Um zu verhindern, dass die russische Welt in Europa zur Realität wird, müssen sich Menschen weiter in Hilfe und Solidarität zusammenschließen. Wir wissen, dass die Verteidigung der Freiheit niemals einfach ist, sie erfordert Opfer, aber wir glauben, dass Sie, unsere Verbündeten, Partner und alle, die Freiheit und Würde schätzen, bis zum Ende Seite an Seite mit uns stehen werden, bis das Licht über die Dunkelheit, die Freiheit über die Unterdrückung siegt.

Was wir jetzt brauchen, um die russische Besatzung zu besiegen, ist das Folgende:

  • Die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern und Kampfflugzeugen an die Ukraine zur Unterstützung des Rechts auf Selbstverteidigung.
  • Anhaltende militärische und humanitäre Unterstützung der Ukraine.
  • Durchsetzung von EU-Sanktionen in Deutschland: Schließen von Schlupflöchern und striktes Durchgreifen bei Verstößen gegen Sanktionen.
  • Einrichtung eines internationalen Tribunals für die Strafverfolgung der russischen und belarussischen Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine.
  • Die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft bei der Rückführung deportierter ukrainischer Kinder.

Unterstützen Sie weiterhin die Ukraine, machen Sie weiter, so wie es unsere Verteidiger*innen tun, und bald wird die Sonne der Freiheit am Horizont aufgehen, und wir werden Sie alle nach Hause einladen, um den lang erwarteten Feiertag zu feiern – dem Tag an dem das Gute wieder über das Böse siegen wird.

Am 07. August 2023 griff russland Georgien (Sakartvelo) an. Doch der russische Imperialismus hörte nicht nach dem als “5-Tage-Krieg” titulierten militärischen Angriff auf. Die russischen imperialistischen Krallen reichen heute bis in die georgische Regierung und versuchen, dem Land eine europäische Zukunft zu nehmen.

Nun geht es darum, sich zu verbünden, sich gemeinsam und entschieden dem Aggressor entgegenzustellen.

Diese Verbundenheit zwischen der Ukraine und Georgien (Sakartvelo) brachten Vlada Vorobiova und Krista-Marija Läbe in ihren Rede bei der von der GZA organisierten  Demonstration anlässlich des 15. Jahrestages der russischen Okkupation in Georgien (Sakartvelo) zum Ausdruck.

Bildrechte: Roman Overko

Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker

Die Stadt Berlin wurde Zeuge einer inspirierenden Demonstration von Solidarität und Widerstandskraft, als ukrainische Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Ukraine in Deutschland einen kraftvollen ukrainischen Truck auf dem CSD Berlin unter dem Motto “Be Pride like Ukraine” präsentierten. Die von Vitsche und Kwitne Queer organisierte Veranstaltung war ein voller Erfolg und brachte LGBTQ+ Organisationen aus der Ukraine zusammen, um gemeinsam für Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu demonstrieren.

Der ukrainische Truck beim CSD Berlin wurde offiziell von der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev beehrte unseren Wagen mit einer ermutigenden Rede, in der er Diversität und Gleichheit in der ukrainischen Armee betonte, die die Freiheit aller verteidige: „Unsere ukrainische Flagge ist blau und gelb, aber die Ukrainer*innen verteidigen alle Farben und Flaggen des Regenbogens. Und das machen wir, bis wir diesen Krieg gewinnen, mit Ihrer Unterstützung.”

Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker

 

Auch Joe Chialo, der Kultursenator von Berlin, hielt begleitet von Kai Wegner, dem Bürgermeister von Berlin, eine Rede auf unserem Wagen : „Es ist uns wichtig, dass wir feiern für die Rechte derer, die entrechtet sind. Wir wollen hier und jetzt daran denken, dass nicht nur in Uganda, Ghana und vielen anderen Ländern Menschen um ihre queeren Rechte kämpfen, sondern eben auch in der Ukraine die Menschen für die Freiheit kämpfen.“

Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker

Die Prozession startete in der Leipziger Straße, wobei der ukrainische Truck an der Position 6a die Führung unter dem Motto “Be Pride like Ukraine” übernahm, als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Einigkeit in Zeiten des russischen Angriffskrieges.

Die Reden von Vlada Vorobiova von Vitsche e.V., Loki von Dorn von Kwitne Queer, Taya Herasymova von Insight und Diana Berg von der TU Mariupol fanden bei den Zuhörerinnen großen Anklang und brachten die wichtigsten Forderungen der Veranstaltung zum Ausdruck. Sie forderten Gerechtigkeit für die Ukraine und drängten die Welt, russland für seine abscheulichen Verbrechen gegen ihr Land zur Rechenschaft zu ziehen. Sie betonten die Dringlichkeit der Sicherstellung wichtiger Waffenlieferungen an die Ukraine und unterstrichen, dass sich das Land gegen die anhaltende Aggression verteidigen muss. Darüber hinaus wiesen die Rednerinnen darauf hin, wie wichtig es ist, lebenswichtige Informationen und humanitäre Hilfe bereitzustellen, um das Leiden des ukrainischen Volkes inmitten des Krieges zu lindern. Schließlich warben sie um Unterstützung für den Kampf um die rechtliche Anerkennung von Lebenspartnerschaften in der Ukraine und unterstrichen die Notwendigkeit, die Rechte von LGBTQ+ in dem Land voranzubringen.

Bildrechte: Yuliia Sonata & Chris Knickerbocker

In the face of a full-scale invasion, Ukrainians have come to understand the true meaning of danger solely based on one’s identity. When your very existence is targeted for destruction, and this reality applies to all compatriots, the gravity of the situation becomes clear. russia’s aggressive onslaught against Ukraine has not only shattered the progress made in legislation and local community development, but has also plunged cities and towns under its influence into a bleak past devoid of even the most basic right to life, let alone freedom of speech and will.

This year, we, as representatives of Ukraine, march together towards the CSD in Berlin to declare a resounding message: “The war rages on, lives are lost; let us unite and combat this malevolence together.” Our rallying cry for this year is “Be Pride like Ukraine.” We wish for our European partners and all those who stand in solidarity with Ukraine’s struggle for freedom to intimately connect with the profound sense of survival, freedom, and equality that we are currently experiencing in real time. Our organizations, which were once dedicated to education and culture, are now compelled to seek arms, realizing that only through weaponry and the support of the international community can we halt the dark and insidious russian evil that surrounds us, obliterating everything beautiful in its path. While our loved ones bravely fight on the frontline, it is our duty to become their voices here, and strive for victory and life.

Our march serves as a living testament to the fact that Ukrainians are integral members of the European community, proudly defending the free world with the colors of freedom on their military insignias. During Pride Month and throughout our march, we will share the stories of LGBTQ+ military personnel in Ukraine, their experiences, and their aspirations. It is imperative that our European colleagues do not forget that russian propaganda crumbles in the face of reality. The reality in Ukraine is this: individuals from diverse religions, minorities, and particularly the LGBTQ+ community, stand together in the fight for their lives, freedom, and democratic values. This is the true defense of our rights that we are now compelled to undertake.

If the international community stands up and advocates for equal rights and freedom without discrimination and harassment, they must also stand by our side and aid us in our defense in face of russian aggression. Without your solidarity and assistance, we risk succumbing to darkness, being captured, and destroyed not solely because we are members of the LGBTQ+ community or its allies, but simply because we are Ukrainians who cherish freedom and truth.

Join us in our events during Pride Month and be a part of our Ukrainian column at Pride, organized by Vitsche Berlin in partnership with Kwitne Queer and Platform TU. By joining us you show solidarity and support to our appeals:

● Demanding international justice for Ukraine: holding Russia accountable for its crimes.

● Ensuring crucial weapon deliveries to Ukraine.

● Providing vital information and humanitarian aid for Ukraine.

● Empowering the fight for legal recognition of civil partnerships in Ukraine.  

We, the undersigned, have endorsed the manifesto and will join the column:

● NGO Gender stream:

● NGO WA Sphere, Kharkiv

● Kharkiv Pride

● Platform Tu, Mariupol

● PUBLIC ORGANIZATION “Information and Education Center” For Equal Rights

● TransGeneration NGO ● Resistance IG

● “Ukrainian LGBT+ military for equal rights” NGO

● Insight Public Organization

Die Ukraine und das ukrainische Volk haben ihren Mut und ihre Entschlossenheit bewiesen, sich in einem Krieg gegen den russischen Imperialismus in Europa zu verteidigen, einen Imperialismus, der nicht an der ukrainischen Grenze Halt machen würde. Die Ukraine hat, ohne Mitglied der NATO zu sein, gezeigt, wie wir das Bündnis schützen können. Die Ukraine braucht die Einladung zur NATO-Mitgliedschaft, aber auch der Rest des Bündnisses würde davon profitieren. In unserem Video sprechen wir über die Hauptgründe, warum die Ukraine der NATO beitreten sollte:

  • Sicherheitsgarantie: Durch den Beitritt zur NATO erhält die Ukraine einen kollektiven Verteidigungsmechanismus, der ihre Sicherheit und Souveränität gewährleistet.
  • Stabilität und Frieden: Eine starke, unabhängige Ukraine ist für die Stabilität im euro-atlantischen Raum von entscheidender Bedeutung. Das Prinzip der kollektiven Verteidigung der NATO wird zukünftige Aggressionen abschrecken und eine friedlichere Region fördern.
  • Demokratische Reformen: Die NATO-Mitgliedschaft setzt die Einhaltung der demokratischen Grundsätze, der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte voraus. Die NATO-Beitrittsperspektive fördert weitere langfristige demokratische Reformen in der Ukraine.
  • Strategischer Nutzen: Die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine erweitert die Reichweite des Bündnisses und erhöht die Stabilität und Sicherheit im euro-atlantischen Raum. Dies ist ein entscheidender Moment für die Entwicklung der Ukraine.

Die Aufnahme der Ukraine in die NATO ist pragmatisch und entscheidend für die Sicherheit, Stabilität und Entwicklung Europas. Lassen Sie uns gemeinsam für eine sicherere Zukunft eintreten und jetzt mit einer Beitrittsperspektive den Grundstein dafür legen.

The aim of this press release is to provide you with a comprehensive overview of the unfolding events and shed light on russia’s nuclear blackmail and potential mining of the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant (ZNPP).

Please find the key points and essential details below:

Background: 

The Zaporizhzhia Nuclear Power Plant is the largest nuclear power plant in Europe, and one of the largest in the world. It is located in Enerhodar near the city of Zaporizhzhia, about 600 kilometers southeast of Kyiv, the capital of Ukraine. The plant comprises six nuclear reactors and has been operational since the 1980s. Since March 2022, the NPP has been under russian occupation. russia has been continuously involving this nuclear power plant in the war in various ways, especially in the information space and through nuclear blackmail.

Current situation:

In the last couple of days, russian occupation forces and russian Rosatom employees have been gradually leaving ZNPP facilities and surrounding areas. Ukrainian staff that signed contracts with Rosatom was recommended to leave by the 5th of July. Intelligence reports and credible sources indicate a heightened risk concerning the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant. The Ukrainian defense intelligence (HUR) reported about “objects resembling explosives” on the outer roof of ZNPP Units 3 and 4, as well as about mines in the cooling system.

Most recent evaluation of the situation by the Ukrainian intelligence services said that the risk of a Russian terrorist attack on the occupied Zaporizhzhia Nuclear Power Plant is “slowly decreasing”, according to Kyrylo Budanov, Chief of Defence Intelligence of Ukraine.

Quote: “We are doing certain actions in this area, both public and not public, and I think that now the danger of an artificial technogenic catastrophe is quietly going down.”

However, the International Atomic Energy Agency (IAEA) has only received partial access to the isolation gate separating the cooling pond and did not detect any mines or explosives. However, they still have not recieve any access to the rooftops of reactor units 3 and 4, and can therefore neither deny nor confirm that explosives or mines have been placed in the NPP by russian troops. Currently, the IAEA has not found mines in the areas of the NPP that russia has given them access to, but “is aware of previous placement of mines outside the plant perimeter […], and also at particular places inside”.

Ukrainians’ fear of a nuclear terror act by russia has increased since russian troops blew up the Nova Kakhovka Dam, causing a humanitarian and environmental catastrophe, especially in the Kherson region. Due to the limited and slow international responses to this war crime, russia has been enbolded to intensify its nuclear threats and rhetoric, causing widespread concern among the local population and the international community about the next actions planned by the russian authorities without regard for lives and ecosystems. 

There are indications that russia may attempt to orchestrate a false flag operation at the ZNPP and blame Ukraine to intimidate Ukraine’s allies ahead of the NATO summit and during Ukraine’s ongoing counteroffensive.

Vulnerabilities and risks:

The consequences of a major incident at the plant could be catastrophic, affecting both Ukraine and neighboring countries. The main vulnerability of the nuclear plant is the small cooling pond that in case of failure or sabotage would lead to a partial nuclear meltdown comparable to the Three Mile Island accident in the US. Such a scenario poses a high risk of releasing radioactive material into the environment.

Such a release of radiation would not cause the sort of destruction seen after the meltdown of the active Chernobyl plant in 1986; however, this would create a radiation-contaminated zone with a high chance of cancer development over the next 40 years. The level of radiation release of the potential incident is also dependent on its cause. In case of a technical issue at the plant, such as some facility being cut off from power for a couple of days, radioactive substances would be released at a smaller rate than in the case of deliberate sabotage from within the plant. In such a case, the severity of the situation would fall somewhere between the Chernobyl and the Fukushima disasters.  In case of an explosion, an estimated 500,000 citizens would immediately need to be evacuated from the affected area within 200 kilometers from the facility.

Nuclear blackmail by russia:

russia utilizes its occupation of the ZNPP to exert political pressure and help achieve its strategic goals on the ground. russia’s blackmail involves implicit threats of a nuclear accident, release of radioactive material, or further destruction of the region as per its war strategy of “scorched earth”. Ukrainian authorities worry russia might blow up the plant in an attempt to halt the Ukrainian counter-offensive. 

There have been multiple international efforts to establish a demilitarized zone around the nuclear plant and hand the control over to an independent third party. However, all of them are failing due to russia’s unwillingness to abandon the facility and lose its leverage of nuclear blackmail against Ukraine.

International response and mitigation efforts:

The IAEA has repeatedly highlighted the immediate need of cessation of artillery fire in the area to ensure the safety and security of operation staff and allow full restoration of power supply to the plant. Ukrainian authorities are working closely with the IAEA and other international partners to increase awareness of the dangerous situation, negotiate possible solutions, and prepare for an emergency scenario. The IAEA is publishing daily statements monitoring the situation at the plant, however this might not be enough to prevent russian occupation forces from causing a deliberate or unintended incident.

The IAEA requested additional access that is necessary to confirm the absence of mines or explosives at the site. Access to the rooftops of reactor units 3 and 4 is essential to monitor full compliance with the five basic principles for protecting Europe’s largest nuclear power plant during russia’s war of aggression.

 What is needed?

There are several key takeaways from the above that are crucial for maintaining safety and security at the nuclear power plant. It is extremely important to spread awareness of russian disinformation and manipulation techniques. It is vital that individuals, organizations, and governments are able to recognize and effectively combat these tactics to not fall into the trap of false balancing russian claims that are usually untrue with Ukrainian reports. False balancing only benefits russian attempts to spread disinformation and manipulate public opinion, and it is crucial to remain vigilant against it.

The current situation highlights the importance of NATO membership as the main security guarantee and support of Ukraine and continuous weapon delivery to strengthen Ukrainian counter-offensive. The most effective way to guarantee nuclear safety and stability in Ukraine today is for russian troops to withdraw from the area (and from Ukraine) completely. As long as russian troops are present at and close to the ZNPP, a nuclear incident can happen due to negligence or deliberate sabotage at any time.

Finally, preparation for a possible incident is important. This includes not only the ability to provide support such as evacuation, housing for refugees, and humanitarian aid, but also the need for a coordinated public response across organizations and governments. By working together and anticipating potential challenges, we can help as many people as possible. A nuclear incident at ZNPP should be responded to by the international community in the same way as a russian attack with nuclear tactical weapons. 

Please note that the information presented is based on current sources available. As the situation evolves, further updates will be provided. We urge all journalists to exercise caution while reporting on this matter and verify the information and the sources.

Picture: Alexander Ermochenko/Reuters

Wenige Tage nach Beginn der vollständigen russischen Invasion hatte die HUGO BOSS AG angekündigt, sich aus dem Geschäft mit russland zurückzuziehen. Doch vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die HUGO BOSS AG entgegen der Ankündigungen ihre Geschäfte mit russland seit der vollständigen Invasion im Februar 2022 nicht nur aufrechterhalten, sondern den Wert ihrer Lieferungen nach russland in den zwölf Monaten nach dem Einmarsch in die Ukraine sogar noch erhöht hat.

Um gegen diese Aufrechterhaltung der Geschäfte und die indirekte Finanzierung des Krieges zu demonstrieren, riefen Vitsche und Ukraine Solidarity Project heute vor dem Hugo Boss Store am Kurfürstendamm zu einer Protestaktion auf. Zahlreiche Unterstützer*innen schlossen sich dieser Protestaktion an und nahmen an der adaptierten Modenschau “Hugo Boss: Skandalös” teil. Gemeinsam forderten sie die HUGO BOSS AG auf, sich umgehend aus russland zurückzuziehen.

“Hugo Boss hat versprochen, seine Aktivitäten in russland vorübergehend einzustellen. Doch während unsere Freund*innen und Familien vor russischen Bomben Schutz suchen, erfahren wir, dass Hugo Boss seine Exporte in die russische Föderation wieder aufgenommen hat.

Wir sind hier, um eine Botschaft an den CEO von Hugo Boss, Daniel Greider, und den Vorstand zu senden, dass es an der Zeit ist, sich voll und ganz mit der Ukraine zu solidarisieren, indem sie ihre Aktivitäten und Geschäfte in einem russischen Staat vollständig einstellen, der das Geld der Steuerzahler für die Produktion von Raketen verwendet, die dann die zivile Infrastruktur treffen und ukrainische Menschen ermorden.

“An die Mitarbeiter*innen von Hugo Boss, die nicht wollen, dass das Unternehmen russische Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in der Ukraine finanziert und ermöglicht: Bitte äußern Sie sich innerhalb Ihres Unternehmens und zeigen Sie Ihre Unterstützung für die Ukraine.” – Pavlo Melnyk, Vorstandsmitglied von Vitsche

Für mehr Informationen zum Geschäft Hugo Boss’ in russland: This is Money, Investor Verlag.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die am 10. Juni an der performativen Protestaktion am Schlachtensee teilgenommen haben. Ziel dieser Veranstaltung war es, auf die katastrophalen Folgen des russischen Militärverbrechens vom 6. Juni aufmerksam zu machen, als der Staudamm des Wasserkraftwerks Kachowka gesprengt wurde. Während des Protests wuchs die Anzahl der Teilnehmer*innen kontinuierlich und erreichte schließlich insgesamt 250 Personen. Diese bedeutende Beteiligung zeigte das weit verbreitete Mitgefühl und die Sorge für die betroffenen Gemeinden in der Ukraine. Die Teilnehmer*innen standen bis zur Hüfte im Wasser, um die Härte zu symbolisieren, mit denen jene konfrontiert sind, deren Häuser aufgrund des terroristischen Akts überflutet wurden. Trotz des düsteren Charakters der Veranstaltung herrschte unter den Teilnehmer*innen ein überwältigendes Gefühl der Entschlossenheit und des Durchhaltevermögens.

“Heute haben wir eine Aktion im Wasser abgehalten, um uns an Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten sowie an internationale Organisationen und die Medien zu wenden. Die Menschen in der Region Cherson sterben jetzt entweder durch Ertrinken, nachdem Russland den Kachowka-Damm gesprengt hat, oder durch den russischen Beschuss der Evakuierungsboote. Wir müssen die Stimme dieser Menschen werden. Wir müssen die internationalen Organisationen fordern, humanitäre Hilfe und Evakuierungszeiten bereitzustellen, um die Menschen zu unterstützen, die alles verloren haben, sogar das Wasser. Und wenn sie uns nicht hören wollen, dann werden wir dafür sorgen, dass wir gesehen werden.”- Eva Yakubovska- Sprecherin des Protests.

Die Auswirkungen dieser Explosion waren verheerend, nicht nur für die Ukraine, sondern für die ganze Welt. Städte und Gemeinden flussabwärts des Dnipro, einschließlich Teilen von Kherson, sind von Überschwemmungen bedroht, was insgesamt 80 bewohnte Gebiete betrifft. Die Explosion hat zu verschmutzten Flüssen, dem Aussterben seltener Tierarten und der Zerstörung der Bewässerungssysteme in drei ukrainischen Regionen geführt. Dies hat zu einem Verlust von etwa 14 % des Getreideexportpotenzials des Landes geführt. Die Region Krim und mehrere Städte im Süden und im Zentrum der Ukraine leiden unter Trinkwassermangel. Darüber hinaus besteht aufgrund der Explosion eine erhöhte Gefahr einer neuen nuklearen Katastrophe in Europa, da die Wasserreservoirs des Kernkraftwerks Saporischschja, dem größten Kernkraftwerk Europas, zerstört werden könnten.

Trotz des Ausmaßes dieser Katastrophe und ihrer direkten Auswirkungen auf die globale Ökologie haben die meisten Umweltorganisationen geschwiegen. Die Narrative der russischen Propaganda haben sich in die Berichterstattungen zu der Katastrophe in den westlichen Medien durchgedrängt, was zu einer Informationsflut führte und die Reaktion der anderer Ländern verlangsamte.

“Die Welt kann es sich nicht leisten, diesem russischen Kriegsverbrechen die Augen abzuwenden. Die Konsequenzen dieses terroristischen Akts haben weitreichende Auswirkungen und betreffen nicht nur die Ukraine, sondern das gesamte globale Ökosystem. Wir müssen uns vereinen und für die Rechenschaftspflicht im Namen der Menschheit und der Zukunft unseres Planeten eintreten.” – Krista-Marja Läbe. 

Mehr dazu im Gastbeitrag zu diesem Thema hier.

Der performative Protest im Wasser war ein Versuch, auf diese schreckliche Katastrophe aufmerksam zu machen. Wir möchten die Welt darüber informieren, was in der Ukraine geschieht, und die Konsequenzen aufzeigen, mit denen die Weltgemeinschaft konfrontiert ist. Gemeinsam haben wir eine kraftvolle Aussage gemacht, wer dafür verantwortlich ist, was passiert ist, und was getan werden muss, um die terroristischen Aktionen Russlands ein Ende zu setzen. Die Schilder und Plakate trugen eine starke Botschaft, die Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit forderte. “Wir müssen weiterhin das Augenmerk auf die Situation lenken und auf eine Lösung hinarbeiten. Wir ermutigen alle, sich weiterhin zu informieren, an Diskussionen teilzunehmen und Initiativen zu unterstützen, die sich mit dieser wichtigen Angelegenheit befassen. In dem wir zusammenstehen, können wir sicherstellen, dass die Welt die Schwere dieser Katastrophe erkennt und notwendige Maßnahmen ergreift.” – Iryna Shulikina.