Heute ist der Internationale Tag des Friedens!
Seit 40 Jahren feiert die Welt am 21. September den von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufenen Tag des Friedens, der jΓ€hrlich mit einem Friedensmarsch, einer Friedensglocke und einem Waffenstillstand begangen wird.
Wir mΓΆchten uns an den Feierlichkeiten beteiligen und allen Beteiligten ein Geschenk machen – unser Friedenslied Peace Dance, die Hymne des abstrakten privilegierten Pazifismus von Master Peace und Peacety Boyz. Das Lied wurde auf einer alten Kassette auf einem Flohmarkt in Berlin von dem ukrainisch-deutschen Musiker Yuri Gurzhy gefunden. Unsere angepasste Version wurde von “westlichen” Pseudo-Pazifisten inspiriert, die von Frieden sprechen, aber eigentlich den Aggressor beschwichtigen und die Betroffenen aufopfern wollen, um ihren eigenen Seelenfrieden zu bewahren.
Seit dem Beginn des russischen Krieges im Jahr 2014 wurde die Ukraine unter Druck gesetzt, mehrere Friedensabkommen mit russland zu unterzeichnen, die auf unmΓΆglichen Bedingungen beruhten und gleichzeitig die erneute russische Aggression begΓΌnstigten. Diese Friedensabkommen in Form von Minsk I und Minsk II kamen Deutschland, Frankreich und anderen europΓ€ischen LΓ€ndern gelegen, da sie es ihnen ermΓΆglichten, ihre GeschΓ€fte und Beziehungen mit dem russischen Regime zu ihrem eigenen Wohlbefinden fortzusetzen, wΓ€hrend sie ihre Sicherheit gefΓ€hrdeten, da sie zunehmend von russlands Energieressourcen abhΓ€ngig wurden.
Obwohl der groΓangelegte russische Krieg gegen die Ukraine in vollem Umfang die Gefahren des Vorrangs von Bequemlichkeit vor Sicherheitsbedenken deutlich gemacht hat und die deutsche Regierung zu einer 180-Grad-Wende in ihrer Sicherheits-, AuΓen- und Energiepolitik gedrΓ€ngt wurde, stellen wir fest, dass die alte Rhetorik umso mehr zurΓΌckkehrt, je lΓ€nger der russische Krieg gegen die Ukraine andauert.
ZDF Politbarometer, 15.09.2023
Nach der jΓΌngsten Umfrage des ZDF-Politbarometers zur Frage, ob der Westen die Ukraine unter Druck setzen sollte, einige ihrer Gebiete fΓΌr “Frieden” aufzugeben, reagierten die deutschen Umfrageteilnehmenden geteilt. Erfreulicherweise lehnen 43% die Frage ab und wollen die Ukraine so lange unterstΓΌtzen, bis alle ihre Gebiete befreit sind. Allerdings stimmten 41 % der deutschen Umfrageteilnehmer mit “Ja”. Diese 41 % zeigen als reprΓ€sentative Gruppe der deutschen BevΓΆlkerung die Bereitschaft, Gebiete aufzugeben und die Ukrainer*innen zu zwingen, unter russischer Besatzung zu leben, um einen abstrakten kurzfristigen Frieden mit russland zu erreichen.
Die Frage ist, ob die Umfrageteilnehmenden wissen, dass die Γbergabe von Gebieten an russland bedeutet, dass sie die russische Besatzung und alle damit verbundenen Konsequenzen fΓΌr die lokale BevΓΆlkerung unterstΓΌtzen: keine Rechtsstaatlichkeit, Deportation, Filtrationslager, Folter und willkΓΌrliche TΓΆtungen.
Wir lehnen es entschieden ab, dass ein anderes Land die Ukraine dazu drΓ€ngt, ihr Volk einem brutalen Regime auszuliefern, das keinen Schutz vor EntfΓΌhrungen, Folter, sexueller Gewalt, Filtrationslagern und allgemein vor dem Fehlen von Rechtsstaatlichkeit bietet. Wir, Vitsche und Platform Tu Mariupol, erklΓ€ren, dass es keinen Frieden ohne Gerechtigkeit gibt und dass wir das ukrainische Volk und die ukrainischen Verteidiger*innen, die um ihre Existenz kΓ€mpfen, nicht verraten kΓΆnnen, nur weil einige der europΓ€ischen Zuschauenden es leid sind, den Krieg von den Bildschirmen ihrer Smartphones aus zu verfolgen und die Ukrainer*innen, die an der Front fΓΌr ihre MitbΓΌrger*innen und auch die europΓ€ische Sicherheit kΓ€mpfen, fΓΌr die Inflation und die steigenden Kosten verantwortlich machen.
Wir fordern Transitional Justice (zu deutsch: Vergangenheitsarbeit) bevor ein Dialog mit dem Aggressor beginnen kann. Nur durch Transitional Justice wird es einen echten und dauerhaften Frieden geben kΓΆnnen. Deshalb haben wir neben der Darstellung von abstraktem privilegiertem Pazifismus in unserem Peace Dance Friedenslied auch eine Videokampagne mit drei Szenarios erstellt, die direkt zeigen, wie Frieden ohne Gerechtigkeit in der RealitΓ€t aussieht. Mit diesen Produkten unseres Projekts wollen wir fΓΌr Dialog und VerstΓ€ndnis sorgen. FΓΌr weitere Informationen ΓΌber unser Projekt besuchen Sie unsere Website: https://www.checkpointpeace.org/
Bildrechte: Chris Knickerbocker


(Ρ) Christopher Knickerbocker, Julia Sonata
Am Freitag, den 15. Juni, fand in der Berliner Staatsoper der erste Auftritt Netrebkos seit Beginn des von russland gefΓΌhrten groΓangelegten Krieges gegen die Ukraine statt. Trotz eines offenen Briefes von BΓΌrgerinitiativen, der von ΓΌber hundertfΓΌnfzig Historiker*innen, Expert*innen, UnterstΓΌtzenden und Kulturschaffenden unterzeichnet wurde, und trotz der offenen Kritik des Berliner Senats an dieser Entscheidung hat Intendant Matthias Schulz beschlossen, den Auftritt von Anna Netrebko nicht abzusagen. Er begrΓΌndete dies damit, dass er die Klarheit ihrer Position zum russischen Krieg gegen die Ukraine anerkennt.
Wir haben die Klarheit ihrer Position bereits in unserem offenen Brief in Frage gestellt und auf alle Argumente des Intendantes in privater Kommunikation geantwortet.
Am 15. Juni organisierte Vitsche zusammen mit INFRA und Chervona Kalyna eine Demonstration vor der Staatsoper Unter den Linden, um noch einmal zu betonen, wie kritisch derartige Aktionen der Oper sind und dass Vertreter*innen der russischen Kultur und PersΓΆnlichkeiten des ΓΆffentlichen Lebens Verantwortung fΓΌr ihr Handeln ΓΌbernehmen mΓΌssen.
Die Demonstration dauerte ΓΌber vier Stunden. Zu Beginn versammelten sich mehr als 300 Menschen. Unter den Redner*innen befanden sich Vertreter*innen der ukrainischen Gemeinschaft, wie die Schriftstellerin Kseniya Fuchs, und deutsche Osteuropahistoriker*innen: Dr. Franziska Davies und Prof. Dr. Jan Claas Behrends.
Die Redner*innen wiesen unter anderem auf die inakzeptable SchΓΆnfΓ€rberei der Oper hin, die ukrainische Flaggen an ihrem GebΓ€ude als Zeichen der UnterstΓΌtzung fΓΌr die Ukraine verwendet, gleichzeitig aber Personen mit NΓ€he zum Kreml auftreten lΓ€sst. Diese Diskrepanz zwischen den ukrainischen Flaggen und der tatsΓ€chlichen Position der Oper zeigte sich besonders deutlich im Verhalten der Besucher*innen an diesem Abend. Sie behandelten die Demonstrierenden mit Verachtung, und es gab mehr als 15 FΓ€lle von offener Beleidigung gegen die Teilnehmenden des Protests. Die Opernbesucher*innen fΓΌhlten sich derart von dem Protest provoziert, dass uns mehrere Male Mittelfinger gezeigt wurden.
Dieses Verhalten des Macbeth-Publikums bestΓ€tigt nur die Haltung der Oper, russland und seine Propagandafiguren zu unterstΓΌtzen, zeigt aber auch fehlende SolidaritΓ€t und UnterstΓΌtzung fΓΌr den Existenzkampf der Ukraine. Wenn es fΓΌr das Publikum akzeptabel ist, den ΓΆffentlichen Willen der Gemeinschaft zu beleidigen, dann wird die Frage, auf wessen Seite es steht und wie es eine “klare Positionierung” definiert, von Netrebko eindeutig beantwortet. Die Operndiva selbst bediente sich Γ€hnlicher Methoden, um ihre Kritiker*innen bei ihren frΓΌheren Auftritten in Wiesbaden zu diskreditieren, als sie auf ihrem Instagram-Account ihre Verachtung fΓΌr die ukrainischen Demonstrierenden zum Ausdruck brachte.
Leider konnten die Demonstration und unser offene Brief einem Teil der deutschen Gesellschaft nicht die Augen fΓΌr die Gefahr, die Auftritte von umstrittenen Personen wie Anna Netrebko mit sich bringen, ΓΆffnen.Β Trotzdem hoffen wir, dass unsere Aktion und unser Beitrag zum Diskurs vielen Menschen verdeutlichen konnte, warum man Kunst nicht unabhΓ€ngig von Politik betrachten kann und dass Menschen des ΓΆffentlichen Lebens Verantwortung fΓΌr ihre Fehler ΓΌbernehmen mΓΌssen.
Zusammen mit 38 Organisationen und ΓΌber hundert Professor*innen, Expert*innen und UnterstΓΌtzenden aus unterschiedlichen LΓ€ndern, darunter hochkarΓ€tige Stimmen wie Michael Beckerman, Franziska Davies, Moritz Eggert,Β Eugene Finkel, Oleksandra Matviichuk und Timothy Snyder, richten sich Vitsche e.V. und die BΓΌrgerinitiative INFRA direkt an den Regierenden BΓΌrgermeister Berlins Kai Wegner, an Senator Joe Chialo und vor allem an Matthias Schulz, den Intendanten der Staatsoper Berlin, mit der aufrichtigen Bitte die Auftritte von Anna Netrebko in der Staatsoper Berlin ab dem 15. September abzusagen und einer UnterstΓΌtzerin des russischen Regimes keine BΓΌhne zu bieten. Vitsche und INFRA planen zusΓ€tzlich eine Demonstration am Tag des Auftritts ab 18:30 Uhr vor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, sollten die Auftritte von Anna Netrebko in Berlin nicht abgesagt werden.
Sehr geehrter Herr Regierender BΓΌrgermeister Kai Wegner,
Sehr geehrter Herr Senator Joe Chialo,
Sehr geehrter Herr Intendant Matthias Schulz,
Mit diesem Brief mΓΆchten wir, Vitsche e.V. und die BΓΌrgerinitiative INFRA, sowie alle Unterzeichner*innen, unseren Protest gegen den geplanten Auftritt von Anna Netrebko in der Staatsoper Berlin am 15. September zum Ausdruck bringen.
Dies wird der erste Auftritt der OpernsΓ€ngerin Anna Netrebko in Berlin seit dem vollstΓ€ndigen Einmarsch Russlands in die Ukraine sein.
Damit tritt eine KΓΌnstlerin in einem ΓΆffentlich finanzierten Theater in Berlin auf, die in der Vergangenheit mehrfach und explizit als UnterstΓΌtzerin des diktatorischen und menschenverachtenden Regimes des derzeitigen Russlands aufgetreten ist und die sich β anders als es die Staatsoper Berlin darstellt β auch nach Februar 2022 weder von dieser UnterstΓΌtzung distanziert noch dafΓΌr um Entschuldigung gebeten hat.
Es gibt zahlreiche Beispiele fΓΌr ihre UnterstΓΌtzung des russischen Regimes:
Die Zusammenarbeit der Staatsoper Berlin mit einer solchen KΓΌnstlerin ist nicht nur unsolidarisch gegenΓΌber Ukrainer*innen, es stellt auch einen Affront gegenΓΌber allen Menschen dar, die sich eine eindeutige Positionierung deutscher Kulturschaffender gegen Russlands imperialen Krieg gegen die Ukraine wΓΌnschen. Dieser Krieg geht uns alle an, er bedroht nicht nur die Ukraine, sondern die demokratische Welt und die europΓ€ische Friedensordnung.
In Situationen, in denen ein Staat, in diesem Fall Russland, eine bewaffnete Aggression, einen Krieg gegen einen anderen freien und souverΓ€nen Staat ausΓΌbt, und wenn diese Aggression nicht das einzige Beispiel fΓΌr Russlands imperiale PlΓ€ne und Handlungen ist (denken Sie an die Annexion der Krim im Jahr 2014, den Krieg in Georgien im Jahr 2008 oder die Bombardierung der ZivilbevΓΆlkerung Syriens, um den Diktator Assad an der Macht zu halten), wird seine Kultur zwangslΓ€ufig in Verbindung mit seiner politischen Agenda gebracht. Kunst und Kultur sind niemals βunpolitischβ und dafΓΌr ist Anna Netrebko ein hervorragendes Beispiel.
Russland instrumentalisiert nicht nur seine eigene jahrhundertealte Kultur, sondern auch seine berΓΌhmten zeitgenΓΆssischen PersΓΆnlichkeiten fΓΌr politische Zwecke im Kampf gegen den βWestenβ. Mithilfe seiner sogenannten “Soft Power” verbreitet Russland seine Narrative und Positionen in anderen demokratischen LΓ€ndern. Obwohl europΓ€ische LΓ€nder bereits Methoden zur Erkennung und BekΓ€mpfung von Desinformation entwickelt haben, macht es sich die Kunstwelt allzu gern einfach und lΓ€sst sich mit floskelhaften Pseudo-Distanzierungen von dem derzeitigen russischen Regime abspeisen und feiert die MΓΆglichkeiten des βDialogsβ in der Kunst.
Ein solcher βDialogβ ist aber mit KΓΌnstler*innen, die sich fΓΌr das russische Regime und seine imperiale Mission einspannen lassen, nicht mΓΆglich und auch nicht wΓΌnschenswert. Dies ist kein Dialog, sondern ein Mangel an SolidaritΓ€t mit all den Menschen und LΓ€ndern, die bereits Erfahrungen mit russischem Imperialismus gemacht haben. Solche LΓ€nder haben frΓΌhzeitig auf vergleichbar problematische Auftritte verzichtet. Wir erwarten eine Γ€hnlich klare Haltung gegenΓΌber russischer Propaganda auf den BΓΌhnen demokratischer Staaten von unseren Partnern*innen in Berlin und von der Γffentlichkeit.
Anna Netrebkos SolidaritΓ€t mit dem russischen Regime kann nicht ignoriert werden, wenn wir Werte wie Freiheit, WΓΌrde, SolidaritΓ€t und Gerechtigkeit ernst nehmen. Anna Netrebko zur Teilnahme an ΓΆffentlichen GroΓveranstaltungen einzuladen, bedeutet, im ΓΆffentlichen Diskurs Menschen zu legitimieren, die der FΓΌhrung des Landes, das seit Jahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, nahe stehen und sich selbst heute nicht davon distanziert haben.
Wir sind auch davon ΓΌberzeugt, dass KΓΌnstler*innen sich ihres ΓΆffentlichen Einflusses bewusst sein und Verantwortung dafΓΌr ΓΌbernehmen sollten. Es ist keine echte SolidaritΓ€t der Staatsoper Berlin, wenn sie lediglich regelmΓ€Γig ihr Haus in blau-gelben Farben erleuchten lΓ€sst. Echte SolidaritΓ€t wΓ€re ein Verzicht auf eine Zusammenarbeit mit all jenen KΓΌnstler*innen, die sich als Teil der imperialen russischen Mission verstehen. Wir bitten Sie deswegen instΓ€ndig darum, den Auftritt von Anna Netrebko abzusagen.
Mit hoffnungsvollen GrΓΌΓen,
Unterzeichner*innen
Khrystyna Ahner, Ukraine Art Aid Centre, Radebeul
Dr. Bodie A. Ashton, UniversitΓ€t Erfurt
Prof. Dr. Martin Aust, Rheinische Friedrich-Wilhelms-UniversitΓ€t Bonn
Marina Baranovska, Journalistin, Bonn
Dr. Fabian Baumann, UniversitΓ€t Wien
Volker Beck, PrΓ€sident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG e.V.
Olaf Becker, Schauspieler, MΓΌnchen
Prof. Michael Beckerman, New York University
Prof. Dr. Jan C. Behrends, Zentrum fΓΌr Zeithistorische Forschungen, Potsdam/Europa-UniversitΓ€t Viadrina Frankfurt (Oder)
Dr. Boris Belge, UniversitΓ€t Basel
Jessica Berlin, Political Analyst, Berlin
Conrad Beyer, MΓΌnchen
Prof. Dr. Manuela BoatΔa, UniversitΓ€t Freiburg
PD Dr. Kirsten BΓΆnker, UniversitΓ€t zu KΓΆln
Prof. em. Dr. Birgitt Borkopp-Restle, UniversitΓ€t Bern
Marichka Buchelnikova, Ukraine Explainers co-founder
Dr. iur. Luca Cirigliano, Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, Bern
Viola von Cramon-Taubadel, MdEP, BrΓΌssel und GΓΆttingen
Dr. Catherine Davies, UniversitΓ€t ZΓΌrich
Dr. Franziska Davies, Ludwig-Maximilians-UniversitΓ€t MΓΌnchen
Tatiana Dettmer, Historikerin, KΓΆln
Christian von Dewitz, Schwielowsee
Stephan DΓΆmpke, Vorsitzender World Heritage Watch, Berlin
Frank Ebert, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Prof. Dr. Rainer Eckert, Berlin
Moritz Eggert, Musiker und PrΓ€sident des Deutschen Komponist:innnenverbandes, Berlin
Thilo Engel, Osteuropaforum Bonn
Dr. Stefanie Eisenhuth, Leibniz-Zentrum fΓΌr Zeithistorische Forschungen
Dr. Regina Elsner, UniversitΓ€t MΓΌnster
Maksym Eristavi, Journalist and co-founder of Ukrainian Spaces, Prag
Oksana Fedak, Berlin
Natalia Fiebrig, Journalistin
Prof. Eugene Finkel, John Hopkins University
Dr. Bernd Florath, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Robert Havemann-Gesellschaft, Berlin
PD Dr. Moritz Florin, Friedrich-Alexander-UniversitΓ€t Erlangen-NΓΌrnberg
Kseniya Fuchs, Schriftstellerin und Chefredakteurin des deutsch-ukrainischen Magazins Gelblau, Berlin
Ralf FΓΌcks, GrΓΌnder und geschΓ€ftsfΓΌhrender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne, Berlin
Dr. Dinara Gagarina, Friedrich-Alexander-UniversitΓ€t Erlangen-NΓΌrnberg
Prof. Dr. Andrea Gawrich
Ian Gaunt, Rechtsanwalt, London
BjΓΆrn Geldhof, director of PinchukArtCentre
Prof. Dr. Klaus Gestwa, Eberhard Karls-UniversitΓ€t TΓΌbingen
Dr. Jens Gillessen, Philipps-UniversitΓ€t Marburg
Dr. Heiner Grunert, Bern
Prof. Dr. FranΓ§ois Guesnet, University College London
Yuriy Gurzhy, Autor und Musiker, Berlin
Dr. Anna HΓ‘jkovΓ‘, University of Warwick
Tine Hammer, Musikerin und Γbersetzerin, Ukraine-Hilfe β Notunterkunft St. Adalbert, Berlin
Henning Harms, Cellist & Cellolehrer, Musikschule Paul Hindemith Berlin
Rebecca Harms, Berlin
Vivian Kanner, SΓ€ngerin, Berlin
Dr. Kilian Harrer, Leibniz-Institut fΓΌr EuropΓ€ische Geschichte, Mainz
Dr. Patrick Heinemann, Rechtsanwalt, Freiburg im Breisgau
Dr. Richard Herzinger, Publizist, Berlin
Nataliya Heydorn, Dipl-Betriebswirtin, Berlin
Dr. Bert Hoppe, Institut fΓΌr Zeitgeschichte, Berlin
Dr. Oksana Huss, UniversitΓ€t Bologna/Nationale UniversitΓ€t Kyjiw-Mohyla-Akademie
Anna Imhoff, Strategic Account Director, Berlin
Dr. Susanne Jaeger, Leibniz-Institut fΓΌr Geschichte und Kultur des ΓΆstlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Thomas JΓ€ger, UniversitΓ€t zu KΓΆln
Hubertus Jahn, University of Cambridge
Prof. Dr. Dagmara JajeΕniak-Quast, Europa-UniversitΓ€t Viadrina
Prof. Dr. Christoph Jobst
Katharina Kaden, Bibliotheksassistentin, Berlin
Vivian Kanner, SΓ€ngerin, Berlin
Dr. Botakoz Kassymbekova, UniversitΓ€t Basel
Martin Kindervater, Theaterregisseur, MΓΌnchen
Nikolai Klimeniouk, Journalist, Berlin
Peter Koller, Reiseunternehmer, Reisebuchautor, Ukraine-Experte, Berlin
Anastasiia Kosodii, Autorin und Regisseurin, Berlin
Mark Kovnatskiy, Musiker, Lehrer fΓΌr jiddischen Tanz, Komponist und Dozent, Hamburg
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Berlin
Moritz Kurzweil, Leibniz-Institut fΓΌr Geschichte und Kultur des ΓΆstlichen Europa, Leipzig
Justus Liebig, UniversitΓ€t Giessen
Ksenia Malykh, head of Research department PinchukArtCentre
Iryna Marciuk, London
Oksana Marciuk, Violinistin, Berlin
Oleksandra Matviichuk, FriedensnobelpreistrΓ€gerin, Centre for Civil Liberties
Inna Melnikovska, PhD
Prof. Christoph Mick, University of Warwick
Prof. Dr. Oksana Mikheieva, Historikerin und Soziologin
Stanislav Mishchenko, MΓΌnchen
Valeriia Moiseieva, Event Koordinatorin, Berlin
Svetlana MΓΌller, PANDA platforma e.V., Berlin
Dr. Johannes Nathan, Potsdam
Mattia Nelles, Ukraine-Experte, DΓΌsseldorf
Prof. Dr. Julia Obertreis, Friedrich-Alexander-UniversitΓ€t Erlangen-NΓΌrnberg
Dr. Christian Oertel, Leibniz-Institut fΓΌr Geschichte und Kultur des ΓΆstlichen Europa, Leipzig
Dr. Nikolai Okunew, Zentrum fΓΌr Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Daria Onyshchenko Gold β deutsch-ukrainische Filmregisseurin
Susanne Orth, Europa-UniversitΓ€t Viadrina
Olesya Ostrovska-Luta β Director of Mystetskyi Arsenal, Kyiv
Wolfgang Pegenau, Dresden
PD Dr. Hans-Christian Petersen, Bundesinstitut fΓΌr Kultur und Geschichte der Deutschen im ΓΆstlichen Europa, Oldenburg
Dr. Tilman Plath, UniversitΓ€t Greifswald
Illia Podolskyi, Architekt, Berlin
Dr. Ksenia Poluektova-Krimer, Leibniz-Zentrum fΓΌr Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Dr. Sonja Priebus, Europa-UniversitΓ€t Viadrina
Dr. Andreas PΓΌttmann, Politologe und Publizist, Bonn
Anne Rabe, Autorin, Berlin
Hanna Radziejowska, Pilecki-Institut Berlin
Iaroslav Raff, Musiker und Kneipenbesitzer, Berlin
Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Leiterin des Ukrainischen Instituts in Deutschland, Berlin
Prof. Dr. Stefan Rohdewald, UniversitΓ€t Leipzig
RΓΌdiger Rosenthal, Autor und Physiker, Berlin
Alexander Roth, Staatsanwalt
Prof. Dr. Simon RothΓΆhler, Ruhr-UniversitΓ€t Bochum
Prof. Dr. Susanne Schattenberg, UniversitΓ€t Bremen
Siegbert Schefke, Journalist, ehem. BΓΌrgerrechtler in der DDR
Ingrid Schierle, Eberhard-Karls-UniversitΓ€t TΓΌbingen
Stefanie Schiffer, EuropΓ€ischer Austausch gGmbH
Winfried Schneider-Deters, freier Publizist
Dr. Jens SchΓΆne, Stellvertreter des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Prof. Dr. Peter SchΓΆttler, Berlin
Dr. Annette Schuhmann, Leibniz-Zentrum fΓΌr Zeithistorische Forschungen, Potsdam
Dr. Philipp SchultheiΓ, Referent beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Boris Schumatsky, Autor, Berlin
Uwe Schwabe, Archiv BΓΌrgerbewegung Leipzig e.V.
Olaf Schwarzbach, Berlin
Prof. Steven Seegel, The University of Texas at Austin
Dr. Oksana Seumenicht, MitgrΓΌnderin der Deutsch- Ukrainischen Akademischen Gesellschaft
Oksana Shchur, Projektkoordinatorin UA Nest Berlin
Dr. Olga Shparaga, Institut fΓΌr die Wissenschaft vom Menschen, Wien
Prof. Timothy Snyder, Yale University
Dr. Thomas Skowronek, Ruhr-UniversitΓ€t Bochum
Dr. Sergej Sumlenny, geschΓ€ftsf. Gesellschafter, European Resilience Initiative Center GmbH, Berlin
Dr. GΓΌlsah Stapel, Kuratorin, Berlin
Alexander Strauch, Komponist, MΓΌnchen
PD Dr. Kai Struve, Martin-Luther-UniversitΓ€t Halle-Wittenberg
Dr. Oliver Sukrow, Technische UniversitΓ€t Darmstadt
PrzemysΕaw Εwiderek, Erzieher, Berlin
Sibylle von Tiedemann, MΓΌnchen
PD Dr. Borbala Zsuzsanna TΓΆrΓΆk, UniversitΓ€t Wien
Prof. i. R. Dr. Stefan Troebst, UniversitΓ€t Leipzig
Dr. Andreas Umland, Stockholmer Zentrum fΓΌr Osteuropastudien
Prof. Dr. SΓΆren Urbansky, Ruhr-UniversitΓ€t Bochum
Oles Volinchik, Musiker, Hamburg
Prof. Dr. Ricarda Vulpius, UniversitΓ€t MΓΌnster
Prof. Dr. Barbara Welzel, Technische UniversitΓ€t Dortmund
Prof. Dr. Martina Winkler, Christian-Albrechts-UniversitΓ€t zu Kiel
Dr. Alexa von Winning, Eberhard-Karls-UniversitΓ€t TΓΌbingen
Prof. Dr. Tristan Weddigen, Max-Planck Institut fΓΌr Kunstgeschichte, Rom
Prof. Dr. Annette Werberger, Europa-UniversitΓ€t Viadrina Frankfurt (Oder)
Prof. Dr. Alexander WΓΆll, UniversitΓ€t Potsdam, Vorsitzender der Deutschen Assoziation der Ukrainisten
Grit Wollenberg, Potsdam
Dr. Susann Worschech, Europa-UniversitΓ€t Viadrina Frankfurt (Oder)
Daniil Zverkhanovskyi, Komponist und Produzent, Berlin
Mitzeichnende Organisationen
AG Ukraine-Chemnitz-Europa e.V.
Allianz Ukrainischer Organisationen e.V.
Berlin Info-Point Krim
Bund ukrainischer Studenten in Deutschland β BUSD e.V.
BΓΌrgerinitiative INFRA
BΓΌrgerinitiative “Ukraine-Demo in Stuttgart”
BΓΌrgerinitiative Vilni_de_ua, Hamburg
CineMova. Ukrainian Film Community Berlin e.V.
Dachverband der Ukrainischen Organisationen in Deutschland e.V.
Deutch-franzΓΆsisch-ukrainische Gesellschaft (DFUG)
Deutsch-Ukrainischer Verein Aalen e.V.
European Idealist Movement
Fellas for Europe e.V., MΓΌnchen
Gemeinsam Europa e.V.
Initiative fΓΌr Wissensaustausch, Empowerment und Kultur e.V.
Kulβtura e.V.
Kwitne queer e.V.
Litauische Gemeinschaft in Deutschland e.V.
MAIDAN e.V. Baden-Baden
Open Platform e.V.
Osteuropaforum Bonn
Pilecki Institut Berlin
Plast Ukrainischer Pfadfinderbund in Berlin e.V.
PlusUkrDe e.V
Ridne Slowo e.V.
Save Ukraine e.V. (Weinheim)
Ukraine-Haus Chemnitz e.V.
Ukraine-Hilfe Berlin e.V.
Ukrainer in Aachen e.V.
Ukrainian Culture Network e.V.i.G, DΓΌsseldorf
Ukrainian Film Festival Berlin
Ukrainian Security and Cooperation Center
Ukrainisch-Bayerischer Verein Hromada Regensburg e.V.
Ukrainische Frauen Union in Deutschland
Ukrainische Gemeinde OsnabrΓΌck e.V.
Ukrainische Sozialdemokratische Plattform
Ukrainische Orthodoxe Kirchengemeinde e.V.
Ukrainisches Atelier fΓΌr Kultur & Sport e.V., Stuttgart
Ukrainische Schule Berlin e.V.
Ukrainisches Radio in Berlin e.V.i.G.
Ukrainischer Verein Augsburg e.V.
UkrDim e.V.
Vitsche e.V.
WE ARE EUROPE! e.V., DΓΌsseldorf
Vitsche organisierte zusammen mit den Aktivist*innen von Chervona Kalyna Berlin eine Demonstration am 24.08.23, an der mehrere Tausende Menschen teilnahmen. WΓ€hrend mit einer Spiegel-Performance an die 503 von russland getΓΆteten ukrainischen Kinder gedacht wurde, waren andere Fokuspunkte die Forderung von Taurus-Lieferungen und die RΓΌckfΓΌhrung ukrainischer Kinder aus russland in die Ukraine.
Am 24.08.2023Β ist der UnabhΓ€ngigkeitstag nicht nur ein Feiertag. Er ist eine weitere Gelegenheit, sich an diejenigen zu erinnern, die ihr Leben fΓΌr die Freiheit und die Menschenrechte in der Ukraine geopfert haben. Es ist auch ein Tag, an dem wir uns auf die Werte, die uns zu einer politischen Nation vereinen, besinnen. Es sind die Werte der Freiheit und der WΓΌrde.
Freiheit ist fΓΌr uns der Ausgangspunkt fΓΌr alle unsere Errungenschaften und AktivitΓ€ten, und es ist die Freiheit, die unsere Verteidiger*innen an der Front verteidigen. Freiheit bedeutet fΓΌr die Ukrainer*innen, das Recht und die MΓΆglichkeit zu haben, sie selbst zu sein. Ukrainer*innen lebten in den freien Gemeinschaften des Kosakenstaates, bildeten im Mittelalter eine Vitsche, um gemeinsame gesellschaftspolitische Fragen zu lΓΆsen, und schlossen sich in der Neuzeit in Gemeinschaften von KΓΌnstler*innen und Schriftsteller*innen zusammen, um den freien Geist unserer Kultur zu pflegen. Weil die Idee der Ukraine durch die Jahrhunderte unserer Geschichte hindurch eng mit der Idee der Freiheit verbunden war, wurde immer wieder versucht, diese zu zerstΓΆren. Doch der ukrainische Freiheitsgedanke hat schon damals die ganze Welt inspiriert und diejenigen, denen er fremd war, verΓ€ngstigt. Die Ukrainer*innen zogen und ziehen immer noch freie Menschen dieser Welt an und stellen daher immer noch eine Bedrohung fΓΌr die Gegner der Freiheit dar.
Die bewaffnete Aggression russlands gegen die Ukraine ist in erster Linie ein Kampf zwischen UnterdrΓΌckung und Freiheit. Es ist ein Versuch, unseren freien Geist zu unterdrΓΌcken, den Menschen ihre Grundrechte zu nehmen. Die russische Welt ist die Finsternis der Menschheit, in der IndividualitΓ€t kein Recht auf Existenz hat, in der Einzigartigkeit verurteilt und die Vielfalt der Kulturen zu einer verzerrten Orthodoxie und einer Leidenschaft fΓΌr den Krieg vereinheitlicht wird. Im Gegensatz dazu fΓΆrdert die ukrainische Kultur das Individuum, sie ist eine Plattform, auf der freie Individuen ihre Ideen ΓΌber die Welt teilen und sich auf diese Weise gegenseitig bereichern. In der ukrainischen Kultur geht es um die MΓΆglichkeit, eine Wahl zu treffen und ein menschenwΓΌrdiges Leben zu fΓΌhren, das nicht aus UnterdrΓΌckung entsteht, sondern aus der Inspiration und Kommunikation von und mit freien Menschen.
FΓΌr die Ukrainer*innen bedeutet WΓΌrde, die Grenzen anderer anzuerkennen, das Recht anderer zu verstehen, sich selbst zu behaupten und auf eigene Art zu existieren. Auch hier ist der russische Staat mit seinem ganzen Wesen gegen die WΓΌrde. Das Vorgehen des russischen MilitΓ€rs auf dem Territorium der Ukraine ist ein Beispiel fΓΌr ein Verhalten, das mit dem Begriff der WΓΌrde und der Moral nicht vertraut ist. Sie zerstΓΆren das Leben anderer, rauben, vergewaltigen, foltern β sie verletzen die MenschenwΓΌrde, weil sie alles leugnen und zerstΓΆren wollen, was ihrer Welt und ihren Werten widerspricht. russland hΓ€lt sich nicht an internationale VertrΓ€ge, denn fΓΌr russland gibt es nur einen Wert β Gewalt. Gewalt gegen die Schwachen, Gewalt gegen andere, ZerstΓΆrung und Finsternis.
Deshalb erinnern wir uns am UnabhΓ€ngigkeitstag der Ukraine, oder besser gesagt am Tag der Wiederherstellung der UnabhΓ€ngigkeit, die einst durch die mangelnde UnterstΓΌtzung unserer Partner und die fehlende Bereitschaft der ΓΌbrigen Welt, sich gegen dieses BΓΆse zu stellen, verloren ging, an unsere Werte und wollen die Welt davon ΓΌberzeugen, dass es sich lohnt, sie zu verteidigen und dafΓΌr zu kΓ€mpfen.
FΓΌr viele Menschen wurden diese Werte, ein Leben in Freiheit und WΓΌrde, durch eine gΓΌnstige geopolitische Lage, frΓΌhere Opfer ihrer Vorfahren oder eine glΓΌckliche Konstellation historischer Ereignisse ermΓΆglicht. Die Ukrainer*innen haben im Laufe der Geschichte an vorderster Front dafΓΌr gekΓ€mpft, ihren Nachkommen ein Leben in diesen Werten zu ermΓΆglichen. Wir setzen diesen Kampf fort, weil wir wissen, dass ein Leben ohne Freiheit und WΓΌrde kein Leben ist, sondern der Tod oder ein Leben in totalitΓ€rer UnterdrΓΌckung.
Und wΓ€hrend unsere Geschwister, Eltern, Freunde und Kinder an der Front sind, um die Dunkelheit, die aus den russischen FΓΆrderation kommt, zurΓΌckzudrΓ€ngen, demonstrieren wir in Berlin, um uns fΓΌr eure anhaltende UntersΓΌtzung zu bedanken und gleichzeitig fΓΌr weitere lebensnotwendigen Beistand zu bitten. Damit diese AtmosphΓ€re der Freiheit die Herzen und KΓΆpfe der Menschen wieder zum Widerstand inspiriert, zum Kampf fΓΌr eine bessere Zukunft fΓΌr unsere gemeinsame Welt. Eine Welt ohne Ukraine ist eine Welt, in der sich die Dunkelheit weiter ausbreitet, in der es immer mehr Sklaven des Geistes gibt, die nur Gewalt und Macht schΓ€tzen, nicht aber die grundlegenden Menschenrechte.
Um zu verhindern, dass die russische Welt in Europa zur RealitΓ€t wird, mΓΌssen sich Menschen weiter in Hilfe und SolidaritΓ€t zusammenschlieΓen. Wir wissen, dass die Verteidigung der Freiheit niemals einfach ist, sie erfordert Opfer, aber wir glauben, dass Sie, unsere VerbΓΌndeten, Partner und alle, die Freiheit und WΓΌrde schΓ€tzen, bis zum Ende Seite an Seite mit uns stehen werden, bis das Licht ΓΌber die Dunkelheit, die Freiheit ΓΌber die UnterdrΓΌckung siegt.
Was wir jetzt brauchen, um die russische Besatzung zu besiegen, ist das Folgende:
UnterstΓΌtzen Sie weiterhin die Ukraine, machen Sie weiter, so wie es unsere Verteidiger*innen tun, und bald wird die Sonne der Freiheit am Horizont aufgehen, und wir werden Sie alle nach Hause einladen, um den lang erwarteten Feiertag zu feiern – dem Tag an dem das Gute wieder ΓΌber das BΓΆse siegen wird. Bildrechte: Chris Knickerbocker
Um zu verhindern, dass die russische Welt in Europa zur RealitΓ€t wird, mΓΌssen sich Menschen weiter in Hilfe und SolidaritΓ€t zusammenschlieΓen. Wir wissen, dass die Verteidigung der Freiheit niemals einfach ist, sie erfordert Opfer, aber wir glauben, dass Sie, unsere VerbΓΌndeten, Partner und alle, die Freiheit und WΓΌrde schΓ€tzen, bis zum Ende Seite an Seite mit uns stehen werden, bis das Licht ΓΌber die Dunkelheit, die Freiheit ΓΌber die UnterdrΓΌckung siegt.
Was wir jetzt brauchen, um die russische Besatzung zu besiegen, ist das Folgende:
UnterstΓΌtzen Sie weiterhin die Ukraine, machen Sie weiter, so wie es unsere Verteidiger*innen tun, und bald wird die Sonne der Freiheit am Horizont aufgehen, und wir werden Sie alle nach Hause einladen, um den lang erwarteten Feiertag zu feiern – dem Tag an dem das Gute wieder ΓΌber das BΓΆse siegen wird.
Am 07. August 2023 griff russland Georgien (Sakartvelo) an. Doch der russische Imperialismus hΓΆrte nicht nach dem als β5-Tage-Kriegβ titulierten militΓ€rischen Angriff auf. Die russischen imperialistischen Krallen reichen heute bis in die georgische Regierung und versuchen, dem Land eine europΓ€ische Zukunft zu nehmen.
Nun geht es darum, sich zu verbΓΌnden, sich gemeinsam und entschieden dem Aggressor entgegenzustellen.
Diese Verbundenheit zwischen der Ukraine und Georgien (Sakartvelo) brachten Vlada Vorobiova und Krista-Marija LΓ€be in ihren Rede bei der von der GZA organisiertenΒ Demonstration anlΓ€sslich des 15. Jahrestages der russischen Okkupation in Georgien (Sakartvelo) zum Ausdruck.
Bildrechte: Roman Overko







Die Stadt Berlin wurde Zeuge einer inspirierenden Demonstration von SolidaritΓ€t und Widerstandskraft, als ukrainische Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Ukraine in Deutschland einen kraftvollen ukrainischen Truck auf dem CSD Berlin unter dem Motto “Be Pride like Ukraine” prΓ€sentierten. Die von Vitsche und Kwitne Queer organisierte Veranstaltung war ein voller Erfolg und brachte LGBTQ+ Organisationen aus der Ukraine zusammen, um gemeinsam fΓΌr Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu demonstrieren.
Der ukrainische Truck beim CSD Berlin wurde offiziell von der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland unterstΓΌtzt. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev beehrte unseren Wagen mit einer ermutigenden Rede, in der er DiversitΓ€t und Gleichheit in der ukrainischen Armee betonte, die die Freiheit aller verteidige: βUnsere ukrainische Flagge ist blau und gelb, aber die Ukrainer*innen verteidigen alle Farben und Flaggen des Regenbogens. Und das machen wir, bis wir diesen Krieg gewinnen, mit Ihrer UnterstΓΌtzung.”
Auch Joe Chialo, der Kultursenator von Berlin, hielt begleitet von Kai Wegner, dem BΓΌrgermeister von Berlin, eine Rede auf unserem Wagen : βEs ist uns wichtig, dass wir feiern fΓΌr die Rechte derer, die entrechtet sind. Wir wollen hier und jetzt daran denken, dass nicht nur in Uganda, Ghana und vielen anderen LΓ€ndern Menschen um ihre queeren Rechte kΓ€mpfen, sondern eben auch in der Ukraine die Menschen fΓΌr die Freiheit kΓ€mpfen.β
Die Prozession startete in der Leipziger StraΓe, wobei der ukrainische Truck an der Position 6a die FΓΌhrung unter dem Motto βBe Pride like Ukraineβ ΓΌbernahm, als Symbol fΓΌr WiderstandsfΓ€higkeit und Einigkeit in Zeiten des russischen Angriffskrieges.
Die Reden von Vlada Vorobiova von Vitsche e.V., Loki von Dorn von Kwitne Queer, Taya Herasymova von Insight und Diana Berg von der TU Mariupol fanden bei den ZuhΓΆrerinnen groΓen Anklang und brachten die wichtigsten Forderungen der Veranstaltung zum Ausdruck. Sie forderten Gerechtigkeit fΓΌr die Ukraine und drΓ€ngten die Welt, russland fΓΌr seine abscheulichen Verbrechen gegen ihr Land zur Rechenschaft zu ziehen. Sie betonten die Dringlichkeit der Sicherstellung wichtiger Waffenlieferungen an die Ukraine und unterstrichen, dass sich das Land gegen die anhaltende Aggression verteidigen muss. DarΓΌber hinaus wiesen die Rednerinnen darauf hin, wie wichtig es ist, lebenswichtige Informationen und humanitΓ€re Hilfe bereitzustellen, um das Leiden des ukrainischen Volkes inmitten des Krieges zu lindern. SchlieΓlich warben sie um UnterstΓΌtzung fΓΌr den Kampf um die rechtliche Anerkennung von Lebenspartnerschaften in der Ukraine und unterstrichen die Notwendigkeit, die Rechte von LGBTQ+ in dem Land voranzubringen.
Bildrechte: Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker







In the face of a full-scale invasion, Ukrainians have come to understand the true meaning of danger solely based on one’s identity. When your very existence is targeted for destruction, and this reality applies to all compatriots, the gravity of the situation becomes clear. russia’s aggressive onslaught against Ukraine has not only shattered the progress made in legislation and local community development, but has also plunged cities and towns under its influence into a bleak past devoid of even the most basic right to life, let alone freedom of speech and will.
This year, we, as representatives of Ukraine, march together towards the CSD in Berlin to declare a resounding message: “The war rages on, lives are lost; let us unite and combat this malevolence together.” Our rallying cry for this year is “Be Pride like Ukraine.” We wish for our European partners and all those who stand in solidarity with Ukraine’s struggle for freedom to intimately connect with the profound sense of survival, freedom, and equality that we are currently experiencing in real time. Our organizations, which were once dedicated to education and culture, are now compelled to seek arms, realizing that only through weaponry and the support of the international community can we halt the dark and insidious russian evil that surrounds us, obliterating everything beautiful in its path. While our loved ones bravely fight on the frontline, it is our duty to become their voices here, and strive for victory and life.
Our march serves as a living testament to the fact that Ukrainians are integral members of the European community, proudly defending the free world with the colors of freedom on their military insignias. During Pride Month and throughout our march, we will share the stories of LGBTQ+ military personnel in Ukraine, their experiences, and their aspirations. It is imperative that our European colleagues do not forget that russian propaganda crumbles in the face of reality. The reality in Ukraine is this: individuals from diverse religions, minorities, and particularly the LGBTQ+ community, stand together in the fight for their lives, freedom, and democratic values. This is the true defense of our rights that we are now compelled to undertake.
If the international community stands up and advocates for equal rights and freedom without discrimination and harassment, they must also stand by our side and aid us in our defense in face of russian aggression. Without your solidarity and assistance, we risk succumbing to darkness, being captured, and destroyed not solely because we are members of the LGBTQ+ community or its allies, but simply because we are Ukrainians who cherish freedom and truth.
Join us in our events during Pride Month and be a part of our Ukrainian column at Pride, organized by Vitsche Berlin in partnership with Kwitne Queer and Platform TU. By joining us you show solidarity and support to our appeals:
β Demanding international justice for Ukraine: holding Russia accountable for its crimes.
β Ensuring crucial weapon deliveries to Ukraine.
β Providing vital information and humanitarian aid for Ukraine.
β Empowering the fight for legal recognition of civil partnerships in Ukraine. Β
We, the undersigned, have endorsed the manifesto and will join the column:
β NGO Gender stream:
β NGO WA Sphere, Kharkiv
β Kharkiv Pride
β Platform Tu, Mariupol
β PUBLIC ORGANIZATION “Information and Education Center” For Equal Rights
β TransGeneration NGO β Resistance IG
β βUkrainian LGBT+ military for equal rightsβ NGO
β Insight Public Organization