwerks Kachowka gesprengt wurde. Während des Protests wuchs die Anzahl der Teilnehmer*innen kontinuierlich und erreichte schließlich insgesamt 250 Personen. Diese bedeutende Beteiligung zeigte das weit verbreitete Mitgefühl und die Sorge für die betroffenen Gemeinden in der Ukraine. Die Teilnehmer*innen standen bis zur Hüfte im Wasser, um die Härte zu symbolisieren, mit denen jene konfrontiert sind, deren Häuser aufgrund des terroristischen Akts überflutet wurden. Trotz des düsteren Charakters der Veranstaltung herrschte unter den Teilnehmer*innen ein überwältigendes Gefühl der Entschlossenheit und des Durchhaltevermögens.

“Heute haben wir eine Aktion im Wasser abgehalten, um uns an Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten sowie an internationale Organisationen und die Medien zu wenden. Die Menschen in der Region Cherson sterben jetzt entweder durch Ertrinken, nachdem Russland den Kachowka-Damm gesprengt hat, oder durch den russischen Beschuss der Evakuierungsboote. Wir müssen die Stimme dieser Menschen werden. Wir müssen die internationalen Organisationen fordern, humanitäre Hilfe und Evakuierungszeiten bereitzustellen, um die Menschen zu unterstützen, die alles verloren haben, sogar das Wasser. Und wenn sie uns nicht hören wollen, dann werden wir dafür sorgen, dass wir gesehen werden.”- Eva Yakubovska- Sprecherin des Protests.

Die Auswirkungen dieser Explosion waren verheerend, nicht nur für die Ukraine, sondern für die ganze Welt. Städte und Gemeinden flussabwärts des Dnipro, einschließlich Teilen von Kherson, sind von Überschwemmungen bedroht, was insgesamt 80 bewohnte Gebiete betrifft. Die Explosion hat zu verschmutzten Flüssen, dem Aussterben seltener Tierarten und der Zerstörung der Bewässerungssysteme in drei ukrainischen Regionen geführt. Dies hat zu einem Verlust von etwa 14 % des Getreideexportpotenzials des Landes geführt. Die Region Krim und mehrere Städte im Süden und im Zentrum der Ukraine leiden unter Trinkwassermangel. Darüber hinaus besteht aufgrund der Explosion eine erhöhte Gefahr einer neuen nuklearen Katastrophe in Europa, da die Wasserreservoirs des Kernkraftwerks Saporischschja, dem größten Kernkraftwerk Europas, zerstört werden könnten.

Trotz des Ausmaßes dieser Katastrophe und ihrer direkten Auswirkungen auf die globale Ökologie haben die meisten Umweltorganisationen geschwiegen. Die Narrative der russischen Propaganda haben sich in die Berichterstattungen zu der Katastrophe in den westlichen Medien durchgedrängt, was zu einer Informationsflut führte und die Reaktion der anderer Ländern verlangsamte.

“Die Welt kann es sich nicht leisten, diesem russischen Kriegsverbrechen die Augen abzuwenden. Die Konsequenzen dieses terroristischen Akts haben weitreichende Auswirkungen und betreffen nicht nur die Ukraine, sondern das gesamte globale Ökosystem. Wir müssen uns vereinen und für die Rechenschaftspflicht im Namen der Menschheit und der Zukunft unseres Planeten eintreten.” – Krista-Marja Läbe. 

Mehr dazu im Gastbeitrag zu diesem Thema hier.

Der performative Protest im Wasser war ein Versuch, auf diese schreckliche Katastrophe aufmerksam zu machen. Wir möchten die Welt darüber informieren, was in der Ukraine geschieht, und die Konsequenzen aufzeigen, mit denen die Weltgemeinschaft konfrontiert ist. Gemeinsam haben wir eine kraftvolle Aussage gemacht, wer dafür verantwortlich ist, was passiert ist, und was getan werden muss, um die terroristischen Aktionen Russlands ein Ende zu setzen. Die Schilder und Plakate trugen eine starke Botschaft, die Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit forderte. “Wir müssen weiterhin das Augenmerk auf die Situation lenken und auf eine Lösung hinarbeiten. Wir ermutigen alle, sich weiterhin zu informieren, an Diskussionen teilzunehmen und Initiativen zu unterstützen, die sich mit dieser wichtigen Angelegenheit befassen. In dem wir zusammenstehen, können wir sicherstellen, dass die Welt die Schwere dieser Katastrophe erkennt und notwendige Maßnahmen ergreift.” – Iryna Shulikina.

Seit vielen Jahren fehlen in Berlin Gedenkstätten, die den über 10 Millionen ukrainischen Opfern des Zweiten Weltkriegs gewidmet wären. Besonders seit der großflächigen russischen Invasion der Ukraine ist dieses Fehlen schmerzhaft spürbar. Leider ist die Ukraine als unmittelbares Opfer des nationalsozialistischen Angriffskriegs und Terrors bis heute auf der historischen Landkarte Berlins nicht verzeichnet.

Die Vertreter*innen der ukrainischen Gemeinschaft in Berlin müssen auch während des russischen Angriffs auf ihr Heimatland gezwungenermaßen ihre Landsleute und Vorfahren an Gedenkstätten ehren, die ausschließlich der Sowjetunion gewidmet sind. Dies bedeutet, dass sie an einem Ort gedenken müssen, der für sie ein erschütterndes Symbol von Unterdrückung, Diktatur und Leid darstellt. Die Gedenkstätte steht somit als tragische Fortsetzung des begangenen Unrechts am ukrainischen Volk, das noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch die sowjetische Besatzung hinausreichte.

Aus geschichtspolitischer Sicht ist es besonders schwerwiegend, dass die vielen sowjetischen Gedenkstätten für die Opfer des Krieges, sowohl unter der Armee als auch unter der Zivilbevölkerung, in der öffentlichen Wahrnehmung Deutschlands fast ausschließlich mit russland in Verbindung gebracht werden. Diese Assoziation ist sogar explizit im deutschen Recht verankert: das Gesetz zu dem deutsch-russischen Abkommen über die Kriegsgräberfürsorge vom 16. Dezember 1992 besagt explizit, dass alle sowjetischen Gedenkstätten als exklusives Eigentum russlands angesehen werden und Deutschland verpflichtet ist, sie zu pflegen und zu schützen.

Das außergewöhnliche Recht, das russland in Bezug auf die Kriegsgräberpflege in Deutschland eingeräumt wird, beruht auf der historischen Verantwortung und Schuld Deutschlands. Allerdings gibt es in Bezug auf Länder wie die Ukraine und andere, die bis 1991 unter sowjetischer Herrschaft standen und stärker von den Kämpfen, dem Unrecht und der Besatzung durch Nazideutschland betroffen waren, keine vergleichbare Anerkennung in der deutschen Erinnerungskultur.

Eine Umfrage der Universität Bielefeld zwischen 2018 und 2022 zeigt eindrucksvoll, wie die Deutschen die Ukraine und andere sowjetische Nachfolgestaaten in ihrer Erinnerungskultur meist ignorieren. Die Befragten wurden gebeten, drei europäische Länder neben Deutschland zu nennen, die sie am stärksten mit dem Zweiten Weltkrieg verbinden. Lediglich ein Prozent der Befragten verband dabei die Ukraine mit den Gräueln des Zweiten Weltkriegs, während es bei Belarus, Litauen und Lettland sogar nur 0,1 bzw. 0,2 Prozent waren. Im Gegensatz dazu brachten ganze 36,3 Prozent russland mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung. Obwohl auch die Sowjetunion sachlich korrekt von 8.1 Prozent der Befragten genannt wurde, scheint nur in Bezug auf russland ein historischer Zusammenhang mit den heutigen Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR hergestellt zu werden. Dies zeigt, dass die Erinnerungskultur in Deutschland noch immer stark von der Wahrnehmung russlands geprägt ist und andere Länder, die ebenfalls schwer unter dem Krieg gelitten haben, oft vernachlässigt werden.

Als Teil der ukrainischen Gemeinschaft in Deutschland wünschen wir uns ein dringendes Überdenken der bisherigen Haltung Deutschlands in Bezug auf die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Sowjetunion. Wir bitten die deutsche Regierung inständig, auch eine Ehrung der ukrainischen Opfer des Krieges und des Terrors des Nationalsozialismus hier in Deutschland zu ermöglichen, insbesondere in Berlin.

Es ist von großer Bedeutung zu verstehen, dass die Ukraine während des Zweiten Weltkriegs als Ganzes von den Kämpfen und der Besatzung durch die Nazis betroffen war und ihr Territorium völlig verwüstet und zerstört wurde. Im Gegensatz dazu betraf die deutsche Aggression nur etwa drei Prozent des heutigen russischen Gebiets. Neue Schätzungen von Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Zahl der aus der Ukraine stammenden militärischen Opfer während dieser Zeit bei schockierenden 4,1 Millionen lag. Darüber hinaus starben mehr als 5,7 Millionen Zivilist*innen und Kriegsgefangene in den von Nazideutschland besetzten Gebieten der Ukraine.

“Dass die allermeisten ermordeten Jüdinnen und Juden nicht aus dem Deutschen Reich kamen, sondern aus den Schtetl und Städten auf dem Gebiet der weißrussischen [belarusischen] und ukrainischen Sowjetrepubliken und des Baltikums, findet ähnlich langsam Eingang in den Erinnerungskanon wie der Umstand, dass über 1,5 Millionen Jüdinnen und Juden vor Ort erschossen wurden, über eine Million von ihnen in der heutigen Ukraine.” – Johannes Spohr

Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass während des Zweiten Weltkriegs auch 2,4 Millionen Ukrainer*innen aus ihrer Heimat deportiert wurden, von denen zwischen 400.000 und 450.000 dabei starben. Ein beträchtlicher Teil dieser deportierten Zwangsarbeiter*innen wurde nach Berlin gebracht und musste in Arbeitslagern arbeiten, in deren Nähe wir am 8. Mai einen Gedenkmarsch organisieren.

Angesichts der Tatsache, dass es bisher für uns keinen geeigneten Ort des Trauerns und Gedenkens gibt, werden wir selbst einen Ort schaffen. Wir hoffen jedoch, dass eine Wende in der Erinnerungskultur dazu beitragen wird, dass in Zukunft keine ukrainischen Flaggen mehr von der Berliner Polizei am 08. Und 09. Mai verboten werden und eine Gedenkstätte für die 10 Millionen ukrainischen Opfer des Zweiten Weltkrieges errichtet wird. Wir möchten betonen, dass unser Anliegen nicht darin besteht, die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber anderen betroffenen Opfergruppen zu relativieren oder zu leugnen, sondern lediglich darum, dass auch das Leiden und die Opfer der Ukraine angemessen gewürdigt werden.

Um den Ukrainischen Kriegsopfern des Zweiten Weltkriegs zu gedenken, veranstalten wir am Montag, den 08. Mai, zwischen 18:00-20:00 Uhr einen Gedenkmarsch, der an der Schönhauser Allee 36 in Berlin beginnt. Auf dem Gelände der heutigen Kulturbrauerei wurden ab 1941 bis Kriegsende Zwangsarbeiter*innen in der Schultheiss-Brauerei eingesetzt. Wir laden Sie gerne zu unserer Veranstaltung ein.

Bild: Chris Knickerbocker

Friday, 24 February 2023

Start at 16:00, Café Kyiv, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin

Final rally at 18:00, Brandenburger Tor

On the first anniversary of the russian full-scale invasion of Ukraine, we invite all who stand in solidarity with the Ukrainian people to join our demonstration in Berlin. The demonstration, organized by Vitsche in collaboration with the Zentrum für Liberale Moderne, will take place on February 24th, 2023, starting at 16:00 at Cafe Kyiv, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin. The final rally is planned for 18:00 at the Brandenburg Gate.

The demonstration aims to raise awareness of the ongoing russian war against Ukraine and to call for more international support for Ukraine and its people in their efforts to defend the country against russian aggression. Participants will gather to show gratitude to the German society and government for its efforts to take in over one million refugees from Ukraine. Further, the demonstration is intended to remind the international community of russia’s ongoing violations of international law, its terror against Ukrainian civilians, as well as the human rights abuses and war crimes being commited by russia’s occupation forces in Ukraine.

“We are here to show our support for the Ukrainian people and to commemorate the victims of the russian invasion,” said Vladyslava Vorobiova, one of the protest organizers. “Our goal is to keep the world’s attention on the ongoing russian war against Ukraine and to call for actions, justice, and respect for the sovereignty of Ukraine.”

We expect the demonstration to attract thousands of participants, including Ukrainian and German community leaders and politicians. Organizations like Alliance4Ukraine, Allianz Ukrainischer Organisationen, Berlinska Sich, Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., and Kyiv Dialogue will also support the event.

The demonstration is part of a joint initiative across Germany and Europe.

For more information on the “Full-Scale Freedom” demonstration, please contact:

Krista-Marija Läbe
Spokesperson, Vitsche
press@vitsche.org

The final list of participants in multidisciplinary residency OPEN CALL: The Nexus of Decision 2023: Germany, Poland, Ukraine.

We congratulate applicants chosen by our jury among the list of more than 200 participants. The process of selection was not easy, the number of strong applications was huge. Our jury (consisting of representatives of three institutions: @pilecki_institut@stiftunggenshagen,@vitsche_berlin) is very proud to have these brilliant young intellectuals in our selection.

Ukraine 🇺🇦
Kseniya Karman Samet
Stepan Rusyn
Daria Badior
Slava Svitova
Anna Ivchenko

Poland 🇵🇱
Wojtek Michnik
Franciszek Ignacy Fortuna
Katarzyna Mlynczak-Sachs
Zuzanna Mielczarek
Monika Czajkowska

Germany 🇩🇪
Roberta Bartkutė
Katharina Becker
Talitha Szallies
Jan-Tage Kühling
Raphael Jacobs

Pilecki-Institut, Genshagen, Vitsche e.V.

Photo by: @anna_vialova

Let us tell you it’d been a year. Right?

But we fought, helped, donated, persevered, laughed, cried, danced, fundraised, sang, sent humanitarian aid, held hands, and, of course, organized demonstrations to make a difference.

One of the most recent and significant was pressuring the German government to develop a clear plan for Germany’s energy independence. We wanted to demonstrate how russia has always been an unreliable partner for Germany (and German government spokeswoman Christiane Hoffmann even backed us up by saying those exact words when talking about NS2).

Our goal was to explain why it is critical to stop funding russia’s war in Ukraine while also developing a strategy for energy independence, which would imply a plan for German security in the future.

How did we pull it off? What were the outcomes of our joined efforts? The moral of the story might be self-evident. But our report has all the secret details that are not so evident at first glance. So check it out to learn more and get inspired by how powerful we can be when we work together.

More to come in 2023!

Notstromgeneratoren für Krankenhäuser

Energiesysteme unter Beschuss

Vor der umfassenden Invasion war das exportorientierte ukrainische Energiesystem eine Übergangslösung für die nachhaltige Energiewende in Europa. Durch die ständigen russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Kraftwerke hat die Ukraine allerdings 50 % ihrer Kapazitäten verloren.

Alle Ukrainer*innen sind an der Frontlinie

Während die ukrainischen öffentlichen Dienste die Energieversorgung in den Städten und Dörfern des Landes täglich wiederherstellen, sind rund 10 Millionen Menschen in der Ukraine bereits mit geplanten und langfristigen Notstromausfällen konfrontiert.

Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort müssen ihr tägliches Leben völlig umstellen und den Winter ohne stabile Strom- und Wärmeversorgung überstehen. Ohne Strom können wichtige Dienste wie Luftschutzwarnungen, Online-Unterricht oder Updates von Freiwilligenzentren nicht funktionieren. Auch für die überlasteten medizinischen Einrichtungen, in denen täglich Tausende von Menschenleben gerettet werden, ist die Stromversorgung von entscheidender Bedeutung.

Energie-Notversorgung

Wir wollen die wichtigsten Krankenhauszentren in allen Ecken der Ukraine am Laufen halten. Unser Ziel ist es, sie in der kritischen Kälteperiode des Jahres mit Licht und Wärme zu versorgen.

Deshalb starten wir heute gemeinsam mit der Initiative des ukrainischen Präsidenten Zelensky und des ukrainischen Gesundheitsministeriums, United24, eine Kampagne, um 1 Mio. Euro zu sammeln und 100 Stromgeneratoren mit unterschiedlicher Leistung für große und kleine Krankenhäuser im ganzen Land zu liefern.

Wir rufen alle auf, sich an dieser Kampagne zu beteiligen und sie zu unterstützen. So können die Menschen in der Ukraine die kalte Jahreszeit mit Ihrer Hilfe und Unterstützung überwinden.
Sie können auch unser Medien-Kit und unser Kampagnen-Status-Widget verwenden, um die Botschaft in Ihren Outlets zu verstärken.

Teilen Sie Licht für Weihnachten.
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Power Life in Ukraine

russland führt seine absurden völkerrechtswidrigen Annexionen in Europa fort, auch im Rahmen seines umfassenden Angriffskrieges gegen die Ukraine. Während russland weiter mordet und foltert, wollen wir auf ein Problem in Berlin aufmerksam machen: durch die Aneignung des Erbes der sowjetunion, erhielt russland nach 1991 eine große Menge an Grundstücken und Immobilien in Berlin.  Die russische Botschaft, die rund um die Uhr bewacht wird und deren Gehwege vollständig umzäunt sind, ist dabei nicht die einzige Immobilie in Berlin, die im Besitz des russischen Terrorstaates ist. In der Nähe der Botschaft befindet sich in der Friedrichstraße 176-179 ein russisches Kulturzentrum – das russische Haus.

“Während dieses Haus in der Friedrichstraße eine große Fläche vereinnahmt, ist die ukrainische Community in Berlin gezwungen, Büroräume anzumieten und Geld für die Durchführung kultureller Projekte aufzubringen. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Ukraine, die für Demokratie und Freiheit kämpft, in Berlin kein kulturelles Zentrum.” – Kateryna Demerza, Vitsche Mitglied und Philosophin

Wir stellen daher offiziell die Frage: Ist die Anwesenheit von Vertretern des terroristischen Staates im Haus Friedrichstraße 176-179 angemessen? Wir kündigen hiermit eine Abstimmung an: Am kommenden Samstag, den 22. Oktober, können alle, die sich beteiligen wollen, von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr darüber abstimmen, ob das russische Haus als Institution seine Daseinsberechtigung verlieren und seine Räumlichkeiten an die ukrainische Gemeinde übergeben soll. Die Abstimmung findet vor dem noch russischen Haus in der Friedrichstraße 176-179 statt. Vor Ort wird es auch eine Möglichkeit geben, eine Petition zu unterschreiben, die sich für das Anliegen einsetzt.

Programm

  • 12:00-18:00 – Abstimmung
  • 18:00-18:30 – öffentliche Auszählung der Stimmen
  • 18:30-19:30 – feierliche Bekanntgabe der Ergebnisse

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Veranstaltung medial begleiten. Bei Fragen, wenden Sie sich gerne an unseren Pressekontakt:

Krista-Marija Läbe Pressesprecherin Vitsche e.V. press@vitsche.org